Beiträge von KitingTom

    Zitat von Drachengajus

    (...) Bei mir hat der 8m²-Lifter mit Zubehör auch die Kitefixe gezogen, (...)

    Naja, das sind ja im Grunde auch nur bessere Zelthäringe. :-/


    Zitat von Drachenpfuscher

    @Kiting-Tom. Vorreiber(Festmacher) benutze ich auschliesslich. Allerdings nicht mit bunten Wimpeln sondern mit gesplessten Schlaufen an beiden Enden und vernünftigen Bergsteigerkarabinern. Mit dem dreifachen Stübinger!... Knoten einhängen und gut.


    Ah ja, gespleißt... Das könnte dann in etwa so aussehen:
    Ich übe noch...



    [hr]
    - Editiert von KitingTom am 09.11.2013, 13:25 -


    Selbstverständlich muß man die Zugkraft eines Drachens, Wind- und Leinenstärke und die Art der Verankerung in sinnvollen Einklang bringen.


    Um das mal beispielhaft auf einen Gewichtswert in Kilogramm zu bringen:
    Ich lasse bei ruppigem Wind sehr gerne meine relativ kleine Flowform (FF3A) mit etwa 2.7qm effektiver Segelfläche (=Untersegel) in die Luft.
    (Zwar ist die FF3A von Harald Prinzler als Leichtwinddrachen konzipiert worden, jedoch habe ich mein Exemplar extrem verstärkt angefertigt, weil ich einen starkwindfähigen stablosen Drachen haben wollte.)
    Hin und wieder muß auch mein altes "Mopped" (Piaggio Sfera 50) als Bodenanker herhalten; Leergewicht: 82kg, betankt und mit Koffer etc. also etwa 90kg schwer.
    Bei wirklich kräftigem Wind (Ja, ja, ich weiß: Die "Nordmänner" hier im Forum lächeln jetzt gerade mal ;) ), angebunden an eine 3mm-Leine (250kg Bruchlast), reichten die 90kg "Moppedmasse" für die FF3A völlig aus. Die Leine war dabei direkt über dem Boden am Hauptständer festgemacht.
    (Na klar, ich hätte vermutlich auch eine Leine mit kleinerem Bruchlastmaximum nutzen können - 250kg sind bei der geringen Drachengröße ein Overkill. Aber eine Sicherheitsreserve ist definitiv nicht zu unterschätzen!)


    "Pi" mal Daumen würde ich also für etwa 3qm effektiver Segelfläche eines zugstarken Drachens ca. 100kg standfestes, rutschsicheres Bodenankergewicht ansetzen.



    Zitat von Qurfürst

    (...) Aber wie würde ich die Leine/Schlaufe dann durch den geschlossenen Ring wieder am Anker festmachen können?

    Indem du einen sogenannten "Festmacher" benutzt.
    Ich vermeide tunlichst, Flugleinen direkt an Bodenankern oder Gegenständen anzubinden. Sie sind dadurch meiner Meinung nach viel zu großer Abnutzung ausgesetzt. Dann muß man ständig neue Leinen kaufen. :R:
    Darüber hinaus habe ich (fast) jedes Leinenende mit einem ummantelten Auge versehen. Das verhindert Beschädigungen der Flugleine.


    Meine "Festmacher" sind kurze geflochtene Leinenstücke zwischen 1.5m und 2.0m lang. Jeder Festmacher hat an einem Ende ein großes Auge, also eine Schlaufe, wenn du so willst, die etwa 15cm lang ist (je nach Tagesform auch mal etwas kleiner...). Die anderen Enden der Festmacher haben einen strammen Stopperknoten.
    Das Auge ziehst du nun mit Leichtigkeit durch den Ring eines Spiralbodenankers, legst es dann einfach über den Griff und lässt es nach unten rutschen. Deine Flugleine befestigst du, wie du es bereits oben beschrieben hast, per Buchtknoten am anderen Ende des Festmachers. Der Stopperknoten sorgt dafür, daß die Flugleine nicht abrutscht. Und durch die Leinenspannung kann auch das Auge am Bodenanker nicht nach oben rutschen.


