@Moonraker: Stimmt, Bernd.
Meine Philosophie ist folgende:
Auf dem dritten Knoten sind die Schantallen grundsätzlich am einfachsten startbar. Somit ist dieser für Piloten geeignet,
die mit etwas Respekt an die Sache heran gehen.
Der Nachteil des dritten Knotens ist jedoch, dass die Schantalle noch relativ flach steht und in den Kurven schon
mal kollabieren kann, wenn man eine Leine entlastet.
Der Neutralknoten für den geübten Piloten ist der vierte.
Wenn man etwas Routine hat, ist der Drachen bei allen Windbedingungen auf diesem Knoten fliegbar, für die er geeignet ist.
Ich stelle meine Schantallen nur ganz selten steiler - nur bei den kleineren, weil die größeren sonst zu druckvoll für mich werden.
Der fünfte Knoten ist schon deutlich anspruchsvoller.
Der Start wird zickiger und der Drachen baut mehr Druck auf.
Ob er schneller wird ... ich bin mir nicht sicher ... ist eher etwas für mehr Adrenalin beim Start und natürlich reagiert die Schantalle
heftiger auf Lenkbewegungen ... wie jeder steil gestellte Drachen.
Und der sechste ... naja ... ich kenne nicht viele, die den nutzen ... aber es gibt sie.
Ich wurde schon oft gefragt, wofür die ersten beiden Knoten dann gut sind.
Falls jemand mit der Bucht des durchgehenden Schenkels experimentieren möchte, also den Anknüpfpunkt z.B. weiter nach innen
bringen möchte, muss er den oberen Schenkel ja verkürzen, weil der durch die Knotenverschiebung ja automatisch länger wird.
Das Eperimentieren ist unproblematisch, da auf der Bucht immer eine Markierung ist, man also immer wieder in die
Ausgangsposition zurück findet.
Gruß, Jörg
