Beiträge von KitingTom

    @ Onkel Schulz

    Zitat von Onkel Schulz

    Vielleicht sollte ich den Thread hier auch auf andere Bodenanker erweitern. (...) Es wird hier bestimmt noch mehr Interessierte geben!

    Vielleicht brauchst du das aber auch nicht machen, denn sieh mal: :)
    Bodenanker 1, gestartet Anfang August 2002,
    Bodenanker 2, gestartet Anfang Mai 2009,
    Bodenanker 3, gestartet Anfang März 2010,
    um nur drei weitere Threads zu nennen.


    Grundsätzlich finde ich es wirklich gut, wenn das Thema von verschiedenen Drachenfliegern immer wieder mal in Erinnerung gerufen wird. Es geht ja immerhin um einen wichtigen Sicherheitsaspekt. :H:

    Hi!
    Im Folgenden habe ich die Reihenfolge der zitierten Passagen aus Dietmars Beitrag verändert, weil's mir so "besser in den Kram" passte. Also nicht verwirren lassen! ;)


    Zitat von DK

    Übrigens: die Flugphysik eines Drachen zu erklären, ohne die durch die Leine eingebrachten Kräfte zu berücksichtigen (...) kann nicht erschöpfend zum Ziel führen (...)

    Stimmt auffallend! :H:


    Zitat von DK

    (...) der innere Druck der die Form eines Stablosen bewahrt, wird durch den Staudruck in den vorderen Öffnungen erzeugt.

    Meine Meinung: Das stimmt auffallend nicht! :(
    Druck, erzeugt durch den Rückstau im Innern eines (beliebigen) Gebildes, besteht nicht nur an den (vorderen) Öffnungen, sondern überall in der Hülle. Ich vermute, daß dabei an verschiedenen Punkten innerhalb der Hülle, abhängig von der Formgebung, unterschiedliche Drücke gemessen werden könnten.


    Zitat von DK

    Bildet die Form zufälligerweise eine insgesamt nach oben gerichtete Auftriebskraft, fliegt der Drachen.

    Naja, etwas unglücklich ausgedrückt. Es ist ja nicht die Form, welche die Auftriebskraft bildet. Die Form ist allerdings ursächlich für die Entstehung jeder möglichen Kraft.


    Zitat von DK

    Der Grund warum das so ist, liegt in der komplexen Aerodynamik, die mit der von Flugzeugen identisch ist.

    Dem kann ich vorbehaltlos zustimmen. :H:


    Aber:
    Ein Drachen könnte genau so gut nach unten, nach links oder rechts fliegen. Daß er nach oben fliegt, liegt einzig und allein an der Erdanziehungskraft!


    Könnte man die Konstante der Gravitation aus den Betrachtungen streichen, würde ein einleiniger Drachen mit perfekten Flugeigenschaften relativ immer die gleiche Position zum Ankerpunkt der Leine einnehmen.
    Die möglichen Positionen kann man sich gut vorstellen, wenn man sie z.B. auf ein herkömmliches Koordinatensystem (zweidimensional, vier Quadranten) überträgt: Dabei wird angenommen, daß der Ankerpunkt der Leine (= Position des Betrachters) in 0;0 liegt, daß der Wind aus einer Richtung kommt, die auf einer in Punkt 0;0 senkrecht zum zweidimensionalen Koordinatensystem zu errichtenden Achse liegt und die Windgeschwindigkeit überall konstant ist.
    Der Drachen würde stets eine Position am äußersten Windfensterrand einnehmen und dort verharren. Dabei kann die eingenommene Position auf jedem beliebigen Punkt einer Kreislinie um 0;0 sein. Wie groß der Kreis ist, hängt davon ab, welche Flugeigenschaften der Drachen bietet und wie lang die Flugleine ist. Wo auf der Kreislinie der Punkt letztlich ist, an dem der Drachen sich positioniert, wird nur noch durch die Startrichtung und mögliche Unregelmäßigkeiten während des Starts bzw. "Steigflugs" beeinflusst.


    Damit ist die Frage "Warum fliegt ein Drachen nach oben?" ganz klar beantwortet: Weil wir die Kraft der Erdanziehung nicht abschalten können. :L

    Zitat von Donnas Dog

    Eddyketten fliegen aber meist nur an einem Waagepunkt, die herkömmliche Eddypläne haben aber 2 Waagepunkte. (...)

