Beiträge von the_beowulf

    Hm, lieber Karsten KitingTom , ich hatte das immer anders interpretiert.

    Wir haben bei der Baumwollstoffauswahl immer drauf geachtet, möglichst luftdurchlässigen Stoff zu benutzen (weil das eine Eigenschaft des originalen Stoffes ist). Da Spinacker luftundurchlässig, ist erschien es mir sinnvoll, bei den Spi-Rolos dem Wind einen anderen Weg zu geben.

    Aber ich bin kein Aerodynamiker.

    Wenn das Ergebnis ein erfolgreicher Flug ist, habe ich das Ziel erreicht ;)

    Bei der Willi-Koch-Variante denke ich im Übrigen, dass die Bänder gleichlang sein können.

    Guten Morgen Rüdiger

    Ich habe am Donnerstag Frank getroffen - mit dem hast du wohl schon einiges auf Fanø besprochen ;) .

    Bei deinen Variationen tendiere ich eindeutig zur linken Version. Einen Rahmen würde ich den Segeln auf jeden Fall geben. Ich glaube nicht, dass es gut funktioniert, wenn du es wie rechts machst. Dafür sind meines Erachtens nach die Raster nicht stabil genug.

    Der Rahmen lässt dir dann auch die Möglichkeit, alles nahezu a la Steiff zu machen.

    Meine Lösung wäre ein 5cm breiter Rahmen. In Segeltuchfarbe, lso rot bzw. gelb.

    Die Proportionen sehen gut aus. Ich nehme an, du hast einen 150/2er hoch- oder einen 180/2er runterskaliert?

    Wenn du tatsächlich ohne Tunnel für den Kielstab arbeiten willst, macht es Sinn, den Kielstab hinter das Segel zu positionieren. Meine Empfehlung ist allerdings, einen Tunnel vor das Segel zu bauen. Darin kann sich der Kielstab schön ausformen, bleibt an der gewünschten Position und du kannst alle Bänder, Spann- und Waageleinen gut befestigen.

    Soweit meine Gedanken am frühen Morgen.

    Viel Erfolg und halte uns auf dem Laufenden.

    Hallo Rüdiger,

    den senkrechten Verbinder würde ich auf keinen Fall biegen, das wird nichts und sieht komisch aus. Dann gib ihm lieber weniger Spannung. In den alten Roloplanen ist auch Tonkin drin (Bambus-Sorte) und das lässt sich biegen. Probiere es aus.

    Dass die senkrechte Stabtasche vorne liegt könnte damit zu tun haben, dass Richard Steiff bei den ersten Roloplanen vorne ein Kielsegel dran hatte. Erst später (im Patent) hieß es dann, dass der Drachen ohne stabilisierenden Kiel fliegt.

    Die Winkelverbinder brauchen keine Führung, das klappt seit weit über 100 Jahren so ;) .


    Den Hinweis von Dennis-the-menace kann ich bestätigen: mach die Verbindungsbänder zwischen den Segeln so, dass die äußeren straff sind (also genau so lang wie der Abstand zwischen den Segeln am Kiel) und die inneren etwas länger, vielleicht einen Zentimeter. Dann kann der Wind besser abfließen.

    Genauso mache ich es auch unten: da lasse ich die inneren Spannbänder etwas lockerer als bei einem Baumwoll-Roloplan.

    Ob das beim Willi-Koch-Design notwendig ist, kann ich aber nicht sagen.


    Ich würde die Rasterstreifen 4cm breit machen, nicht 5cm. Denn das Segel ist nicht so groß.


    Dass er fliegen wird glaube ich schon.

    Wenn es nicht klappt, machen wir das im nächsten Jahr auf Fanø.


    Ich habe mal einen 120/2er komplett aus Gaze gebaut. Er hat einen schlechten Steigwinkel, fliegt aber.

    Und aus einer Rettungsdecke habe ich auch einen, ich glaube 100/2. Fliegt wunderbar.

    Aus Fahnenstoff habe ich schon 150/3 und 180/3 gebaut. Fliegen allerbestens.

    Und aus Spinacker habe ich einen 240/2.

    Letztendlich ist alles eine Frage der Waageeinstellung.

