Beiträge von Ulzburger

    Der Vorschlag das Kreuz nach oben zu verschieben kam von Peter sowohl beim Return als auch beim EOL. In beiden Fällen habe ich das nicht gemacht. Hier unterscheiden sich eben die Meinungen der Konstrukteure, die sich an ihren jeweiligen Vorlieben und Skills orientieren. So mag vermutlich jeder die Drachen eines Konstrukteurs "X" lieber als die von "Y".


    Der [Return] hat im Vergleich zum EOL eine tiefere Rückenlage. So dass die Multi Lazy hiermit für den ungeübten Piloten viel einfacher zu meistern ist. Wenn man die Spreize noch höher setzt, dann kommt man irgendwann an den Punkt wo man den Kite - als "Nicht-Experte" - aus der Rückenlage nur noch mit einer Lazy-Drehung wieder raus bekommt.


    Wer das ausprobieren möchte, darf sich gerne seinen Return umschneidern. Bei unseren Prototypen bauen wir daher statt des kleinen Lochs in der mittleren Verstärkung für das Kreuz eine etwas größere Öffnung bzw. einen länglichen Schlitz um das Kreuz verschieben zu können. Und im Dacron der Leitkante werden weitere Einschnitte für die unteren Spreize in 1-2cm Abstand geschnitten. Das sieht dann aus wie die Kiemenspalten eines Hais. ;) Dann natürlich daran denken, dass beim Versetzen der unteren Spreize, deren Länge zu modifizieren ist, sonst ändert sich die Streckung bzw. Spannung des Segels. Wer experimentierfreudig und neugierig ist, darf gerne diesen Weg einschlagen. Das macht den Reiz der Entwicklung eines Drachens aus. :)


    Der [Return] hat diese Prozedur hinter sich und im Bauplan ist meine für gut befundene Version enthalten.

    Windgeschwindigkeit bzw. Windstärke, Gleichmäßigkeit des Windes, Temperatur, Pilot, Drachen, Örtlichkeit, usw. ... viel zu viele Parameter. Das bringt mir nix. Ich weiß aus Erfahrung welche Drachen ich wo gerne fliege. Beispiel: Ein leichter Kite in St. Peter Ording bei einer gleichmäßigen leichten Strömung vom Meer kann viel Spaß bringen. Den gleichen Drachen würde ich auf meiner "Hauswiese" gar nicht erst auspacken.


    Hier meine stark vereinfachte, universelle Sicht auf das Thema bzgl. Trickdrachen. Muss ja auch nicht immer zu 100% zutreffen. Praktische Erfahrung jenseits der 20km/h habe ich nur sehr wenig, da packe ich die Drachen eher ein. Besitze auch kein Vented-Modell.



    Mir würde es reichen einen Kite in eine dieser Kategorien zu packen.

    Es wird niemand gezwungen ein sogenanntes "Kommerzdrachenfest" zu besuchen, aber ich möchte hier noch mal auf die besonderen Umstände in St. Peter Ording aus Sicht der Trickdrachenflieger hinweisen.


    Man kann sich dort am Strand durchaus ungezwungen zu einem Treffen verabreden. Die Wolsing-Flieger zeigen uns Jahr für Jahr, dass das hervorragend funktionieren kann. Das Ganze basiert letztlich auf dem Engagement einiger weniger (oder eines einzelnen?), um eine solche Aktion ins Leben zu rufen und im Hintergrund zu organisieren.


    Wir Trickflieger haben seit Jahren das Glück, dass Thorsten (Eingeflogen) einen guten Kontakt zum Organisationsteam des Drachenfestes pflegt und wir somit unser Treffen dort angliedern konnten. Der sogenannte Kommerz ist letztlich die Eintrittskarte, um dort auf dem Strand in einem abgegrenzten Gebiet fliegen zu können. Die vielen kulinarischen Angebote im Rahmen dieses organisierten Volksfestes nehmen wir doch auch gerne in Anspruch, dazu noch die Möglichkeit am Strand zu übernachten. Das ist letztlich ein Geben und Nehmen. Für mich ist das kein Grund das Drachenfest dort abzulehnen.


    Wer in 2018 regelmäßig auf dem Strand war, konnte ahnen, dass die langanhaltende Trockenheit dort das Drachenfest beeinträchtigen würde. Große Teile des Strandes waren Wochen vorher schon nicht mehr vernünftig zu befahren. Geeigneter Untergrund zum Parken wurden rar. An den Wochenenden setzte regelmäßig ein gewisses Chaos durch liegengebliebene Fahrzeuge ein. Letztlich hat das dann u.a. zu den in den Mails kursierenden Problemen geführt. Auch die Teilnehmer des Trickfliegertreffens und die des Wolsing-Treffens waren schließlich betroffen. Das liegt nun hinter uns. Trotzdem werden die Trickflieger sich auch in 2019 wieder zu einem zwanglosen Treffen im Rahmen des Drachenfestes treffen. Die Aktion ist mit dem aktuellen Veranstalter abgesprochen und die Ankündigung ist nun raus. Wir freuen uns darauf viele von euch wieder dort auf dem Gelände anzutreffen.


