Beiträge von Beholder

    Zitat

    ...
    Ist die 2.0 jetzt genau die falsche Matte weil für geringen Wind zu klein, für viel Wind zu groß? Wären 3.0 plus eine kleinere 1.5 die bessere Wahl, um alles abzudecken oder bin ich noch zu unerfahren für viel Wind und die 2.0 passt dafür und für wenig Wind käme dann noch eine 3.0 oder 4.0 dazu?


    Zu klein oder zu groß gibt es praktisch nur in Bezug auf die Windstärke. ;)
    Aus meiner Sicht lag es bei dir am 2. Tag an der Unerfahrenheit. War ja, wenn ich es richtig verstanden habe, erst dein zweiter Tag mit einem 4-Leiner überhaupt.
    Dass es bei weniger Wind halbwegs klappt, lese ich aus deiner Beschreibung des ersten Tages heraus.
    Aber es wäre etwas zuviel erwartet, wenn du am ersten Tag das Gefühl für die Bremse schon so weit entwickelt hättest, dass du bei mehr Wind (und somit auch höherer Fluggeschwindigkeit und höherer Zugkraft) unter Stress und in kritischen Situationen alles souverän in der Hand hast.
    Klar, 1.5er + 3.0 wäre auch eine Möglichkeit gewesen (wobei eine 1.5er i.d.R. noch schneller fliegt und agiler ist als die 2.0er).
    Aber mach dir keinen Kopf. Die 2.0er passt und für weniger Wind kommt so oder so noch was größeres dazu. Würde ich an deiner Stelle aber erst dann kaufen, wenn du nach mehreren Wochen des Fliegens deine Beamer unter allen Bedingungen voll im Griff hast.
    Denn dann kann es gut sein, dass du als größeren Kite keinen Einsteiger/Allrounder mehr willst, sondern möglicherweise etwas fordernderes, wie z.B. einen Intermediate oder sogar Hochleister.
    Will damit sagen, dass dich ein jetzt gekaufter 4.0er Einsteiger in einigen Monaten vielleicht nicht mehr so zufriedenstellt, wie er es derzeit wohl noch täte. ;)


    Gruß

    Zitat

    ...der Kite sollte bei Windstärken von 2-6 Spaß machen.


    Das kommt darauf an, wie du "Spaß" definierst. ;)
    Im Ernst, für einen Handlekite ist das ein sehr großer Windbereich. Das müsste was sein, was bei 2 Bft gerade so in der Luft zu halten ist und das du dann bei 6 Bft gerade so am WFR noch halten kannst.


    Bei dem Punkt, dass es im Laufe der Zeit eh nicht bei einem einzigen Kite bleiben wird, kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen.
    Und meine rein persönliche Ansicht und Empfehlung wäre, erst einen kleineren Kite um die 3 m² zu kaufen (Einsteiger/Allrounder, maximal Intermediate).
    Mit dem kannst du dich in Ruhe erstmal vertraut machen und bei 3 Bft (je nach Modell vielleicht auch schon bei 2 Bft) anfangen, weitgehend gefahrlos zu fliegen und zu lernen. Diese Größe musst du später auch nicht so schnell einpacken, wenn der Wind deutlich stärker ist.
    Lass dich jedenfalls von einer kleineren m²-Zahl nicht täuschen. Bei entsprechendem Wind zieht dich auch ein 3 m²-Kite rustikal vorwärts.
    Ich kann dir jedenfalls nur davon abraten, dir am Anfang etwas um die 5-6-7 m² zu kaufen, weil du vielleicht der Meinung bist, dass
    a) bei dir im Binnenland eh nur wenig Wind ist
    b) du mit 100 kg was größeres brauchst
    c) du gleich zu Anfang was großes zum Buggyfahren willst


    Einen größeren Kite kannst du später immer noch dazu kaufen und zwar am besten dann, wenn du weißt, was dir liegt und in welche Richtung es dich zieht. Dann ist auch die Chance deutlich größer, dass du für ein größeres Modell nicht eine höhere Geldsumme durch einen Fehlkauf in den Sand setzt. :)


    Gruß

    Zitat von hinterlufer

    Ich hatte genau das gleiche Problem. Die Lösung war, dass ich die Steuerleinen verkürzt hab. Jetzt kann ich durch anpowern mein Kite ganz einfach im WF halten. Dabei geht er mehr oder weniger in den Backstall was aber auch die Lösung dafür ist.
    ...


