Beiträge von Ulzburger

    Zur Ergänzung meiner Baupläne habe ich mal in zwei kleinen Bildern versucht zu dokumentieren wie ich eine Dreipunktwaage knüpfe. Ich alter Gewohnheit habe ich es in englisch beschriftet, sorry. :whistling:


    Zunächst der zentrale Teil der Waage. Die blaue Schnur ist der innere Waage-Schenkel welche zum Kreuz hin führt. Die rote Schnur geht zu den unteren und oberen Anknüpfpunkten an der Leitkante. An den Stäben werden die Schnüre wie in der zweiten Abbildung gezeigt befestigt. Das Ergebnis ist eine fixe Waage (fast) ohne Einstellmöglichkeiten. Ein wenig Trimmung ist möglich, wenn man die rote Schnur an der Stelle, wo sie mit der grünen Schnur verknüpft ist, verstellt. Ein Markierung der Grundeinstellung schadet natürlich nicht. ;)


    Nun stellte sich die Frage, welche Längen haben nun die blaue und die rote Schnur, wenn man eine in einem Bauplan vorgegebene Waage knüpfen möchte? Der einfachste Weg, wenn man öfter vor dieser Aufgabe steht: Man knüpft sich eine Musterwaage mit fester Länge von roter und blauer Schnur, z.B. je 40cm. Dann knotet man diese Musterwaage an Stäbe mit Durchmessern wie sie im Kite verbaut sind, misst die dann vorliegenden Längen der Waageschenkel aus und bekommt so die Differenz zu den in einem Bauplan vorgegebenen Längen. Mit dieser Zugabe werden dann die endgültigen Schnüre zugeschnitten, das sollte dann eine passende Waage ergeben.


    Das ist natürlich nicht die einzige Möglichkeit eine Dreipunktwaage zu knüpfen... es führen bekanntlich viele Wege zum Ziel.



    Zum Jahreswechsel 2015/2016 - also vor drei Jahren - habe ich an dieser Stelle den End Of Line (EOL) vorgestellt. Damals hatte ich mich entschieden den Bauplan entgegen meiner ursprünglichen Absicht nicht zu veröffentlichen. Ich wollte verhindern, dass dieser Drachen durch ungenaue Nachbauten verfälscht wird, und beschloss daher als Gewerbetreibender den EOL herzustellen und zu vertreiben. Das hat eine Weile auch Spaß gemacht, aber schließlich war das Ganze nicht mehr mit dem Freizeitkontingent eines Angestellten mit 40-Stunden-Woche vereinbar. Daher hat es dann auch ab 20017/2018 (fast) keine neuen EOLs mehr gegeben. Wie dieser Thread zeigt, war nun auch über ein Jahr lang Ruhe eingekehrt. Mit großem Interesse habe ich beobachtet, dass einige EOLs hier über Börse inzwischen die Besitzer wechselten und nun den Zweitbesitzern Freude bereiten. Die Erstbesitzer sind häufig dem EOL von ihren Flugfertigkeiten her entwachsen und fliegen heute höherwertige Kites von namhaften Herstellern wie z.B. Alphakites, L'Atelier, u.a. Manche haben dem Kite aber auch die Treue bewahrt. :thumbup:


    Wie vielen bekannt ist, habe ich nach dem EOL den [Return] entworfen und als freien Bauplan veröffentlicht. Das war eine spannende Erfahrung. Ich habe dabei lernen können was alles zu einem Bauplan gehört. Er ist definitiv etwas mehr als ein bloßer Umriss, wie bei meinem ersten Bauprojekt einem Bauplan aus der K&F. Auch mein zweites Projekt der "Vortex" war nicht so dokumentiert, dass mir immer alles klar war. Die erste wirklich gute Baubeschreibung fand ich dann zum "Magnet". Schließlich habe ich mir Mühe gegeben für den [Return] eine möglichst vollständige Darstellung auf ein Blatt Papier zu bringen. Vor diesem Hintergrund habe ich in den letzten Wochen den Plan für den EOL und den EOL Mini noch einmal neu aufbereitet. Der Plan und ein paar Detail-Fotos stehen jetzt auf der Seite von „Kareloh“ zur Verfügung stehen. Damit schließt sich für mich der Kreis, denn Carlos Interesse an dem Projekt EOL und sein Video vor drei Jahren haben zum Erfolg des EOL beigetragen. :rolleyes:



    http://www.kareloh.com/kite-plans/end-of-line/
    http://www.kareloh.com/kite-plans/return/return-plan/


