Bilder- und Infothread zu: Drachengespanne/Stacks

    Sorry, aber dies ganze Ot-Gesabbel ist für die Lesbarkeit des threads tödlich, die wirklich guten und fachlichen
    Detailinfos gehen in dem Farben- und "oh schon weg" -Gejammer unter.


    Macht das doch bitte per pm!


    Eine Bitte an die admins: Kann hier mal jemand fegen?
    Danke!

    @ Sliderule :H:


    Bestimmte fachliche Äußerungen brauchen Zeit, überlegt geschrieben zu werden.
    Es ist schon frustrierend, hinterher zu hinken.
    Wenn dagegen der echt interessierte Leser den Faden nicht verliert oder wieder aufnehmen kann,
    solls mir recht sein. Letztenendes sinds schöne Bilder, die da gezeigt werden, die auch als nur Bilder OHNE große Kommentare wirken.


    Diese Anmerkung ist OHNE den `Schulmeisterfinger` geschrieben!


    Retnüg

    Hallo,


    wenn die ganzen Spezialisten hier unter sich sind, kann ich ja mal ne Frage stellen,
    die mich schon länger beschäftigt. Fliege momentan gelegentlich ein TTM Gespann mit nem Torero XT vorne.
    Da der 8er Stäbe hat, habe ich mir noch nicht viel Gedanken über Lastverteilung etc. gemacht. Auch habe ich noch nie die hinteren Drachen steiler gestellt, da das Gespann auch so gut flog.


    Nun die Frage:
    Wenn ich die hinteren Drachen nun immer steiler als den vorderen stelle, muß denn dann nicht der erste Drachen viel von dem Gesamt-Druck mit seinen Stäben abfangen? Ist das nicht kontraproduktiv zum "anpassen an den Wind per Knotenleiter"? :O


    Ich glaube für Euch ist die Antwort leicht...


    Stefan

    Kiten?: ... ist einfach genau mein Ding!!!
    Meine Kites bzw. Matten:

    Sind mittlerweile zu viele, eigentlich alles dabei; hauptsächlich Speed und Power :)
    abzugeben:
    div. Speed,- und Powerkites / bitte einfach anfragen

    Anpassung an den Wind mache ich bei dem Gespann eigentlich nie. Der Torero kommt auf den dritten Knoten, damit ergeben sich recht angenehme Lenkwege. Das Gespann fliegt trotz der verhältinsmäßig steilen Einstellung schon ab konstanten oberen 1Bft.


    EDIT: achja um das Gestänge vom XT würde ich mir keine Sorgen machen. Der hält die Belastung in höhere Winde aus als du das Gespann fliegst.

    Flo
    Liquid-Servicetechniker und praktizierender Außendienstler in Sachen 3,14-Technik
    Satzzeichen sind keine Rudeltiere! --- Es gibt keine halben Windstärken!

    Stefan,


    die Zugkraft des Gespanns müssen doch eh die Stangen des kleinsten (vordersten) Drachens aushalten, wenn die Kräfte auf die Waage übertragen werden. Wenn du den Matador steiler nun stellst, dann zieht er ein bisschen mehr und damit das gesamte Gespann, ergo liegen auch hähere Kräfte an den Stangen des ersten Drachens an. Somit hast du also Recht.


    Das Ganze ist aber unproblematisch, da der Torero XT von der Stabilität her extra so ausgelegt wurde, diese Kräfte auszuhalten ;)

    Grüße, Walter

    Na ja Gespannfreunde, :H:


    die verschiedenen Ansichten und auch sehr unterschiedlichen “Erfahrungen“ mit den Koppelleinenlängen oder Verbindungstampen hat mir keine Ruhe gelassen. Darüber habe ich nachgedacht und möchte euch das Ergebnis mitteilen. Wie ihr es aufnehmt und euch dazu stellt ist eure Sache. Jedenfalls habt ihr eure Meinung sehr bestimmt geäußert und werdet von daher nicht leicht bereit sein, diese zu revidieren.