    Beziehst du dich jetzt auf das Standfliegen?
    Wenn du deinen Kite während dem Fahren in den Backstall kriegst, dann hast du schon viel zu stark angepowert bzw. die Backlines zu stark verkürzt. Dadurch verschenkst du Leistung.
    Wenn du der Meinung bist, dass dein Kite zu schnell an den WFR geht, dann halte ihn doch mit sinusen in der Softzone.
    Soll schon Wunder gewirkt haben... ;)



    Ganz allgemein gesagt: Ein richtig getrimmter Depowerkite sollte bei wenig Wind aus dem Zenit langsam in den Backstall gehen, wenn man die Bar ganz herzieht, also voll anpowert.
    Macht er das auch bei mehr Wind noch, dann sind die Backlines zu kurz bzw. die Frontlines zu lang --> Feineinstellung über den Adjuster
    Das kann natürlich jeder nach seinem Gutdünken einstellen.


    Und mach dir nicht soviel Gedanken um das Boarden. Wie mindestens 2 Vorredner schon sagten, ist das Verhalten während dem Fahren ein anderes, als beim Fliegen aus dem Stand.
    Wenn man ihn nicht radikal durch Anbremsen ausbremst, dann kann ein Kite gar nicht anders, als immer weiter zu fliegen, bis er am WFR ist. Bewegst du dich dagegen schnell genug mit (z.B. mittels KLB, Buggy, etc.), dann kommt er dort nicht an und dir scheint es, als wäre er irgendwo in der Softzone wie angenagelt. Das Ganze hängt natürlich von der Windstärke, der Kitegröße, dem Rollwiderstand, deinem Können etc. ab.


    Und freu dich, dass er an den WFR will. ;)
    Wenn der Wind in Böen stark zunimmt und du ziemlich überpowert bist, dann kannst du durch hartes Anluven deine Fahrgeschwindigkeit verringern und den Kite dadurch an den WFR zwingen, wo du die Böen besser aussitzen kannst.


    Beim Standfliegen kann ein korrekt getrimmter Depowerkite allein durch Anziehen der Bar nicht im Windfenster stehen bleiben.
    Und wenn du die Backlines derart verkürzt, dass du ihn während dem Fliegen in den Backstall zwingen kannst, dann ist die Strömung an der Fläche schon längst abgerissen und du hast weniger Leistung, als du eigentlich haben könntest.


    Zitat

    Ist anpowern gleich anbremsen ?
    Wenn man einen Depowerkite an den Windfensterrand schickt und er dort stehen bleiben soll,
    muss man dann anpowern damit er dort stehen bleibt ?


    Zu deiner 1. Frage:
    Bis zu einem gewissen Grad bremst man einen Depowerkite an, wenn man ihn anpowert. Wie du sicher schon längst weißt, wird im Gegensatz zu einem Handlekite nicht nur die Schleppkante herunter gezogen, sondern auch der Anstellwinkel des gesamten Flügels verändert. Es ist nicht gewollt, dass dies bis zu einem Maße geschieht, dass die Strömung komplett abreisst, der Flügel dadurch nicht nur massiv an Leistung verliert, sondern auch instabil wird und rückwärts fliegt. Ausnahme: Beim Landen mit der Bremsleine (bzw. beiden Backlines), sowie beim Rückwärtsstart.


