Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile.
Welchem man den Vorrang gibt bzw. bei welchem System für einen persönlich die Vorteile überwiegen, bleibt jedem selbst überlassen. Das zeigen die unterschiedlichen Meinungen zu diesem Thema.
Ich selber habe beides, bin aber bisher noch nie mit einem ATB gefahren.
Doch egal, mit was man anfangen will:
Meiner Meinung nach sollte man sich mit dem Kite, den man sich zum Fahren herausgesucht hat, erstmal auf die Wiese begeben und bei wenig Wind (max. 3 Bft.) erstmal aus dem Stand fliegen und das Teil kennenlernen.
Und damit meine ich nicht ein paar Tage lang.
Sondern mehrere Wochen bzw. ein paar Monate (wenn man nicht jeden Tag die Möglichkeit hat zu fliegen).
In dieser Zeit kann bzw. sollte man, wenn man bei wenig Wind gut zurecht kommt, dann auch bei mehr Wind rausgehen bzw. wenn dann auch noch Böen reinknallen.
Ja, ich weiß, viele finden es langweilig, so lange "einfach nur rumzufliegen", sind ungeduldig und wollen gleich aufs Board rauf.
Aber es lässt sich dabei so viel trainieren, von den verschiedensten Manövern/Figuren bis hin zu provozierten Klappern und das Abfangen derselben. Und was bringt es? Man bekommt Routine, Routine und nochmals Routine und lernt seinen Kite in den verschiedensten Situationen kennen. (Zudem kann man dabei auch für sich die Entscheidung treffen, ob man wirklcih mit einem Handlekite bei böigem Wind fahren will
)
Letztendlich sollte man den Kite praktisch blind beherrschen und wissen wo er steht und was er macht, ohne hinsehen zu müssen.
Die volle Kitebeherrschung wird einem ungemein helfen, wenn man mit seinem fahrbaren Untersatz anfängt (egal was für einer es ist).
Bei beiden Systemen ist es hilfreich, wenn man von jemandem, der sich wirklich auskennt, Anleitung bekommen kann.
Nicht, dass man sich manches nicht auch selbst beibringen könnte.
Aber z.B. bei Depowerschirmen ist es nicht verkehrt, wenn man sich von einer qualifizierten Person einweisen lässt, da man dadurch kleine Kniffe erfährt, die man in bestimmten Situationen dann gut gebrauchen kann (und auf die man beim rumfliegen auf der Wiese nicht unbedingt kommt, weil man in manchen Situationen noch nicht war).
Gruß,
Beholder