Für mich liegen diese Gesprächstermine immer äußerst ungünstig, so das ich dort wohl nie dabei sein kann. Vorab möchte aber mal feststellen das wir uns hier nicht streiten müssen. Wir - als Windsportler aller Art - ziehen am gemeinsamen Strang mit dem ziel das Feld für unsere Aktivitäten nutzen zu können. Da brauchen wir keine Rivalitäten unter den einzelnen Sparten. Die sollten außen vor bleiben und höchstens intern geklärt werden. Gegenüber Grün-Berlin heißt es gemeinsam aufzutreten.
In diesem Zusammenhang begrüße ich die rege Aktivität Einzelner sehr und ich bin dankbar dafür das sie ihre Zeit dafür opfern um für uns alle die Flächen zu erhalten. Wichtig ist vor allen gegenüber außen stehenden klar zu machen das wir grundsätzlich keinen für dritte gefährlichen Sport betreiben aber wie immer im Leben Unfälle vorkommen können. So wie das bei jeder Freizeit Aktivität vorkommen kann. Gleichzeitig sollte darauf hingewirkt werden das eine einseitige Einschränkung nicht die alleinige Lösung sein kann. Vollkasko gibt es nicht. Natürlich sollten rudimentäre Regeln von allen eingehalten werden, aber das gilt auch für beide Seiten. Wenn ich jetzt auch noch spezieller werde und es nichts mit der Vermeidung von Unfällen zu tun hat: Haftpflichtversicherung ist erforderlich. Bitte nicht missverstehen, das soll keine Ausrede für Leichtsinnigkeit sein.
Da nun auch die Einleiner angesprochen sind und ich damit auch in Zugzwang komme mache ich mir schon seit dem Vorfall mit dem Radfahrer meine Gedanken dazu. Bekannter weise fliege ich meist Lifter mit großen Leinenschmuck und das am Rand der Wiese um Platz für andere zu lassen. Dazu kommt, das ich sonst keinen Anker habe, denn ich nutze dir dort liegenden Gullideckel, die zum Glück schwer genug sind. Die Drainagegitter zwischen wiese und Vorfeld sind leider doch nicht festgeschweißt, wie ich feststellen musste. Die habe ich schon raus gehoben
Andere Möglichkeiten bleiben mir nicht da ich nichts in den Boden stecken darf.
Was soll ich nun machen? Weg bleiben? Ich fliege dort zu meinen persönlichen Spaß und um das schöne Hobby zu präsentieren. Natürlich will man ja auch mal was zeigen und die Besucher geben mir recht. Eigentlich bin ich den ganzen Tag nur am plaudern mit allen möglichen Leuten. Drachen verbinden. Ich habe sogar schon für den Schweizer Rundfunk ein Radio-Interview gegeben. Die Dame war völlig hin und weg was wir auf dem Feld machen. Dazu kommen die ganzen Touristen und ich muss jedesmal mein Englisch aufpolieren um mich mit Indern, Japanern, Niederländern, Koreanern, Neuseeländern, Spaniern etc zu unterhalten. Das hatte ich alles schon.
Um jetzt die Kurve wieder zu kriegen: Was mache ich wenns windstill wird um mein Gespann zur Landung ansetzt? Das schweb langsam runter und ist schon oft passiert. Meistens parallel zur Landebahn wegen Westwind. Da liegen dann auch viele Leute auf der Wiese die sich dann wundern was da gerade einschwebt und ggf zudeckt (Octopuss). Fällt das unter Gefärdung? Muss ich damit rechnen das dabei jemand zu schaden kommt? Bislang war ich der Meinung, das dabei eigentlich nichts passieren kann. Viele kleine Kinder toben auch gerne unter dem Octi rum (ist ja nur ein kleiner) und ich habe mehr als ein Auge auf den. Die Eltern stehen daneben und gucken. Wenns zu wild wird und am Tentakel gezogen wird sag ich auch schon mal was, sonst beobachte ich nur.
Wie gehts also weiter?