    Aber hört:


    Jeder Drachen in einem Gespann braucht seinen eigenen, ungestörten Wind. Von daher
    müssen die Verbindungsleinen so lang sein, dass die angehängten Drachen NICHT im Windschatten der Vordrachen fliegen. Das ist ein GRUNDSATZ.
    Als geeignete Länge hat sich in der Praxis die Leitkantenlänge + ca. 20% erwiesen. Das gilt generell für Gespanne mit Drachen gleicher Größe als auch für Gespanne in aufsteigender Größe!
    Die Längen können geringfügig größer sein, OHNE dass die Stabilität des Gespanns gestört wird.
    Werden sie wesentlich länger kann das Gespann labiler oder wackelig, unruhiger werden.
    Denn – jeder Drachen hat seine eigene Flugkarakteristik, ob gleicher Größe oder gleicher Bauart. Wird er mit kurzer Leine geflogen, kann er straff gehalten und nicht leicht vom Wind aus seiner Flugbahn heraus gedrängt (geweht) werden. Mit langer Leine ist das Bewegungsspiel wesentlich größer und der Wind kann die Flugbahn beeinflussen, vor allem, wenn er NICHT von Vorne kommt. Das ist beim Lenkdrachenfliegen auch der Normalfall. Das Windfenster wird ja voll ausgenutzt.


    Das ist genau so wie eine Verbindung von Fahrzeugen mit langen Schleppleinen, die durch das Lenkspiel schlackernd hintereinander her fahren.(allerdings ohne Windeinwirkung ;) )
    Und genau so verhalten sich auch die Drachen in einem Gespann, wenn die Verbindungsleinen ZU LANG sind.


    Wenn dazu auch noch die Gestängeebene der einzelnen Drachen mit der mittleren Leine am Mittelkreuz nicht genau fixiert ist, ergeben sich Gestängevibrationen, die zur Unruhe führen.
    Man mag `s nicht glauben, aber Lenkdrachen sind empfindlich, erst recht in Gespannen.


    Werden dagegen die Grundregeln beachtet genügt es meistens, den hinteren Drachen etwas steiler anzustellen, um ein leicht unruhiges Gespann zu stabilisieren, also ruhig zu stellen.


    Und alles hier Geschriebene gilt unabhängig vom Wind! (der natürlich da sein muss) oder auch Böen, die natürlich das GANZE Gespann durchschütteln können. UND AUCH FÜR DIE EINZELNEN LANDSCHAFTEN MIT IHREN TÜCKISCHEN WINDEN UND BÖEN.


    Ich bin davon überzeugt, dass die handelsüblichen Gespanne, ob kurz mit drei oder auch länger mit mehr Drachen nach den hier angegebenen Kriterien ausgerüstet sind.


    Na ja Freunde, ob ihr das hier von mir ausgebrütete als – Olle Kamelle – bezeichnet, was doch jeder sowieso weis, oder – Hirngespinst – eines alten Mann. Eines ist sicher, die Grundlagen sind nicht von mir aufgestellt, stimmen allerdings mit meinen Erfahrungen überein UND – das habt ihr selber ausgelöst durch eure eigenen, auch leicht verunsicherten Fragen zu den Strippenlängen.
    Natürlich spielen, wie schon gesagt, die Drachenprofile eine mit entscheidende Rolle, aber die Grundlagen dürfen darum nicht außer acht gelassen werden, es sei denn, man hat ein schlüssiges neues System für Gespanne, auch mit Spezialdrachen gefunden und das auch praktisch erprobt!


    Und wer nach eigenem Ermessen lange Strippen wählt, egal aus welchen Gründen, der muss sich halt mit den unangenehmeren Nebenwirkungen abfinden. Und wenn es klappt - - werden die Grundlagen trotzdem nicht außer Kraft gesetzt.
    Gut aussehen am Himmel tun die Drachen trotzdem und Spaß machen sie auch. Darauf kommt es schließlich an.


    Retnüg

    @ Günter


    :H: :H: :H: ...ich werde die Koppelleinenlänge für meine zwei Topase so wählen wie du es geschrieben hast.
    Leitkantenlänge + 20 % = Koppelleinenlänge.