    Zu deiner 2. Frage:
    Das hängt davon ab, was für Windbedingungen du hast und welcher Kite am anderen Ende der Leinen hängt. Ein Einsteigerkite ist von vornherein eher daraufhin konstruiert, nicht zu überschießen bzw. ein nicht so großes Windfenster zu haben (was den Winkel angeht), so dass er vorher stoppt und stabiler bleibt. Ein Hochleister geht grundsätzlich weiter gegen den Wind, wo er potentiell instabiler ist. Durch seine höhere Fluggeschwindigkeit und seinen geringeren Widerstand fliegt er auch eher über den WFR hinaus, wenn er nicht angebremst wird.
    Mit beiden wirst du jedenfalls bei konstantem Seewind deutlich weniger bis keine Probleme haben, als bei böigem Binnenlandwind. Bei letzterem empfiehlt es sich bei den meisten Kites, zwecks größerer Stabilität mehr oder weniger anzupowern.


    Auch wenn ich hier noch 2 h schreiben würde....am besten verstehst du die Sache, wenn du rausgehst. ausprobierst und beobachtest. :)


    Gruß
    - Editiert von Beholder am 23.05.2013, 15:42 -

    Zitat von hinterlufer

    ...
    Die Neo scheidet für mich aus, da sie laut diversen Berichten langsamer ist und weniger Hangtime/Lift hat als die Matrixx.
    ...


    Du scheinst deine Kites tatsächlich danach auszusuchen, was irgendwo auf (virtuellem) Papier steht.
    Sicherlich hat die Matrixx mehr Lift/Hangtime und fliegt schneller. Ja doch.
    Aber wie sich ein Kite tatsächlich fliegt und was er sonst noch für Eigenschaften an den Tag legt, das kriegst du nur raus, wenn du ihn mal fliegst.
    Und diese Erfahrung sorgt in der Regel für ein Aha-Erlebnis.
    Entweder weil du dann in deinem Fall weißt, dass die Matrixx dir liegt. Oder aber, weil du möglicherweise siehst, dass eine Neo 2/3 mehr Lift und Hangtime hat, als du verträgst und dazu noch in widrigen Bedingungen problemloser ist, als die Matrixx.


    Welcher Kite der passendere für dich ist, kannst du letztendlich nicht anhand Aussagen anderer beurteilen.
    Das Fluggefühl eines Kites kann dir hier keiner vermitteln, egal wieviel Seiten man dazu schreiben mag.
    Gensowenig kann keiner hier wissen, welcher Kite dir am besten liegt.


    In Kürze:
    Einen Kite muss bzw. sollte man selber geflogen haben.
    Da bringt es nicht viel, wenn der Schwager der Freundin deines Nachbarn sagt, dass die Matrixx mehr Lift hat. ;)


    Gruß

    Zitat von wh00t

    Die Frenzy ist gut! Vielleicht nen neueres Model. Aber sonst sehr empfehlenswert!


    Warum ein neueres Modell?
    Was war an der 2010er so schlecht, dass man sie im Jahre 2013 nicht mehr fliegen sollte?



    Zitat von Massive

    Ich nochmal,


    wie siehts für den Einstieg mit einer North Husky LTD 7,3 aus? oder Ozone Frenzy FYX 9qm 2010???


    Empfehlenswert?


    Die Frenzy wurde sicherlich nicht für Einsteiger entworfen.
    Dafür gibts geeignetere Kites, wie z.B. die Access oder die Apex von HQ.
    Nichtsdestotrotz kann man auch mit einer Frenzy einsteigen, wenn man jemanden dabei hat, der sich mit der Sache auskennt und einem Hilfestellung gibt (ist als Depower-Anfänger aber auch bei Einsteigerkites zu empfehlenswert).
    Dass man erstmal im unteren Windbereich anfangen sollte (<= 3 Bft) versteht sich hoffentlich von selbst.


    Gruß
    - Editiert von Beholder am 18.05.2013, 12:59 -

    Zitat

    Nur so nebenbei, ich laufe dabei gar nicht sondern nutze den Schwung den das Kite beim durchfliegen des WF bekommt um die Luv-Phase so kurz wie möglich zu gestalten.


