So, es geht ein wenig weiter mit der Doku...
Bevor ich das Material bestellen konnte, musste ich mir erstmal über das Design den Kopf zerbrechen, soll ja schließlich für laaange Zeit gefallen. Also haben ich mich in Paint etwas ausgetobt und ein paar zur Auswahl aufgestellt.

Und da ich den 7.6er schon immer super fand, ihn aber nicht komplett kopieren wollte, bekam das "W" eine andere Farbe. And the winner is....

Nun konnte es ans Zusammenstellen des benötigten Materials gehen. Mhhpfff, da kommt ganz schön was zusammen, aber wo gehobelt wird, fallen Späne
Da nirgens das ganze Material an einem Ort zu bekommen war, wurden insgesamt 3 Teillieferungen und eine Abholung daraus, war schon ein bisschen wie Weihnachten, ach was, das war wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen
Allein das Gestänge und die Verbinder flößen einem gehörigen Respekt ein. Ich habe mich für 12/8er dickwandig für die UQS, und 12/10er für den Rest + 10/8er für die Aussteifung der LK entschieden. Das ganze soll mit Alu-Hülsen, APA-Strong und einem Kerschkreuz zusammengehalten werden.
Als Tuch habe ich Chikara gewählt und Pi mal Daumen die Mengen ermittelt, im Nachhinein stellte sich bei meinem Design das Schwarz als am kritischsten (komisches Wort) heraus, da die vielen sehr großen Teile mehr Verschnitt erzeugten, als bei den anderen Farben. Aber letzten Endes hat alles ohne Nachbestellung gereicht. Auf jeden Fall kann ich jetzt Verstehen, wie Günther zu seinem Flickwark gekommen ist 
Die nächste Frage war, wie schneide ich den ganzen Kram zurecht. Da ich gerne zu low-budget-Selbstbaulösungen neige, habe ich just an dem Wochenende, bevor ich den Schneidetisch bauen wollte, auf dem Sperrmüll eine ausrangierte Schranktür mit aufgeklebten Spiegel gefunden :H: Also brauchte ich nur noch ein Kantholz, das schon im Keller lag und 4 Scharniere. Noch einen Karton als Tuch-Behälter vorn drangeschraubt, fertig war der 20-Minuten-Schneidetisch und dazu noch klappbar 
Da ich ja eine geschlossene Kappnaht nähen wollte, konnte ich mir das heiß Schneiden ersparen und habe alle mit einem günstigen Alu-Cutter geschnitten, liegt auf Grund des Gewichtes super in der Hand und die Klingen sind so billig, dass man nach 3-4 Metern Schnittlänge einfach abbricht und man hat wieder ein neues Messer in der Hand.
Mit meinen Papierschablonen, ein paar Türstoppern als Zusatzhände (unerlässlich bei den langen Schnitten), unterschiedlich langen Stahllinealen und mit jeder Menge Tuch verbrachte ich also diverse Stunden um die insgesamt 38 Panele aus den Tüchern zu schnibbeln. Dazu einfach das Stahllineal an die beschwerte Schablone gelegt (von außen, dann bleibt die Schablone heil und man sieht wie lang man schneiden muss...) und an einer Seite ebenfalls beschweren (man hat ja nur noch eine Hand zum festhalten und auf dem Tuch kommt sowas schnell ins Rutschen) und dann einfach schneiden.
Bei einigen Panelen war mit dem 100cm Lineal schnell Schluss und bei den großen LK-Panelen reichte die knapp 165cm lange Schranktür nicht aus, dann musste Lineal bzw. Stoff umgesetzt werden, bei den großen Bögen bin ich einfach freihand an der Papierschablone entlang gefahren.
Meine Idee das Tuch doppelt zu legen um so Schnitte zu sparen habe ich sofort verworfen, als ich merkte, wie sehr zwei Tücher aufeinander rutschen... Außerdem konnte ich so besser puzzeln.
Herausgekommen ist jede Menge Stoff, der mich anflehte, vernäht zu werden. Ingesamt über 200g, was bei Chikara ungefähr 5m² entspricht :O

Dann war erstmal ein Weile Pause beim Flaki, da ich davor unbedingt einen kompletten Drachen mit Kappnaht nähen wollte, zur Übung. Aus den Tuchresten und etwas zusätzlichem Polyant habe ich dann das B1 Segel genäht, was echt super lief und mir schonmal die Angst vor dem Versagen an der Nähmaschine nahm.

So, erstmal genug gequasselt, wünsche einen schönen Sonntag :H:
- Editiert von Crush am 08.03.2015, 14:07 -