    Nun liest man immer wieder, dass man sich kleine Knotenleitern an den Anknüpfpunkten machen sollte...um eine Verstellmöglichkeit für die Koppelleinen zu haben. Ist eigentlich logisch.


    Meine beiden Topase verfügen schon über Knotenleitern an der oQS, uQS und dem Mittelkreuz zur Verstellung der normalen Waage.


    Ich möchte am angehängten Topas die normale Waage dran lassen um die beiden Topase auch wieder einzeln fliegen zu können.


    Meine Idee, die bereits vorhanden Knotenleitern gleich für die Koppelleinen zu nutzen.
    Der einzige Nachteil hierbei, der mir einfällt, man muß an dem jeweiligen Anknüpfpunkt die normal Waage mal kurzzeitig abmachen, dann die Koppelleine auf einen Knoten schieben und dann die normale Waage wieder dran, entweder einen Knoten vor oder hinter der Koppelleine. Das müsste doch funktionieren.


    Gruß Uwe 8-)


    Ich nutze auch die vorhandenen Knotenleitern. Die Waage musst du nicht ab machen um die Koppelleinen anzuknoten. Einfach die Waage auf den ersten Knoten setzen und ein Stückchen weiter zur Leitkante schieben. Dann hast du die ganze Knotenleiter zur Verfügung.

    Flo
    Liquid-Servicetechniker und praktizierender Außendienstler in Sachen 3,14-Technik
    Satzzeichen sind keine Rudeltiere! --- Es gibt keine halben Windstärken!

    Das freut mich, Uwe, du hast aufmerksam gelesen und vor allem auch kapiert!


    Zu den Knötchenleitern - der Knotenabstand ist doch bestimmt min. 1cm.
    Dann brauchst du die Waage nicht abzuhängen, sondern nur vom Knoten zurückzuschieben
    und auf den selben Knoten die Koppelleine anbuchten. Du must nur darauf achten, das
    der entsprechende Knoten an allen vier Anschlagpunkten wie auch der am Mittelkreuz im selben Abstand zum Gestänge liegt.
    Bei zwei Drachen ist das am hinteren Drachen zu machen.
    Aber hat denn der vordere Drachen schon nach hinten gerichtete Anschlagschlaufen?
    Wenn nicht must du 5 gleichlange Schlaufen knoten, ca. 12 cm Fertiglänge, und an den Waageanschlagpunkten nach hinten gerichtet mit ner Bucht um das Gestänge schlingen.
    An diese Knoten wird die Koppelleine angebuchtet und eben dann zum hinteren Drachen geführt.


    Schau mal den Thread von StegMich - Günter Wolsing baut einen Steiki 3,5 - oder so ähnlich.
    Da sind auf einem der letzten Bilder diese Anschlagschlaufen und die Umschlingung abgebildet.


    Und jetzt "Frohes Schaffen" Uwe.


    Retnüg


    Na ja, suffocater ist mir zuvorgekommen. Aber doppelt genäht hält besser.
    Meinen Händedruck euch beiden.
    - Editiert von Retnüg am 12.03.2010, 20:01 -

    ...glaubt ihr ich finde die Seite mit der Schönfliegerwaage in Güntters Büchern? Auf welcher Seite steht das?

    Hallo Uwe und Flo,


    wollt ihr etwa die Koppelleine an die selbe Knotenleiter anbuchten, woran beim vorderen Drachen auch die Waage angesetzt ist? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.


    Damit wir uns klar verstehen, die Waage ist mittels Schlaufen an das Gestänge angebuchtet. Und die Koppelleinen MÜSSEN ebenfalls mittels Schlaufen oder Knötchenleitern mit dem GESTÄNGE beider Drachen verbunden werden, damit die Zugkraft am Anschlagpunkt DIREKT IN DAS GESTÄNGE eingeleitet wird.


    Sollte ich euch missverstanden haben - sorry, aber so wie hier von mir gesagt MUSS es sein. (!) (!)


