Beiträge von Moonraker

    Heute durfte mein 140er bei um die 50 km/h Wind mal DC 80 strammziehen. Wow sage ich nur. Geflogen bin ich in der zweitsteilsten möglichen Einstellung, also oben lang und unten zweitkürzester Knoten. Der Start erfordert volle Konzentration, denn es gibt nach dem Anziehen Speedstallen mit der Nase nach unten! Da half nur ein ausgetreckter Arm und ein paar Schritte nach vorn, dann kam der Kleine rum, gewann Höhe und zündete in der nächsten Abwärtskurve den Turbo.


    Das ist jetzt nicht gelogen - aber so einen Durchzug im Windfenster hat man selten. Da muss man schon aufpassen, dass man den Kite nicht aus dem Windfenster herauskatapultiert. Und die Leinen waren sowas von stramm, ich hatte teilweise Angst um die DC 80.


    Bei dem Wind brüllt er sogar in der steilen Einstellung teilweise auf, der 140er. Tiger Spi sei gegrüßt :D (wobei letzterer deutlich langsamer unterwegs ist).

    Was ich noch zu erwähnen vergaß - der Start bei so viel Wind erfordert viel Konzentration. Die Ausgleichsbewegungen dürfen nicht sehr groß ausfallen und müssen sehr schnell erfolgen. Am besten ist es, gar nicht zu stark anzureißen, sondern nur ausreichend hoch zu lupfen und dann zu sehen, wohin die Kleine möchte.

    Heute flog ich Dat Schantällschen, DKS und DKS Mylar bei um die 50 km/h Wind. Ich kann nur sagen, alle drei gingen super.


    Die ganz kleine an 35 m 38 daN, sie in den Böen auch benötigte. Was für ein Flitzer!
    Die DKS machte irre viel Spaß an 35 m DC 80, die Leinen waren stramm und DKS ein Strich im Windfenster. Sehr cool.
    DKS Mylar forderte die 35 m 70 daN gehörig. Beim Speed war sie mindestens so gut wie DKS standard. Ähnlich wie bei den Tigern zieht die Mylarversion weniger. Der Start bei dem Wind war aber schon anspruchsvoll, da sind schnelle Reaktionen gefordert...

    YEAAH :) Die Wutz bei bis zu 58 km/h Wind.


    Das erste Wort sagt eigentlich schon alles. Geflogen habe ich sie heute mehrfach. Wegen des sehr böigen Windes, der anfangs herrschte, habe ich mich nicht getraut, die 25 daN-Leinen anzuknüpfen. Also 38 daN in 35 m.
    Die brauchte die Wutz auch in Phasen mit 40 km/h Wind, sie machte viel Spaß, aber so richtig gezündet hat sie in den hackigen Böen noch nicht.


    Später flog ich parallel zu @Pittipattiputti, der den URO 0.65 an DC 40 flog. Vielleicht stellt er noch ein paar bewegte Bilder dazu ein. Zu dieser Zeit frischte der Wind immer mehr auf und es lagen sicher 50 km/h und mehr an. Und jetzt lief die Wutz wie geschmiert. Sehr sehr schnell, die Spins in einer Drehscheibe - da lässt die große Schwester grüßen. Rein subjektiv war der URO nebenan nicht ganz so flott unterwegs. Dann legte der Wind noch etwas mehr zu und ich hatte ein breites Grinsen im Gesicht. Dann der Knall, die Wutz hatte die 38 daN gefrühstückt... Zum Glück ist am Kite alles heil geblieben.


    Leinenempfehlung also:
    Bis 30 km/h Wind 25 daN
    Bis 50 km/h 38 daN oder DC 35
    über 50 km/h 50/55 daN oder gespleißte DC 40

    Hier mal ein kleiner fotografischer Vergleich von Wutz und URO 0.65. Die beiden haben ein sehr ähnliches Shape, der URO 0.65 ist minimal gestreckter und der Wutz hat etwas mehr Segelfläche zur Schleppkante hin.




    Bei böigem Wind mit maximal 20 km/h ließ sich der Wutz auf dem 3. Knoten leichter starten als der URO 0.65. Letzterer ist mit mehr Druck unterwegs, der Wutz hatte dafür leichte Vorteile bei der Spritzigkeit, der Geschwindigkeit und der Enge der Spins. Aber das sagt ja noch nichts darüber aus, wie es bei deutlich mehr Wind sein wird.

    Heute flog ich auch Dat heranwachsende Schantalle von Jörg in der komplett in 8 mm bestabten STD-Variante. An 55 daN, 35 m ließ sich dat Mädel steil gestellt auch bei weniger als 10 km/h Wind sehr gut starten. Und der Flug war super stabil und für den Wind war sie schön schnell unterwegs. Durch die hervorragende Stabilität konnte ich den Kite sogar bei noch deutlich abflauendem Wind in der Luft halten, DHS STD hat offensichtlich einen riesigen Windbereich.