    "Nur so nebenbei"...
    ...ein 360er ist kein Rumgetellere in Zenitnähe.
    Der wird in Bodennähe geflogen. Den fliegst du bei 4 Bft garantiert nicht mehr.
    Und nur aus dem Stand schon gleich zweimal nicht.


    Aber das Video würde ich trotzdem gerne sehen. :)

    @ DaMad


    Du schreibst, dass du die Magma 2.0 seit einer Woche hast.
    Freut mich für dich, dass du soviel Spass dabei hast. :)


    Hier meine persönliche Ansicht zu deiner Situation:
    Du wirst bei deiner Begeisterung vermutlich recht schnell immer besser werden und deine Flugkünste verfeinern.
    Und möglicherweise werden sich auch deine Ansprüche an zukünftige Kites verändern/weiterentwickeln.
    Auch wenn du jetzt mit einer größeren Magma liebäugelst, kann es somit durchaus sein, dass du in einigen Monaten ein anderes Modell wählen würdest (weil du die Magma eben schon kennst und irgendwann was anderes fliegen willst oder weil du etwas fordernderes möchtest).


    Darum wäre es vielleicht eine Alternative, erstmal mit der 2.0er weiterzufliegen und noch einige Wochen abzuwarten, um zu sehen, ob sich der Wunsch nach einer zweiten Magma verändert.
    Da du ja schon im Lübecker Regional-Stammtisch drin bist, könntest dich in der Zwischenzeit mit anderen am Strand/auf der Wiese verabreden und vielleicht auch mal andere Modelle fliegen. So bekommst du ein Gefühl für die Unterschiede und für das, was dir am besten liegt.
    Wenn du dann immer noch die Magma als größeren Kite willst, dann kannst ja immer noch eine kaufen. Die laufen nicht weg. :)


    Gruß

    Zitat von ruffys


    Fals du das bei 1:10 meinst, da is sie überschossen, macht sie jetzt nicht mehr, übung halt^^
    ...


    Das kann sowohl durch fehlende Erfahrung, als auch durch heftige Böen oder durch Wirbel vorkommen. Das kommt manchmal halt vor.
    Mir ging es eher darum, "wie" sie nach einem Klapper reagiert. Das zeigt die Stelle bei 1:10 recht gut, denn diesen Zustand habe ich schon sehr oft gesehen.
    Ich gestehe es einer Matte sehr wohl zu, dass sie in schwierigen Bedingungen klappt (von Steuerfehlern des Piloten ganz zu schweigen ;) ), besonders an meinem Homespot, der direkt hinter einer Hangkante liegt, durch die eben bei entsprechendem Wind Leewirbel erzeugt werden.
    Da klappt jeder Kite. Der eine früher, der andere später.


    Nur:
    Die Art und Weise, wie er das macht bzw. wie leicht er sich in der Luft wieder auseinander ziehen und retten lässt, das macht den Unterschied.
    Und die Montana VI mit ihren weit nach unten gezogenen Tips, die sich gern um alles mögliche legen und verwickeln, war bzw. ist in der Hinsicht leider nicht so berühmt gewesen.
    Das hat auf Dauer leider die guten Eigenschaften (gute Leichtwindtauglichkeit, agil, auch in gedepowertem Zustand gut drehend, viel Depower) überwogen, die sie ja durchaus hat. (Für mich persönlich ist die Matrixx die bessere Montana. :) )
    Wie schon weiter oben erwähnt konnte ich die VIIer nicht lange genug testen, um sagen zu können, ob sie diesbezüglich stabiler und weniger anfällig ist.


    Gruß

    Zitat

    Es ging lediglich darum das ich beim losfahren den kite kurbeln muss zum Druckaufbau, er aber irgendwann wie genagelt am himmel war und das wollte ich nur wissen wie das passiert ist, habe aber selber bissi nachgedacht und dann ist der Groschen gefallen.