    Der Plan richtet sich alle, die gerne ihre Drachen selbst bauen. Wer lediglich einen fertigen Drachen erwerben möchte, muss sich wohl für ein anderes Modell entscheiden und wird sicher bei den diversen Drachen-Herstellern fündig. Ich gehöre nicht mehr zu diesen Herstellern. ;)


    Abschließend möchte ich mich bei allen Piloten bedanken, die sich für den EOL entschieden haben. Ich habe viele von euch persönlich kennengelernt und dadurch viele interessante Bekanntschaften machen dürfen. :)


    P.S. Die kleine Ausführung des EOL, der EOL Mini, wurde von mir nur fünf mal gebaut und zum Teil verschenkt. Auch zu diesem Kite gibt es nun einen Plan: http://www.kareloh.com/kite-pl…ne/end-of-line-mini-plan/

    Ein Video, dass mir sehr gefällt:


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    Kann mich gerade nicht entsinnen wo ich das geschrieben habe. ?( Jedenfalls gab es keinen Test damit am [Return].


    Ich benutze bei meinen Drachen fast ausschließlich das Skyshark-Kreuz. Nur mein Nirvana und mein Vortex haben ein R-Sky-Kreuz.


    Mein diesjähriger Lieblings-Return hatte übrigens Nitro Lites in den Leitkanten und in den Spreizen.
    Saisonstart in St. Peter Ording


    Wer es günstig haben möchte, der kann auch 6mm Excel in die Leitkanten stecken.
    @Bass hat den 6mm-Proto inzwischen und ist ist damit anscheinend gut zurechtgekommen.
    Proto in SPO

    Deine Fragen haben weniger mit dem Matrix zu tun. Sie sind eher allgemeiner Art. Hier mal zwei Teilantworten:


    Kreuz: Wenn du statt dem R-Sky-Kreuz ein Skyshark-Kreuz verwenden möchtest, dann verringerst du den Abstand der Querspreize zum Kiel um ca. 10mm. Dann sollten die Standoffs entsprechend gekürzt werden, damit die Spannung zwischen Segel und Spreize wieder stimmt.


    Stopper: Davon kann man nie genug haben. Standard wären für mich auf den Leitkanten je ein Stopper unterhalb des oberen Verbinders und beim unteren Verbinder je eine Stopper ober- und unterhalb des Verbinders. Dann noch auf dem Kiel je ein Stopper ober- und unterhalb des Kreuzes.


    Schau dir als Beispiel die Bilder zum [Return]-Bauplan an, die Bauweise ist auch auf andere Modelle übertragbar. Ich kenne den Matrix-Bauplan nun nicht im Detail, aber meistens ist nicht alles exakt vorgegeben, so dass du ein wenig Gestaltungsspielraum hast ;)

    Ein UL- oder Leichtwind-Drachen entsteht nicht allein durch Gewichtsreduktion, sondern auch durch den Wechsel auf andere Stäbe (Weichheit) und durch ein angepasste Waage-Einstellung. Natürlich letztlich auch durch Gewichtsreduktion.
    Bei meinen Nitro-Lite-Return habe ich ganz bewusst die Dacron-Leitkante gewählt. Die Gewichtsdifferenz gibt ihm dann noch ein wenig Schwungmasse. Beim 2PT-Return mit seinen Spinnacker-Leitkanten, dem ja reichlich Gewicht fehlt, habe ich das Gewicht im Heck dann ausgleichend erhöht.


    Der [Return] darf da auch gerne zum Experimentieren genutzt werden. Simon hat sich seinen ja auch ganz individuell getrimmt.

    Nur das Segel in beiden Varianten hat wahrscheinlich niemand parat, um zu ermitteln was der Gewichtsunterschied der beiden Versionen ausmacht...

    Segel habe ich hier auch noch lose rumliegen, aber ich glaube das alleine reicht nicht: Ein Unterschied können noch neben den Verbindern (Tiny unten beim UL), die Muffen (Hohl- vs. Vollmuffe), leichte Unterschiede in den Heckgewichten, Waage (Schnurstärken, mit oder ohne Leader), Dicke der LKW-Plane, insgesamt alle möglichen Verstärkungen am Kite, Verbindertypen der Standoffs (mit oder ohne Schrauben), und so weiter ...


    Da meine Drachen oft in SPO oft mit nassen klebrigen Sand in Berührung kommen, ist mir Robustheit wichtiger als Gewicht. Wir fliegen im Frühjahr und Herbst immer mit ein paar Extra-Gramm feuchten Sand herum.


    Außerdem glauben wir alle, dass unser Waagen absolut richtig gehen: Auf meiner betagten Waage z.B. ist ein Fehler von 5g angegeben.