    Für verschiedene Situationen finden sich in meiner Drachentasche mehrere unterschiedliche Festmacher:
    - Einige mit drei, vier kurz unterhalb des Stopperknotens angebrachten kleinen Wimpeln (rot u. weiß bzw. rot u. gelb im Wechsel), für den Leichtwindflug mit mehreren gestaffelt verankerten Drachen;
    - einige mit angebrachten Karabinerhaken (Seglerbedarf), Arbeitslast 800kg; die kann ich locker mal in die Verschlüsse der Sicherheitsgurte meines Pkw einhaken (die Leinen führe ich dann entweder durch die geöffnete Kofferraumklappe oder durch die gesenkten Seitenscheiben der vorderen Türen);
    - mehrere mit starken Schäkeln, die z.B. simpel an der Kfz-Abschleppöse angebracht werden können;
    - und einen mit Lederschutz zur Nutzung an Zaunpfählen, Bäumen (Immer schön die Rinde schützen!) und sehr häufig an einem Rad meines Pkw (einfach durch die Felge ziehen).



    Hoffe, das hilft allgemein etwas weiter...
    's war aber schon wieder "off topic"! Sorry dafür! :sorry:


    <<< Ende des Romans! >>>

    Zitat von heliusdh

    (...)
    das was Du aus dem Baumarkt meinst, sind die Eindrehhülsen für Wäschespinnen und die lang nicht so stabil und vor allen nur halb so lang

    Was du meinst, sind Bodenhülsen für Wäschespinnen. Aber was Michael aka "Gsälzbär" anspricht, sind hochwertige Bodenhülsen der Fa.Krinner für den (schweren) Zaunbau. Die sind im Gegensatz zu den BW-Erdungsbohrern für große Kräfte ausgelegt.


    Zitat von HaJoKiller

    PS.: Aber dies Spiralanker, da würde ich maximal n kleinen Eddy, n kleinen Schleierdelta oder n Havlicek dran hängen.... (...)

    Die sind gem. eigener Erfahrung bei festem Boden überhaupt kein Problem bis mindestens zu einer stark singenden bzw. pfeifenden 54daN-Leine (1.2mm Dacron). Wichtig ist eben nur, daß sie ganz eingedreht sind und die angebrachte Leine direkt über dem Boden festgemacht ist (möglichst geringe Hebelwirkung) - aber nicht an dem üblichen Ring, sondern mit einer Schlaufe durch den Ring direkt am Ankermaterial. Das Durchführen durch den Ring stellt sicher, daß die Leine nicht nach oben rutschen kann. :H:

    @ Fabian:

    Zitat von heliusdh

    Bei dem Bauplan sieht es so aus, als ob der Kiel in der Mitte nach vorn herausgezogen ist oder täuscht mich das? (...)

    Ich denke, das täuscht. Wenn du den Plan ansiehst, kannst du erkennen, daß der mittlere Kiel vorne genau an der Leitkante des geteilten Hauptsegels beginnt.
    Bei Dieters Sled ragt der Stab durch die aufgesteckten Splitnocken über die Außenkanten der Segel hinaus. Bei der hier gezeigten Umsetzung des Planes ist das eben nur der Positionierung des Stabes geschuldet.


    @ Dieter:
    Wurde der von dir gezeigte Sled von dir gebaut?
    Wenn ja, wie fliegt er? Bist du zufrieden?


    Wenn er gut fliegt, hast du keineswegs etwas falsch gebaut, sondern verbessert!
    Thomas-Michael Rudolph schrieb ja damals, daß er mit den von Sauls angegebenen Waagemaßen nicht zurechtkam, und er musste ebenfalls lange herumtüfteln (zwei Jahre).




    Gerade sehe ich, daß du das Segeldesign etwas "verfeinert" hast (blauer Kreis).
    :L Hast du da ein Loch reingebrannt, das du reparieren musstest?


    [hr]


    - Editiert von KitingTom am 06.11.2013, 18:30 -

    Zitat von Drachenfänger

    (...) War der Meinung es gibt irgendwo noch andere.

