Beiträge von komadako

    Hallo nochmal,


    das mit der Eintönigkeit kenne ich, habe ja schließlich schon zwei Centipeden gebaut, eine davon mit 51 Scheiben (ohne Kopf), die andere hat 33 Scheiben.
    Was in den Beschreibungen fehlt ist, daß man auf jeden Fall für die Verbindungsleinen reckarme Schnur verwenden sollte, z.Bsp.: Kevlar. Die Kevlarschnur, die ich genommen habe, habe ich dann auch nochmal mit dem Auto vorgereckt. Das ist ganz wichtig, damit sich der Abstand zwischen den Scheiben nicht verändert. Die 3 letzten Scheiben sollte man etwas steiler einstellen, damit sie im Flug nicht rumeiern.
    Das Buch habe ich übrigens auch, wirklich nicht schlecht, auch wenn manche Pläne aus der Zeit gefallen sind, was das Material angeht. So findet man z.Bsp. noch veschiedentlich Epoxystäbe, die man heute nirgends mehr bekommt.
    Aber als erfahrener Drachenbauer weiß man sich ja zu helfen.


    Grüße: Horst

    Ja, hallo


    Ich bin ganz Deiner Meinung, es ist schon ein wunderschöner Drachen. Über das Start- und Flugverhalten kann ich Dir allerdings nichts sagen, denn leider ist es nicht meiner und den stolzen Besitzer kenne ich auch nicht.


    Ich denke aber, daß der Drachen wie ein normaler Centipede (was er ja auch ist) gestartet werden kann, also bei gutem Wind aus der Hand, mit der letzten Scheibe beginnend, immer eine nach der anderen, bis zum Kopf, und dann die Leine auslassen. Bei weniger Wind mit einem Hochstart, bei dem der Drachen ganz ausgelegt wird, alle Scheiben auf dem Rücken liegend, dabei mit dem Kopf das Auslegen beginnen. Sind alle Scheiben ausgelegt, mit einem Ruck den Drachen hochziehen. Gut, beim Millestelle wird ein Hochstart bestimmt besser mit einem Helfer klappen, wegen der unteren Sternspitzen.


    Die Bilder zeigen den Drachen mit einer 3-Punkt Waage, also nicht als Zweileiner wie das Original. Das hast Du aber bestimmt gleich gesehen. Im besagten Buch ist auf Seite 490 ein ähnlicher Millestelle mit 3-Punktwaage abgebildet.
    Einen guten Bauplan in deutsch findet man neben dem Schimmelpfennigbuch (Phantastische Drachenwelt) auch im Drachenmagazin 6/1996. Dort ist auch der entsprechende Kopf gut beschrieben.


    Gruß: Horst

    Interessante Methode. Die funktioniert jedoch nur, wenn man weißes Tuch als Hintergrund hat. Bei farbigem Tuch, z.Bsp. gelb, muß man doch freischneiden, da sich sonst das gelb mit dem andersfarbigen Applikationstuch, z.Bsp. blau, vermischen würde und man dann ein grün sehen würde.


    Gruß: Horst

    2. Beim Säumen der Kanten ist es mir nicht so recht gelungen, die wirklich ganz sauber gerade hinzubekommen. Auf dem Foto ist das nicht so sichtbar, aber die Kante hat immer kleine Wellen, weil ich es beim Falzen und Vorkleben nicht geschafft habe, den Falz perfekt gerade zu bekommen.

    Hallo, schau Dir bitte mal die Planzeichnung für einen Sanjo Rokkaku genau an. Was fällt Dir auf? Genau!! der Drachen soll aus 6 Segelteilen genäht werden. Der Grund dafür ist der Fadenverlauf der Teile, der immer parallel zur Einfaßkante sein soll. Das heißt, der Kettfaden soll parallel, der Schußfaden senkrecht zu Segelkante verlaufen.(ist in der Zeichnung angegeben) Wenn dieser Sanjo aus einem einzigen Segelteil gemacht würde, so würden beim Einfassen mir dem Einfaßapparat die schrägen Seiten gedehnt, da hier diagonale Fadenverläufe an den Aussenkanten sind. Es bilden sich dann die Wellen.
    Nimm einmal ein Stück Stoff und ziehe ihn mit den Händen auseinander. Wenn Du diagonal zu den Kett-und Schußfäden ziehst, so wirst du feststellen, daß der Stoff sich dehnt. Ziehst Du aber so, daß Schuß und Kettfäden parallel, bzw. senkrecht zur Zugrichtung verlaufen, so dehnt sich der Stoff kaum. Dies könnte doch der Grund dafür sein, daß sich bei deinem Patchworkdrachen kleine Wellen an den Aussenkanten gebildet haben.