    Ich sehe die Sache so (korrigiert mich, wenn ich falsch liegen sollte), dass man beim Losfahren den Kite deswegen viel bewegen muss (natürlich abhängig von Kitegröße, Windstärke, Eigengewicht und Untergrund/Rollwiderstand), weil er sonst zu schnell am WFR wäre (fast wie beim Standkiten).
    Darum versucht man ihn durch sinusen, eventuell auch loopen, in der Softzone (bei wenig Wind auch in der Powerzone) zu halten, um genügend Druck zu haben und erstmal selber Geschwindigkeit aufzubauen (zur Not auf einem Raumwindkurs), bis man zusammen mit dem Kite genügend Fahrt aufgenommen hat und an diesem genug Strömung anliegt, so dass ein Stellen möglich ist.


    Oder anders formuliert:
    Wenn man mal fährt, dann will er zwar nach wie vor an den WFR, aber da man sich ja, im Gegensatz zum Standkiten, mitbewegt, kann er dort nicht ankommen und hängt somit irgendwo in der Softzone fest. Wo genau, kann man durch an-oder depowern bzw. bei Handlekites durch Einsatz der Bremse bestimmen. :)


    (Daraus ergibt sich auch, dass Kites, die von sich aus eine höhere Fluggeschwindigkeit haben, beim Anfahren mehr bewegt oder auch angebremst werden müssen, damit sie in der Softzone bleiben, weil sie sonst zu schnell am WFR wären. Mit diesen Kites sind dafür normalerweise beim Fahren u.a. bessere Kreuzkurse möglich.)


    Gruß
    - Editiert von Beholder am 11.05.2013, 00:25 -

    Zitat von hinterlufer

    ...
    Nur hab ich mit der Apex lust aufs springen (mit und ohne ATB) bekommen. Klar lift hat sie kaum aber wenn der Wind stärker wird kommt man schon etwas rauf (mit großer Vorsicht natürlich).
    Ich bin mir im klaren, dass ich im Moment wahrscheinlich nicht für einen Hochleister bereit bin, jedoch juckt es mich schon unter den Nägel, einen neuen Kite zu kaufen. Ich will mir das neue Kite noch nicht jetzt kaufen, jedoch würde ich gerne schon jetzt die Auswahl treffen um den Gebrauchtmarkt zu beobachten und bei einem gutem Angebot zuschlagen kann. Konkret habe erst im März vor, mir das neue Kite zu kaufen um bis daher noch viel Erfahrung mit der Apex sammeln zu können.
    ...


    Ist 'ne gute Idee, mit einem Kauf noch zu warten, bis du soweit bist.
    Kannst es ja als Herausforderung für dich betrachten, mit der Apex deine Technik zu verfeinern.
    Auch wenn sie mit einem HL konstruktionsbedingt logischerweise nicht mithalten kann, so kannst du mit ihr höher spirngen, als du ihr derzeit vielleicht zutraust. :)


    Zitat

    Es sollte möglichst eines der momentan "besten" Kites sein


    "Den" besten Kite wird es kaum geben, da dies sehr von den eigenen Vorlieben abhängt. Nur als Bsp:
    Es gibt welche, die auf die Speed 3 (ein Kite, der eher gestellt geflogen wird) schwören, und es gibt andere, die einen agilen, wendigeren Kite wollen, der sich gut sinusen und loopen lässt (um z.B. in den Bergen einen steilen Hang hoch zu kommen).
    Bei den von dir schon genannten Kites unterscheiden sich z.B. die Speed 3 und die Matrixx doch sehr deutlich im Flugverhalten.


    Auch wenn du derzeit in deiner Gegend noch keine weiteren Kiter kennst, ergibt sich vielleicht dennoch hier und da eine Testmöglichkeit, so dass du dir bis zum kommenden Jahr zumindest einen groben Überblick verschaffen könntest, wie sich einzelne Modelle fliegen und ob sie dir liegen (oder eben nicht). Könntest auch bei den Herstellern anfragen, wo es Testmöglichkeiten gibt oder ob dir sogar ein oder zwei Testkites geschickt werden können.


