Genau so ist es.
Die Schantalle (egal welche) lebt durch ihre Ausformung.
Am Boden sieht sie ja eher etwas faltig aus, im Bereich der Leitkanten könnte man sogar
meinen, dass zu viel Stoff verarbeitet wurde.
Das ist aber gewollt. Sie bildet im Flug auf jeder Seite einen geschwungenen Kanal von der
Nase zu den Flügelspitzen.
Deshalb bevorzuge ich auch die Spinnaker-Ausführung.
Die Mylar-Variante braucht halt mehr Wind, bis die Ausformung so ist, wie sie sein sollte.
Ich bin schon mehrfach gefragt worden, ob ich eine Variante in Spi/Mylar-Version bauen könnte.
Könnte ich, ich denke aber, dass das der Ausformung nicht gut tun würde.
Bei wenig Wind wäre der Spi-Bereich schon ausgeformt, während sich sich der Mylar-Bereich
noch wehrt. Der oben beschriebene "geschwungene Kanal" wäre halt nicht mehr gleichmäßig
ausgeformt. Bei viel Wind, dann wenn auch das Mylar voll ausgeformt ist, wäre das natürlich egal.
Deshalb benutze ich für hohe Performance auch bei den Größen DKS to go, DKS und DS
Contender SK75 oder AirX. Das sind Stoffe, die eine geringe Dehnung haben und sehr winddicht sind.
Die Stoffe geben den Drachen mehr Geschwindigkeit und Kraft als z.B. Chikara.
Für die große Schantalle habe ich wiederum extra Chikara gewählt, denn da ist Kraft auch mit Chikara
mehr als ausreichend, oder @Moonraker Bernd ?
Auch bin ich überzeugt von dem Einsatz von Exel-Stäben in den Schantallen - eben weil sie die
notwendige Flexibilität haben, die der Schantalle die Form geben, die sie braucht.
Das soll aber nicht heißen, das Eure Eigenbauten mit anderem Material schlechter sind.
@Marcy seine DKS habe ich ja schon geflogen ... die läuft auch klasse.
Und Eure Experimente bzw. geplanten Experimente mit Powerlines verfolge ich interessiert.
Grüße, Jörg