    Gruß: Horst


    Hallo alle,
    ich nehme auch den Prittstift, habe auch schon mit dem Klebeband gearbeitet. Wichtig ist bei beiden, daß die Nadel nicht verklebt, aber das tut sie, wenn man länger damit arbeitet. Dafür gibt es Fadenöler. Ich habe meinen ganz einfach mit einer durchbohrten Wäscheklammer und einem Kosmetik-Pad selbst gemacht. Das Pad wird mit Nähmaschinenöl getränkt und in die Klammer geklemmt, wo dann der Oberfaden durchläuft. Funktioniert schon seit Jahren wunderbar.


    Hallo Kristan,
    bei Deinen vorgeschlagenen Varianten kommt eigentlich nur B in Frage, und zwar bei allen Segeln. Wichtig ist, daß sich die Kanten der Segel nicht dehnen, wenn sich die Segel unter dem Winddruck aufblähen. Bei Baumwolle ist es auch wichtig, daß sie vorgewaschen ist. Es gibt natürlich noch andere Möglichkeiten; Du kannst auch ein Nahtband in die Säume einnähen. Wenn Du, wie angegeben die Variante A durchführen würdest, so hättest Du zwar die Kanten vorübergehend unter Spannung, aber sie würden sich nach kurzer Zeit auch dehnen.
    Beim klassischen Eddy von Holm Struck ist es so gemacht, daß es an allen vier Segelkanten Hohlsäume gibt. In diese wird dann eine umlaufende Saumschnur eingezogen, wobei an den Ecken lose Schlaufen stehen gelassen wurden. Nachdem das Segel auf das Gestell aufgespannt wurde, kann man es ausrichten und anschließend werden die Saumschnüre an den Ecken mit der Hand angenäht (fixiert). Anschließend kann man mit der Nähmaschine nochmal drübernähen.
    Beim Marconi-Drachen nach Hermann Reincke (Baupl. im Sport§Design 1994/ Jan/Febr.) wird die Saumschnur zuerst umlaufend festgenäht mit exakt gleichen Schlaufen an den Ecken, anschließend wird gesäumt.
    Aber um nochmal auf Dein Problem zu kommen: Wichtig ist, daß sich die Segelkanten unter Spannung nicht dehnen, egal nach was für einem System Du arbeitest.


    Gruß: Horst

    Zusätzlich sind die Querstäbe oben zur Spitze, unten zum Kielende abgespannt, da ja hier nicht die Stoffkannte von der Nase/Kiel zu den Spreizenenden eine Spannung erzeugt.

    Hallo, hast Du schon mal versucht, diese Abspannungen zu lockern, bzw. weniger Spannung zu geben? Dadurch würden sich die Spreizenenden etwas aufeinander zu bewegen, wodurch der Drachen ein klein wenig Yakko-ähnliche Tunnels an den Aussenkanten bilden würde, was zur Flugstabilität beitragen würde. Natürlich nicht zu viel lockern, das würde Schei.. aussehen.


    Gruß: Horst

    Hallo Faltsternbauer, dieses Foto bekam ich von einem Drachenfreund aus Freiburg, der es wiederum aus der Schweiz geschickt bekam. Ich habe mir gedacht, ich kann es Euch nicht vorenthalten und wünsche Euch allen dasselbe.
    Grüße : Horst

    Hallo Thomas,
    gut, daß Du Dich für Hermanns Methode entscheiden willst. Ich kenne die Drachen vom Hermann und viele sind so gebaut, z.Bsp. dieser hier: http://www.drachenwiki.de/index.php/Hermann%27s_Brogden. Fliegen tun sie natürlich alle sehr gut.
    Einen Schnurbund herzustellen ist gar nicht so schwer. Du must quasi ein Takeling machen. Für einen Cfk-Stab mit 12mm Außendurchmesser sollte die Takelage mindestens 3cm lang sein. Bevor Du jedoch damit anfängst, mußt Du den Stab auf diese Länge mit ganz feinem Schmirgel (ca. 240er) leicht anrauhen, damit der Kleber, mit dem Du am Schluß den ganzen Wickel einstreichen mußt besser hält. Man muß den Schnurbund verkleben, weil er sonst mit der Zeit auf dem glatten CfK verrutschen würde.
    Hier ist gut erklärt, wie man einen Takeling herstellt :

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    Im Gegensatz zum Video schneide ich die Enden mit einer Schere bündig ab. Zum Verkleben nehme ich Epoxyd-Harz-Kleber.


    Gruß: Horst