Hallo Rüdiger,
den senkrechten Verbinder würde ich auf keinen Fall biegen, das wird nichts und sieht komisch aus. Dann gib ihm lieber weniger Spannung. In den alten Roloplanen ist auch Tonkin drin (Bambus-Sorte) und das lässt sich biegen. Probiere es aus.
Dass die senkrechte Stabtasche vorne liegt könnte damit zu tun haben, dass Richard Steiff bei den ersten Roloplanen vorne ein Kielsegel dran hatte. Erst später (im Patent) hieß es dann, dass der Drachen ohne stabilisierenden Kiel fliegt.
Die Winkelverbinder brauchen keine Führung, das klappt seit weit über 100 Jahren so
.
Den Hinweis von Dennis-the-menace kann ich bestätigen: mach die Verbindungsbänder zwischen den Segeln so, dass die äußeren straff sind (also genau so lang wie der Abstand zwischen den Segeln am Kiel) und die inneren etwas länger, vielleicht einen Zentimeter. Dann kann der Wind besser abfließen.
Genauso mache ich es auch unten: da lasse ich die inneren Spannbänder etwas lockerer als bei einem Baumwoll-Roloplan.
Ob das beim Willi-Koch-Design notwendig ist, kann ich aber nicht sagen.
Ich würde die Rasterstreifen 4cm breit machen, nicht 5cm. Denn das Segel ist nicht so groß.
Dass er fliegen wird glaube ich schon.
Wenn es nicht klappt, machen wir das im nächsten Jahr auf Fanø.
Ich habe mal einen 120/2er komplett aus Gaze gebaut. Er hat einen schlechten Steigwinkel, fliegt aber.
Und aus einer Rettungsdecke habe ich auch einen, ich glaube 100/2. Fliegt wunderbar.
Aus Fahnenstoff habe ich schon 150/3 und 180/3 gebaut. Fliegen allerbestens.
Und aus Spinacker habe ich einen 240/2.
Letztendlich ist alles eine Frage der Waageeinstellung.