    Gibt's ja auch! ;) Allerdings ist die Ausbeute insgesamt tatsächlich nicht besonders groß...


    Dave aka "kiteguy" hat zwei PDF-Dateien mit Informationen zu Sleds "aller Art" verlinkt auf seiner Homepage.

    @ Carsten aka Sigma360:
    Da ich keinen der "Hybriden" besitze, könnte ich hier nur Theorien reintippen. Das wäre dann alles dummes Geschwafel. Also lass' ich das besser...


    Deine Frage, ob der 240er der richtige Kite fürs lange, langsame Gleiten ist, hat Peter bereits positiv beantwortet. Also gib den Drachen nicht leichtfertig wieder aus der Hand! (Sorry Peter! :L )
    Ich finde, dieser Thread ist auch sehr informativ.


    Nachtrag:
    Im weiter oben bereits verlinkten Online-Plan des Urban Ninja wird u.a. auch auf die Trimmung per X-, Y- und Z-Line eingegangen. Hast du das gesehen?
    Wenn du mit der Anleitung immer noch keinen Erfolg hast, dann stelle uns doch einige Fotos zur Verfügung. Dann könnten wir wenigstens sehen, über was wir uns hier die Köpfe zerbrechen...



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    - Editiert von KitingTom am 02.11.2013, 20:41 -

    Moin Moin, Thomas!

    Zitat von Bladerunner

    mag nicht extra einen neuen Fred anfangen, deshalb hänge ich mich hier dran. Hoffe das ist in Ordnung.

    Ich find's korrekt! :H:


    Zitat

    (...) Die jeweils mittleren unteren Panele, sind dann je zwei Flächen, mit dem Raster wie oben alle Flächen, also 33,5 breit und 43 tief? Verstehe ich das richtig?

    Jau!


    Zitat

    Welchen Abstand zwischen Vorder- und Hinterzelle sollte ich wählen?

    Siehe Konstruktionsplan (PDF), Seite 2, links am Rand: 94cm.


    Es stellt sich mir die Frage: Wie entstanden diese seltsamen Maße der Längsstäbe?
    2 x Zellentiefe á 43cm + 94cm + 2 x Überstände á 2cm = 184cm Gesamtlänge
    Wahrscheinlich kann diese Frage nicht mehr beantwortet werden; vielleicht ist eine konkrete Antwort auch nicht so wichtig.
    Will man aber heute "gängige" Stablängen ohne Verschnitt nutzen, könnte die Überlegung interessant sein, die Segel entsprechend zu skalieren. Zur Standardlänge von 200cm besteht nur eine Differenz von 16cm, mithin also ein Unterschied von nur knapp 9 Prozent (großzügig aufgerundet; genauer: 8.69565...%). Zur kürzeren Standardlänge von 165cm beträgt der Unterschied gute 10% (gerundet).


    Da Werner Ahlgrimm diesen Drachen ohnehin "frei nach Jilly Pelham" konstruiert hat, glaube ich nicht, daß man an einer exakten Übernahme der im Plan gegebenen Maße festhalten muss. Auch eine genaue Segelskalierung, um Verschnitt bei heute üblichen Stabmaßen zu vermeiden, halte ich für unnötig.
    Was soll ich mit einer Zelltiefe von 43cm ??? Warum nicht 40, 45 oder 50cm? Das sind Zahlen, mit denen ich viel leichter umgehen kann.


    Auch das mit zwei getrennten Stäben durchgeführte horizontale Spannen der beiden vorderen, äußeren rautenförmigen Zellen ist zumindest auffällig. Vielleicht kann der Invader dadurch extreme Böen besser verkraften, als mit einem durchgehenden horizontalen Stab, der über die gesamte Spannweite des Drachens geht. Immerhin beeinflusst das Durchbiegen eines durchgehenden Querstabes ja die komplette vordere Zellenkonstruktion. Hingegen könnte durch das separate Spannen der rautenförmigen Zellen wesentlich zur Flugstabilität beigetragen werden, da sich unvorhersehbare starke Winde nicht so sehr auf diese kleinen Zellen auswirken wie auf die gesamte vordere Zellenkonstruktion.