    Hatte die Neo 2 in 11 m² mal zum Testen hier und fand die sehr stabil (Klappverhalten) und sehr einfach rückwärts zu starten.
    Wie die Neo 3 ist, weiß ich nicht, aber die dürfte nicht schlechter geworden sein. ;)
    An Closed-Cell-Kites fallen mir noch die Lynns ein. Aber mit denen kenne ich mich rein gar nicht aus, da mögen andere was dazu sagen.


    Was mir gerade noch auffällt:
    Soll dein zukünftiger Kite deine Apex ergänzen oder ersetzen?


    Gruß

    In dem Video sieht man an einer Stelle ganz gut, wie sich in der Luft zusammenknäult. Die langen Tips verheddern sich gern in der Waage. Meistens kann man es noch retten. Aber zu oft eben auch nicht.
    Wie schon mehrmals erwähnt: Es kommt auch auf die Windbedingungen an.


    Zitat von ruffys

    Mitlerweile fliegt sie natürlich besser^^

    Sie oder du? ;)



    Zitat von Blacksmith

    das sieht so aus als würde er teilweise nen rev fliegen :)
    ach die guten alten rev-zeiten :SLEEP:


    Also um ehrlich zu sein: Seit ich meinen Stab-4-Leiner halbwegs beherrsche, kann ich auch aus meinen kleinen Matten beim Standfliegen deutlich mehr rausholen (natürlich mit gewissen konstruktionsbedingten Einschränkungen). Das hat mir persönlich schon recht viel gebracht, nicht nur von der Motorik, sondern auch weil ich an manche Manöver vorher nie gedacht hatte.


    Gruß

    Zum Großteil kann ich mich Adam nur anschließen.
    Ich hatte die 12.5er M6 und fand sie bei halbwegs gleichmäßigem Wind super. Wenn man schon Erfahrung mit Depowerkites hat, dann wird einem die M6 bei solchen Bedingungen Spaß machen.
    Wird der Wind böiger (bekanntermaßen im Binnenland) und verwirbelter (abhängig vom Spot), dann benötigt sie recht viel Aufmerksamkeit und will ständig angebremst und stabilisiert werden, damit die Tips nicht zu sehr nach innen klappen. Letzteres passiert bei verwirbeltem Wind aber dennoch öfter als einem lieb ist (retten kann man sie oft auch mit der Bremsleine).
    Und wenn sie klappt, dann verwickelt sich gern ein Tip einseitig nach innen und oben um den Kite herum, so dass man sie in der Luft nicht mehr öffnen kann und sie am Boden wieder auseinandergezogen werden muss --> Hinlaufen (Eine 13er Frenzy aus 2010 war da deutlich unproblematischer.)
    War für mich ebenfalls ein Grund, zur 15er Matrixx zu wechseln, die eben schon durch ihre Bauweise stabiler ist.


    Rückwärtsstart der 12.5er ist in ihrem unteren Windbereich auch so eine Sache, da sie ein sehr feines Händchen will. Der Bereich, in welchem der Kite zum einen noch nicht abhebt (weil man die Bremsleinen zu wenig gezogen hat), und zum anderen die Schleppkante umklappt (weil man schon zuviel gezogen hat und er somit erst recht nicht startet), ist sehr klein.
    (Eine Apex 2, Neo 2 oder auch Frenzy startet dagegen quasi von allein rückwärts.)


    Die kleineren Größen der M6 mögen da nicht so problematisch sein, die kenne ich nicht. Ich kann nur von der 12.5er berichten.
    Doch erst Anfang April an der Wasserkuppe bei richtig böigem Hack-Wind beobachtet:
    Meine 9er Frenzy ließ sich bei einigen Vollklappern praktisch jedes Mal wieder fangen (manchmal war auch die Bremse nötig).
    Eine 9.5er M6, die zur gleichen Zeit rumfuhr, faltete sich öfters gleich komplett ein und blieb am Boden liegen.