    Hallo Rüdiger,

    der Bogen im Längsstab entsteht durch die Rahmenspannung. Diese wiederum ist abhängig von der Länge der Kopfspannschnüre, also den Schnüren von den Außenseiten der oberen Segelspitzen zum Kielstab, und dem "Zug", den du dann über die Bänder am Fuß des Roloplan aufbaust.

    Ich gehöre zu der Fraktion, die sagt, beim Roloplan dürfen die Ohren nicht runterhängen. Daher ist bei meinen Rolos die Kopfschnur genau so lang wie der Abstand zwischen dem Kieltunnel und dem Anknüpfpunkt der Kopfspannschnur seitlich. Also entlang des oberen waagerechten Stabes. Verstehst du, was ich meine? Dadurch werden die Ohren schön hoch gezogen. Sie sollten dann mindestens waagerecht sein, wenn der Rolo aufgebaut ist.

    Wenn die Kopfspannschnur dran ist, ziehst du die beiden äußeren Spannbänder am Fuß des Drachens gleichmäßig so an, dass der Kielstab eine Wölbung erhält. Vom Gefühl her (ich habe das hier im Büro gerade mal mit einem Zollstock simuliert) würde ich bei einem Kiel von 164cm Länge eine Wölbung in der Mitte von 10-12cm anstreben.

    Du baust aus Spinacker?

    Heute war es zu heiß für fast alles...

    Ich habe so manchen Schweißtropfen auf den Fahnenstoff geträufelt :D

    Herausgekommen ist ein neues Banner (ja, ich weiß, ich habe mal gesagt, ich hätte genug Banner 8) ).

    Das Motiv ist eine leichte Abwandlung der Fahne von "Nationalpark Vadehavet", Dänemark.



    Am Wochenende wird das Banner dann die niederländische Nordsee sehen.

    Gestern habe ich das erste Mal mein Cassagne-Rad aufgebaut. In der Wohnung ist dafür kein Platz 😜


    Ein paar Daten dazu:

    48 Verbinder gekauft (das war der einfache Teil).

    96 Stäbe 6mm CfK je 50cm zugeschnitten und an beiden Enden mit 4mm Vollstab aufgefüttert.

    Weisses Spinacker bemalt.

    54 Segel ausgeschnitten.

    336 Verstärkungen aus Klebedacron aufgeklebt und dann angenäht (Danke an Florian, der die Verstärkungen mit dem Schneidplotter vorbereitet hat: http://www.bannerinnung.de).

    ca. 90 lfdm Saumband 25mm SK58 dreifach gefaltet und die Segel damit eingefasst.

    An 168 Segelecken Schnurschlaufen eingefädelt.

    Alle Säume mit Segelmachernaht übernäht.

    168 Gummiringe eingeknotet.


    Der Aufbau dauert etwa 20-30 Minuten, der Abbau ist nicht sehr viel schneller.



    Einziger Wermutstropfen: ich kann in diesem Jahr nicht nach Fanø zum Kitefliersmeeting fahren ;( ;( ;(


    Im Sommer werde ich noch das Innensegel fertigen.

    Weiter oben hatte gerard61 den Nachbau seines eigenen Restless vorgestellt. Schon bei diesem Bild

    hatte ich geschrieben, dass das auch einen prima Einleiner abgeben würde.

    Gesagt, getan.

    Ich habe ein Foto von dem Bild ausgedruckt und eine kleines Modell gemacht:

    Die ausgedruckte linke Segelseite habe ich vergrößert, so dass die Vorlage 25cm hoch war. Dann die Paneelaufteilung übernommen, an ein, zwei Stellen angepasst:

    Mit dem Ganzen bin ich in den Copyshop gegangen und habe es auf 500% vergrößern lassen.

    Und dann ging es los.

    Von einem Winterprojekt (Ahornblatt) war noch Tuch übrig.

    Schneiden, Kleben, Nähen...

    Fertig.


    Den Drachenschwanz habe ich aus Organze heiß geschnitten.

    Und heute war dann Jungfernflug:


    Und weil ein Drachen einen Namen braucht:


    Er heißt restful.61

    :)