    [hr]


    - Editiert von KitingTom am 26.10.2013, 13:50 -

    Hallo zusammen!


    Dieser Sonntag war ein toller Drachensonntag! Schade, schon wieder vorbei...


    Die "DrachenFreunde Hamm" sind in den letzten Jahren das verlässliche Rückgrat dieses Drachenfestes geworden. Sie flogen ihre Drachen weitestgehend auf den Veranstaltungsflächen direkt am Gasthof, wie üblich geschickt und umsichtig.


    Damit es nicht nur bunte Löcher am Himmel gab, die an langer Leine flogen, war das Team "Pair4ever" angereist. Insider wissen ja, dass die mit nur einer Leine am Drachen nix anfangen können. :-O Klar, wie sollte ein "Revolution" wohl fliegen, wenn er nicht vier Leinen hätte? Mit Team-Ergänzung durch zwei örtliche Rev-Flieger zeigten sie mehrfach, was man mit Vierleinern so anfangen kann - wenn man's kann!
    Leider hab' ich selber keine ihrer Vorführungen gesehen, hatte aber so meine "Spione". Da gab's ausschließlich begeisterte Stimmen!


    Wer sich aber nur in direkter Nähe des Gasthofes aufhielt, der verpasste das Geschehen auf der großen Wiese nebenan, zu der man fix die kleine Dorfstraße überqueren musste. Der Veranstalter hatte wieder einmal mit Stahlplattensteg und Palettentreppe für gute Erreichbarkeit gesorgt. :H:
    Auf der benachbarten Wiese hatte Manfred aus Bielefeld seinen roten 9-qm-Lifter zuerst in der Luft, stabilisierte damit seine Muräne und einen Bären.
    Mitglieder vom "DrachenClub Paderborn" hoben mit ihrem schwarzen Lifter "Wickie" und "Faxe" in die Luft, im Wechsel mit einem großen Lurch.


    Leo führte mehrfach vor, wie man zeitgleich zwei Zweileiner dirigiert. Leider wurde er am Nachmittag Opfer der manchmal tückischen Windverhältnisse: Plötzlich blieb der Auftrieb aus und beide Lenkdrachen landeten zielsicher dicht nebeneinander in der Krone eines hochgewachsenen Kirschbaumes. Alle Versuche, sie durch Ziehen an den Lenkleinen oder Herausheben per Lifter-Kite zu befreien, scheiterten - der drachenfressende Kirschbaum gab seine Beute nicht so einfach wieder her. :-/
    Nur wenige Eingeweihte wissen, wie Leo seine guten Stücke zurückbekam... :-o (mit verhältnismäßig geringen Beschädigungen, die durch die ersten Rettungsversuche entstanden sind).
    Dafür flattern aber nun drei kleine Kinderzappeldrachen schlichtweg unerreichbar in den Zweigen.


    Zu meinem Spiegelei, pfadfindermäßig auf Stein gebraten, bin ich an diesem Sonntag übrigens nicht gekommen. Wahrscheinlich wäre es ohnehin nicht geflogen! :-O

    Hi!


    Hänge hier nochmal ein paar Fragen an, hoffentlich passend zum Thema:


    • Sind die Pfeilschäfte standardmäßig zylindrisch? (Konisch nur, wenn's explizit angegeben ist?)
    • Wenn ihr Pfeilschäfte in der LK eines Revs nutzen wollt, wie (Womit?) mufft ihr dann die Schäfte, sodass sie zwecks Transport noch zerlegbar sind?

    @ Micha:
    Sorry fürs späte Reinschauen in diesen Thread... Hatte größere Reparaturarbeiten an meinem (einzigen) Kastendrachen durchzuführen. Da morgen der Wind "ein wenig" auffrischen soll (s.o.), muss die Kiste wieder ran!


    @ Georg:
    Danke fürs Einspringen als Antwortgeber. Wirklich schön beschrieben! :H:
    Leider ist dein Link zur Karte nicht funktionabel... :O Ich will mich da nicht einloggen!



    Ergänzende Informationen zum Drachenfest: Klick mich!