    Antwort zur Eingangsfrage: Das Drachenfest SPO 2019 findet offensichtlich statt und die Trickflieger treffen sich wie in den vorangegangenen Jahren auch.

    Keine Ahnung wie das bei Einleinern wirkt, aber ich kenne einen schwarzen Vortex, bei dem der Effekt aufgrund des Paneel-Designs und der Bewegungen beim Tricksen gut rüberkommt.


    Dunkelblaues Icarex zeigt in der Sonne auch ein schönes funkeln.

    Nicht ganz ;)


    Bei der Nitro-Lite-Version sind die Leitkanten und UQS aus den Lite-Stäben.
    Im Kiel kommt ein P100 oder P200 zum Einsatz, ja nach Vorliebe des Piloten.
    Mein Kite ist da nicht so auf Gewicht getrimmt, habe also einen P200 drin.


    Beim Kreuz taucht dann ein kleines Problemchen auf, denn diesmal benötigen wir bei beiden Bohrungen 7mm, also für den Kielstab und die UQS-Muffe. Solche Kreuze gibt es durchaus. Wenn man das Gummikreuz bzw. Skyshark-Kreuz verwendet (http://www.drachenmarkt.de/epa…HENMARKT/Products/125-975), dann hat das ein 6mm und 7mm Loch. In warmen Wasser vorgewärmt, lässt sich das 6mm Loch problemlos auf 7mm dehnen. Dazu das erwärmte Kreuz auf einem 5PT-Stab vom dünnen Ende zum dicken schieben und schon passt es anschließend auch auf einen P200-Stab.


    P.S. Zum Gewicht: Das mache ich vom Leitkantenmaterial abhängig. Bei einer STD-Dacron-Leitkante verwende ich das etwas leichtere 17g-Gewicht, bei einer Spinnaker-Leitkante fehlt etwas Schwungmasse und daher nehme ich dann zum Ausgleich das 20g-Gewicht.

    Sehe ich inzwischen auch so: "Pigtail" wird sehr häufig verwendet. Mit "Leader" ist es in Handbuch des Fury beschriftet. In der betreffenden Abbildung ist es allerdings auch eine längere Schnur, so dass Leader dort auch passt. In meiner zweiten Skizze schreibe ich "Long Leader", dass ist dann so was wie ein "weißer Schimmel". ;)


    Korrekter zu Abb. 1: "Pigtail" statt "Leader"
    Korrektur zu Abb. 3: nur noch "Leader", denn hier mache ich dieses Teil entsprechend lang

    Die Basis des Knotens ist ein Prusik, in englischen Texten häufig auch Prussik genannt. Er sieht aber nur dann wie ein echter Prusik aus, wenn die rote Schnur straff gezogen wird, um die grüne Schnur entlang der roten zum Trimmen zu versetzen.


    Bei meiner Beschriftung der grünen Schnur bin ich mir nun etwas unsicher: Wardley bezeichnet es als "Tracer", bei Newham wird es "Pigtail" genannt. ?(

    Ich persönlich finde, dass man nicht zu viele Einstellmöglichkeiten benötigt. Gerade als Durchschnittspilot verstellt man sich nur den Kite. Mir geht es so, dass ich am ehesten eine Verschiebung zwischen oberen und unteren Waageschenkel bemerke, da sich dann der Anstellwinkel des Segels bemerkbar macht. Daher findet man dann auch bei einigen Modellen Knotenleitern am oberen Schenkel. Ich verschiebe bei Bedarf die rote Schnur am Verbindungspunkt zur grünen, aber das kommt sehr selten vor.


    Das mit der Option zu Turbowaage ist richtig bemerkt. Bei einer Vortex-Waage mache ich es dann auch mit einem Konten in der grünen Schnur.

    Vollkommen in Ordnung deine Lösung, schau dir die Waage vom OneEleven von LevelOne an, der ist ebenso geknüpft. Der beim Trickfliegen häufig verschlissene obere Waageschenkel lässt sich so auch einzeln austauschen. Bei der Lösung mit durchgehender äußerer Waageschnur kann man sich bei ersten Anzeichen von Verschleiß behelfen, indem man obere und untere Befestigung löst und die Schnur dann umgekehrt nutzt. Natürlich sind nach diesem Drehen der Schnur die Längen oben und unten wieder richtig einzustellen. Ist die Schnur schließlich "zerflogen" wir das rote Teil dann komplett ersetzt.


    Ich persönlich habe allerdings leichte Probleme mit den geknoteten Schlaufen (Schlingen). Die kosten Zeit, sind bei mir selten exakt gleich lang und setzen sich noch während der Nutzung etwas. Werde bei Gelegenheit noch eine alternative Dreipunkt-Waage dokumentieren, die mit nur zwei Schnüren, fünf einfachen Knoten und ganz ohne Schlaufe auskommt. ;)