Servus,
also rein rechtlich gesehen, regelt es das Bundesnaturschutzgesetz ganz lapidar. Jedes Bundesland hat sein eigenes Naturschutzgesetz, das auf dem Bundesnaturschutzgesetz basiert, in dem das geregelt ist.
Hier mal als Beispiel Baden-Württemberg:
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Zitat
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Jedermann hat das Recht auf Erholung in der freien Landschaft.
Das freie Betretungsrecht muss jeder Grundeigentümer aufgrund der Sozialpflichtigkeit seines Grundeigentums dulden, aber nicht schrankenlos.
Gesetzliche Vorgaben und Verbote sind zu beachten!
Gebot der Rücksichtnahme
Jeder Erholungssuchende muss nach § 43 Naturschutzgesetz auf die Belange der Grundstückseigentümer und Nutzungsberechtigten Rücksicht nehmen. Gute Kontrollfrage: „Wäre das meine Wiese, fände ich dann das toll, wenn Fremde sich so verhielten, wie ich gerade?“
Betreten der freien Landschaft
Die freie Landschaft darf nur auf Straßen und Wegen (öffentlichen und privaten) sowie auf ungenutzten Grundflächen betreten werden. Ungenutzte Flächen sind Ödlandflächen, aber auch Stoppelfelder nach der Ernte und vor der erneuten Bestellung.
Für landwirtschaftliche Flächen gilt nach § 44 Naturschutzgesetz ein Betretungsverbot für:
Äcker in der Zeit zwischen Saat oder Feldbestellung und Ernte
Grünland (Wiesen und Weiden) in der Zeit des Aufwuchses und der Beweidung, d.h.
ab dem Einsetzen der Vegetation im Frühjahr bis zur Winterruhe im Herbst.
Sonderkulturen wie Obst oder Reben während des ganzen Jahres
Das Betretungsverbot gilt unabhängig davon, ob der Landwirt seine Fläche eingezäunt hat oder nicht. Er darf sein Grundstück einzäunen, muß es aber nicht.
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praktisch gesehen schaut es anders aus.
Ich gehe nur auf Wiesen, die nicht im Wachstum sind bzw. die abgeerntet sind. Gerne auch im Sommer nach der Heuernte vor dem erneuten Wachstum und dem zweiten Schnitt.
Immer wieder kommen Bauen auf mich zu und fragen was ich so triebe. Aus Angst, dass ich Müll hinterlasse und die Tiere dann Probleme bekommen. Das kann in einem freundlichen Gespräch aber erörtert werden.
ein Beispiel:
Zusammen mit mic flogen wir im Herbst nach der Ernte auf eine schönen Wiese. Dann kam die Bäuerin mit ihrem Enkel und fragte was wir da machen. Nachdem der Enkel erklärte, dass er seine Billigmatte nicht sauber hoch bekommt. Ich schenkte ihm dann einen Diamantdrachen und den flog er mit seiner Oma zusammen. Später verabschiedeten sich die Beiden und wünschten uns noch viel Spaß.
So dürfen wir dort inner wieder fliegen gehen.
Gruß
der Indianer