Da möchte ich mich auch anschließen.
Nur die reine Fläche des Drachens zur Berechnung der Zugkräfte heran zu ziehen ist sicher nicht der zielführende Weg.
Beim Drachenflug kommt immer, auch bei Flachdrachen, zum Teil der Tragflächeneffekt dazu. Das heißt, es entsteht ein Unterdruck auf der Rückseite des Drachens, da die Luft durch das Ausbauschen des Segels hinter dem Drachen einen weiteren Weg hat als davor. Der Zug dürfte also immer etwas höher sein als du mit der gefunden Tabelle ermitten kannst.
Zudem steht die Fläche ja nicht mit 90° im Wind, wie du schon gesagt hast. Du müsstest also von der projezierten Fläche ausgehen.
Dann möchte ich noch die Dachen von Willi Koch in den Ring werfen. Diese haben nur etwa 2/3 der Fläche des normalen Drachens, ziehen aber genausoviel, wenn nicht sogar mehr.
Es ist sicherlich sehr interessant diese Berechnungen anzustellen und birgt eine gewisse Herausvorderung, das kann ich gut nachvollziehen. Aber am Ende wirst du feststellen, das Rechenwert und gemessene Realität nicht zusammen passen.
Trotzdem möchte ich dich jetzt nicht in Bochshorn jagen. Halte uns auf dem Laufenden, ich finde deine Herangehensweise interessant.
Gruß Carsten
P.S. Ich wähle meine Drachenschnüre nach dem Gefühl am Hinterkopf aus, dass der Wind verursacht. Da ich keine großen Drachen fliege ist meine stärkste Schnur eine 80kg Polyesterschnur.