    Retnüg

    Ich bevorzuge bei meinen Gespannen eine abnehmbare Waage.
    Schaut einfach besser aus wenn da nix rumbaumelt und zudem kann sich kein Waageschenkel an den Koppelleinen verheddern. Kommt bei Kites mit recht kurzen Waagen nicht so oft vor, aber bei den Power/Speedteilen mit recht langer Waage leider öfters.


    Voraussetzung für das einfache Abnehmen ist natürlich, dass die Waage an allen Verbindungspunkten mit Tampen befestigt ist. Ist die Waage fest umgeschlauft und nicht einfach an allen Punkten durch lösen den Buchtknotens abnehmbar lasse ich sie meist auch dran.

    @Günter:


    wir meinen natürlich die Knotenleitern der hinteren Drachen zu nutzen, um sie zum vorigen Drachen einstellen zu können. So wie man sie an ihrer eigenen Waage einstellt. An allen anderen Punkten habe ich bisher nur etwa 10cm lange Tampen, die konstant an jedem Drachen verbleiben. Da werden dann die Koppelleinen angebuchtet.


    Um es mal in Zahlen auszudrücken, eine Aufzählung der nötigen Tampen (wahlweise mit Knotenleitern für die Feineinstellung, für die bessere Übersicht aber mal ohne):
    -Führungsdrachen: 5 Tampen auf der Rückseite
    -Letzter Drachen: 3 Tampen (Kreuz und UQS, Knotenleiter der Waage wird mitbenutzt)
    -Jeder Drachen dazwischen: 8 Tampen, siehe die beiden Möglichkeiten oben.


    Bei mir haben die Knoten der vorderen Tampen bisher auch genau den Abstand vom Gestänge, den der erste Knoten der Knotenleiter hat. So hab ich eine 1:1 Einstellung und kann steiler stellen. Flacher stellen war bisher nicht nötig.

    Flo
    Liquid-Servicetechniker und praktizierender Außendienstler in Sachen 3,14-Technik
    Satzzeichen sind keine Rudeltiere! --- Es gibt keine halben Windstärken!

    Mein Beitrag wegen der Koppellängen bei zwei 3.0er Topasen entspricht doch (fast) genau dem, was Günter so schön vorgerechnet hat:


    Meine Koppelleinen sind 2,50m. Die Leitkante des 3.0 misst 2m + 20% (macht 40cm) also insgesamt 2,40m. Das sind doch fast 2,50m oder habe ich mich verrechnet?


    Auch habe ich meine Adapter mit 10cm angegeben. Günter sagt "ungefähr 12cm".


    Was war daran jetzt so falsch?


    Dass die nach hinten führenden Adapter direkt an das Gestänge des Leitdrachen gebuchtet werden, vergaß ich zu sagen (aber danach war auch nicht explizit gefragt). Der Anhänger bekommt nur 3 (statt 5) Adapter, und zwar am Kreuz und direkt über den UQS-Verbindern. Die anderen 2 werden an der Knotenleiter befestigt, um die Möglichkeit zu haben, den hinteren Drachen steiler zu stellen.

    Grüße, Christin (weser-ems-kiter)

    "Komm essen wir Opa" - Satzzeichen retten Leben!

    Macht euch mal nicht verrueckt wegen der Koppelleinen.
    Die Laenge ist unkritisch, es kommt nicht auf +-20cm an, speziell bei den Topasen.
    Ist aber schon von der Drachengroesse abhaengig, je groesser, desto unkritischer.


    Ich hatte vom 1.7er zum 2.2er 1,7m, dann zum 3.0 2,10m, also ca. LK-Laenge. Laenger ist kein Problem.


    Der letzte Drachen wird ja oben an die, sofern vorhandene, Knotenleiter einen Knoten steiler angebuchtet, fertig und fliecht.
    Die ersten Drachen auf den ersten Knoten, ganz flach, wird ja eh keiner bei Kachelwind testen wollen...


    Marc war schneller, die Tampen sind so ideal. Damit diese beim Soloflug nicht runterrutschen, hab ich ein 2cm Stueck Schrumpfschlauch aufgezogen.

    Grüße
    Lutz
    man braucht nie mehr etwas zu suchen, wenn man weiß wo irgendwo ist