    Eine 14er M7 konnte ich bis jetzt nur aus dem Stand fliegen und eine 9er M7 nur für kurze Zeit beim Snowkiten. Bei beiden mag ich mir aufgrund der zu kurzen Testzeit kein Urteil im Vergleich zur M6 bilden. Wie gesagt, bei halbwegs gleichmäßigem (und vor allem unverwirbeltem) Wind gehen die alle gut.


    Eine andere Frage würde ich aber dir stellen wollen:
    Auf welche Größe hast du denn ein Auge geworfen?
    Eine 9er/9.5er hat mit großer Wahrscheinlichkeit so viel Überschneidung mit deiner 8er Unity, dass sich ein Kauf meiner Meinung nach nicht lohnt.
    Und wenn du schon eine 15er Speed hast, dann sehe ich da ebenfalls viel zu viel Überschneidung mit einer 12,5er M6.
    (Wenn beim Snowkiten der Wind zu schwach für die meisten Kites war, dann habe ich, von Handlekites mal abgesehen, nur noch 15/19er Speed 3, 13er Frenzys, die großen Montanas und die 15er Matrixx gesehen.)


    Gruß


    Edit: Rechtschreibung
    - Editiert von Beholder am 08.05.2013, 18:07 -

    (Vorweg: Die Windverhältnisse von Tempelhof kenne ich nicht. :) )
    Wenn du schon etwas Depower-Erfahrung hast und es am Anfang bei wenig Wind erstmal langsam angehen lässt, dann kann es durchaus eine Matrixx sein.
    Ich würde dir bei deinem Gewicht zu einer 15er raten, weil du damit einfach früher vorwärts kommst. Für mich (75 kg ohne Ausrüstung) war die 15er im vergangenen Winter fast der meistgenutzte Kite, nur noch übertroffen von einem 12er Handlekite, der noch früher losgeht.
    Damit will ich sagen, dass im Binnenland die Tage mit weniger Wind überwiegen. Um einen weiteren Kite wirst du eh nicht herum kommen, wenn du einen halbwegs vernünftigen Windbereich abdecken willst. Und dieser zweite Kite kann dann deutlich kleiner sein, so dass du auch bei mehr Wind noch raus kannst.
    (Unter der 15er Matrixx habe ich noch eine 9er Frenzy und für mich persönlich sehe ich dazwischen keinerlei Bedarf für einen weiteren Kite. Für mich ist da keine Lücke.)


    Ob eine Matrixx der Kite ist, der zu dir passt, kann ich natürlich nicht sagen. Das musst du selbst herausfinden.
    Kann sein, dass ein anderer besser zu deinen Vorlieben und Ansprüchen passt.
    Am besten vor einem Kauf testen.


    Gruß

    Da der Zustand deines Kites nicht bekannt ist, kann dir das kaum einer genau sagen.
    Setz ihn doch einfach mal ins Verkaufsboard und warte ab, was passiert.
    Kannst ja deinen angesetzten Preis nach einer gewissen Zeit um den Betrag X reduzieren, wenn sich nichts tut.


    Vielleicht ist es ja ein Anhaltspunkt, wenn du dir den reduzierten Neupreis des Vorgängers anschaust, der vielleicht hier und da noch angeboten wird.


    Gruß

    Eine Empfehlung hängt auch teilweise von deinem Können ab, sowie dem, was du machen willst.
    Wirst du hauptsächlich fahren wollen und hin und wieder kleinere Sprünge machen?
    Oder weißt du jetzt schon, dass es dich in die Freestyle-Richtung zieht und dir viel Lift und Hangtime wichtig sind?
    Willst du ausschließlich einen Open-Cell-Kite?
    Oder kommt auch ein Closed-Celler in Frage (unabhängig davon, dass du nicht aufs Wasser willst)?


    Für eine präzisere Empfehlung braucht es schon noch mehr Infos.


    Abgesehen davon: Mit 100 kg brauchst du bei 10 m² schon ordentlich Wind. Ein Leichtwind-Kite ist das jedenfalls nicht mehr. (Edit: wurde vom Vorredner ja schon erwähnt).


    Gruß