    Es muss also nicht immer der Dampfhammer sein (ich denke dabei an meine DHS strong). Die STD-Ausführung ist noch variabler einsetzbar, auch wenn die starke Ausführung auch bei 10 km/h gut zu fliegen ist.

    Schönes Bild, Jörg!


    Und ich darf vermelden, dass ich mich gestern endlich aufgerafft habe und Dat riesige Schantalle repariert habe. Sie ist also ab sofort wieder am Himmel zu sehen.


    Heute flog sie ganz hervorragend, nachdem ich sie noch einen Knoten steiler gestellt hatte und den Waagepunkt noch einen Knoten nach innen verlegt hatte. In der Einstellung muss man beim Start schon aufpassen, dass der Kite nicht ins Rotieren gerät, am besten läuft man nach dem Kippstart schnellen Schrittes nach hinten, dann klappt es ab ca. 8 km/h Wind und rauf bis zur Pilotengrenze, die ab 4 Bft erreicht sein dürfte. Heute hatten wir bis hohe 3 Bft und es ging an 50 m 130 daN noch so gerade im Stehen mit in den Boden versenkten Hacken.


    Was war ich froh, den tollen Vogel endlich wieder in Aktion zu haben :)





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    Ich konnte es ja kaum abwarten, den wilden Wutz fliegen zu sehen. Also nahm ich den Kleinen eben trotz des wenigen Winds kurzerhand mit (wiegt ja nichts ^^ ). Alle Angaben im folgenden beziehen sich natürlich auf die semi-stark bestabte Version (UQS und Kiel 5 mm, LKs und OQS 4 mm).


    Auf der Wiese angekommen blies der Wind böig mit 6-15 km/h, Durchschnitt um die 11 km/h. Ich hatte kaum Hoffnung das der Wutz fliegen würde. Ich stellte ihn aber mal hin an 35 m 25 daN und auf dem zweiten Knoten eingestellt.


    Als mal spürbarer Wind anlag, zog ich die Leinen durch und, schwupp, ein Konter, Trudeln, aber abgefangen (war zu heftig die erste Bewegung!) und der Wutz flog :) Und das gar nicht so schlecht! Zu flach war er, da er in Luftlöchern eine Neigung hatte, nach vorn zu kippen. Das war aber beherrschbar. Wenn der Wind mal in Richtung der 15 km/h tendierte, lag aber direkt ein gutes Feedback an, auch wenn die Leinen ich nicht stramm waren. Die Geschwindigkeit war schon gar nicht übel, ein-zweimal ließ der Wutz sogar schon ein leichtes Hilde-Pfeifen hören und zeigte, dass er gut beschleunigen kann. Spins gehen bei solchem Wind wunderbar eng, man sollte nur aufpassen, weil der Wutz dann bei nachlassendem Wind schnell herausdreht und abgefangen werden muss. Wenn man beim Start darauf achtet, nicht zu doll anzureißen, sondern nur etwas Höhe zu gewinnen und dann zu fühlen, wohin der Wutz möchte, ist der Start ziemlich leicht.


    Dann der dritte Knoten. Jetzt war der Start etwas schwieriger, aber immer noch gut machbar. Bei kleinen Lenkbewegungen funktioniert es sehr gut, man gewinnt an Höhe und irgendwann kann man den Wutz in die Strömung ziehen. Man muss darauf gefasst sein, dass nach dem Anziehen eventuell ein schneller Loop zum Abfangen geflogen werden muss, aber danach liegt auch Strömung an. Das Feedback an den Leinen war jetzt noch besser und auch die Geschwindigkeit auf jeden Fall gleich gut wie vorher und in einigen Böen merkte ich viel Potenzial, sobald die Leinen mal etwas strammer gezogen werden können. Auch die Spins funktionieren in der Einstellung bestens. Insgesamt denke ich, dass der dritte Knoten die bessere Wahl sein wird, es sei denn man sucht mit der leichter bestabten Variante ein Leichtwindvergnügen.


    Dann der vierte Knoten - ha, sehr beruhigend - es gibt eine Einstellung, die zu steil ist. Das war mehr Hin-und-Her-Stehen als Fliegen, aber ich hatte ihn mal kurz und widerwillig auf Strömung. Der Knoten wird also bei viel Wind auch funktionieren.


    Fazit:
    Selbst die semi-starke Variante geht erstaunlich früh, Start 2. Knoten sicher machbar bei 10 km/h
    Kleine gefühlvolle Bewegungen beim Start, bitteschön
    25 daN 35 m reichen sicher bis 20 km/h Wind aus auf dem 3. Knoten
    Geschwindigkeit vielversprechend bei so wenig Wind
    Potenzial zur Beschleunigung erkennbar in Böen
    Spinpotenzial wohl ähnlich wie bei der Hilde
    Geräusch wird sich je nach Knoten auch dem der Hilde nähern