    Genau das ist das Problem... :( Du hast den Nagel, wie so oft, wieder mal auf den Kopf getroffen! :)


    Nun werden die, die bereits eine oder gar mehrere Ketten gebaut haben, sagen (oder schreiben), man solle sich doch einfach an die Anleitung halten, und dann klappt das auch. Ist ja toll! :-/
    Gerade in den letzten Wochen hab' ich immer wieder experimentiert, um eine Eddy-Kette stabil in die Luft zu bekommen, aber es hat nicht geklappt.
    Als einzelne Drachen fliegen die Dinger alle wunderbar, an nur einem Waagepunkt, und zufällig in eben der Größe, wie Uwe aka Kite es auch möchte, nämlich 30x30cm. Aber dann kommt die Verkettung, in verschiedensten Abständen, und als Ergebnis immer wieder nur Chaos! ;(
    Da sage nochmal einer, Schnursalat sei gesund. :-/


    Frust macht sich breit...

    Hallo zusammen!


    Der Einsatz einer Vierpunktwaage an einem Eddy ist m.E. nicht empfehlenswert.
    Vermutlich hat irgendwann ein Drachenbastler einen ähnlichen Drachen gebaut und festgestellt, daß er die Bestabung zu schwach gewählt hatte. Daraufhin entschied er sich für den Versuch mit einer Vierpunktwaage. Möglich ist auch, daß der Drachen ohne gewinkelten oder gebogenen Querstab gebaut wurde, also flach. Auch in diesem Fall könnte aus "Verlegenheitsgründen" eine Vierpunktwaage zum Einsatz gekommen sein.


    Jedoch ist eine derartige Waage vom Konstrukteur, William A. Eddy, nicht vorgesehen. Dabei darf man als sicher annehmen, daß er sich auch mit dieser Waage befasst hat. Schließlich fand dann eine Zweipunktwaage Verwendung. Dokumentiert wird dieser in der westlichen Welt wohl bekannteste Drachen im US-Patent Nr. 646375 vom 27.März 1900.


    Und wie zum Beweis, daß die Zweipunktwaage auch tatsächlich funktioniert, hatte am
    Samstag, 28.Mai 2011, gegen 20:00Uhr ein großer Eddy (Stablänge 300cm) seinen
    Jungfernflug in Kamen! :)


    Drei-Meter-Eddy(Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Werner Köhler, Windvogel Hamm)


    Das Bild zeigt Werner Köhler, Hamm, beim Einstellen der Waage nur wenige Sekunden vor dem ersten Flug des Eddys. Durch Anklicken kommt ihr auch an ein großes Bild! :)

    Hi Michel!


    Leider kann ich die Frage(n) nicht eindeutig beantworten, denn ich besitze keinen solchen Drachen. Doch die im WWW verfügbaren Bilder zeigen meistens, daß das Segel vor / unter dem Längsstab liegt.


    Eine sehr gute Bilderquelle für Drachen dieser Art ist die Homepage von Ralf Beutnagel. Auch der Bauplan von Ralfs "Pfeilente" (PDF-Format), ebenfalls dort, könnte weiterhelfen.

    Moin! :-O

    Zitat von HiFly

    (...) Das Bild ist imho auch nicht eindeutig, links sieht es aus wie wenn der Stab hinter dem Segel ist (grau), rechts eher davor (schwarz) (...)

    Auch auf dem Bild rechts ist das Segel vor dem Längsstab. Man sieht deutlich, daß der Part der Leitkante im Bereich des Längsstabes geknickt ist.

    @ Beamer22:


    Hi Mark!
    Dein Eddy sieht nach einer gut gelungenen Arbeit aus, so aus der Ferne.
    Interessant ist, daß er offenbar ohne Schwanz fliegt, ganz so, wie Mr.Eddy es mit seiner Konstruktion in 1900 auch gewollt hat. Dafür kriegst du jetzt auch "den Daumen hoch". :H: :)


    Erzähle uns doch bitte etwas über die Maße deines Drachens, eingesetzte Stäbe, Saumschnur (ja oder nein?), etc. pp.!

    Hi!
    Ich habe so ziemlich überall dort, wo gemufft werden musste, Aluminiumrohre aus dem lokalen Baumarkt angebracht. Auch Winkelstücke bis Ø10mm innen, im Schraubstock gebogen, anstelle von sogen. "Eddy-Kreuzen", sind dabei.
    Bis jetzt verliefen alle Flüge ohne Muffenbruch, toi-toi-toi! ;)

    Zitat von Jan Machacek

    Falls Gerhard den Bauplan verschickt, würde ich den auch haben wollen. :H:

    Da schließ ich mich doch an! ;)


    Los, wir schicken jetzt alle mal eine Bestell-EMail an Gerhard, damit er etwas zu lesen hat... :-O