Beiträge von Moonraker

    Nach dem heutigen Flugtag bin ich erst einmal mit dem Testen durch, denke ich.


    Was haben wir uns anfangs getäuscht, was die Power von Dem Kevin angeht. Die DC40 sind wirklich nur bis maximal 20 km/h Wind geeignet. Zwischen 20 und etwa 28 km/h gehen noch DC60 oder Protec 70, ab hohen 4 Bft (28-30 km/h) müssen auf jeden Fall DC80 angeknüpft werden und ab hohe 5 Bft 100 daN. Dazu gleich unten mehr.


    Zunächst noch einmal die Grundeinstellung der Waage (jeweils vom Drachen aus gesehen):

    Knotenleiter OQS: dritter Knoten (wobei bei Jörg der allererste in der Nähe der LK befindliche Knoten nicht mitgerechnet wird).

    Knotenleiter an der UQS: dritter Knoten

    Knotenleiter Powerlines: dritter Knoten


    An der UQS fliege ich mittlerweile auf dem zweiten Knoten, weil ich Dem Kevin so wendiger finde.


    Jetzt aber zum heutigen Test bei 4-6 Bft, in Böen noch darüber.


    Als ich auf der Wiese ankam, war der Wind gefühlt wie vorgestern, als ich das erste Video aufgenommen habe. Ich knüpfte also die DC80 an und startete wohl direkt in eine 6er Böe hinein. Dem Kevin nahm derart wuchtig Fahrt auf, dass ich nach vorn gerissen wurde, den Kite schnell ablief und sofort wieder landete. Ich knüpfte also Protec 100 daN 35 m an. Und die Leinen brauchte er in der Folge dringend. Ich wurde mehrfach nach vorn gezogen, Dem Kevin kann auch liften, wenn man es darauf anlegt. Es war schon krass, was für eine Power er entwickelt. Und natürlich war er in der Grundeinstellung irre schnell dabei. Diese erwies sich aber in den heftigen Turbulenzen in Kombination mit der Powerlines-Einstellung als zu flach/giftig, denn Dem Kevin klappte Richtung Windfensterrand in Luftlöchern mehrfach weg.


    Die nächste Einstellung war oben einen Knoten steiler, Powerlines unverändert. Der Start war nun wie erwartet deutlich schwieriger, dann aber kam Dem Kevin mit heftiger Power und unverändert hoher Geschwindigkeit in Fahrt. Das war dann ein schöner Kampf mit immer wieder Landverslust. Und dem Kevin lief jetzt gut durch alle Böen und Luftlöcher hindurch, er zuckte zwar manchmal, klappte aber nirgendwo mehr weg.


    Als nächstes stellte ich die Powerlines einen Knoten länger, was Dem Kevin wieder gutmütiger machte. Der Start war einfacher und die Power nicht mehr ganz so extrem, aber immer noch so satt, dass ich gut in den 100 daN-Leinen hing. Beim Speed tat sich nicht soviel, der gesamte Aufbau der Performance war einfach weicher.


    Zum Schluss stellte ich oben wieder einen Knoten flacher bei gleichbleibend verlängerten Powerlines. Das ist auch eine gute Einstellung für viel Wind, auch hier ging Dem Kevin gut durch die Böen hindurch und war gefühlt fast noch etwas schneller als steiler gestellt.


    Fazit der Testflüge

    • Dem Kevin deckt in der Grundeinstellung einen großen Windbereich von oberen 3 bis 6 Bft ab.
    • Bei hohen 5 Bft und darüber gibt es alternative Waageeinstellungen, je nach Pilotengeschmack von weniger bis ziemlich heftig.
    • Dem Kevin hält auf jeden Fall 6 Bft aus - der Pilot je nach Gewicht eher weniger.
    • Für mich ist der beste Performance-Bereich bei niedrigen bis mittleren 5 Bft, wenn Dem Kevin an DC80 noch so richtig durchziehen kann, ohne den Piloten wegzuziehen. Bei weniger schweren Piloten werden mittlere bis hohe 4 Bft an DC60 oder 70 daN schon sehr spaßig sein. Ob man den Kampf bei 6 Bft suchen will, muss jeder selbst herausfinden.
    • Beim Speed dürfte Dem Kevin ziemlich weit vorn dabei sein.
    • Für die gebotene Performance ist Dem Kevin durchaus recht gutmütig und fliegt sehr stabil.
    • Bei böigem Wind muss man nur am Windfensterrand weich um die Kurven fliegen und eventuell steiler stellen oder die Powerlines einen Knoten verlängern.
    • Schön, dass es mal wieder eine Speedkite-Neuerscheinung gibt, die dieser Bezeichnung vollends gerecht wird.

    Ich habe heute noch ein weiteres Video gedreht. Ebenfalls meist bei 5 Bft, wenn auch eher untere bis mittlere 5 Bft. Viel Spaß beim Anschauen.


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    Ein Video von heute gibt es auch. Ich denke, es ist gut zu sehen, mit welcher Vehemenz Dem Kevin durch die gesamte Breite des Windfensters beschleunigt. Einmal habe ich ihn aus dem Windfenster "hinausgeschossen" und musste ihn wieder einfangen....


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    Heute flog ich bei mittleren bis hohen 5 Bft. Wow, das ging ordentlich zur Sache. Die DC80 35 m waren gut gespannt, in starken Böen fing ich an, mir um die Leinen Sorgen zu machen. Also speedandpower - Bei 6 Bft kannst Du 100 daN dranmachen :thumbsup:


    Und keine Einbußen bei der Geschwindigkeit - ich musste bei dem Hackwind sehr konzentriert fliegen, weil Dem Kevin teilweise mit extremem Speed etwas schräg aus den Wendekurven kam.

    Ich komme gerade ziemlich feucht (mal wieder seltsame Wettervorhersage) und mit zusätzlichen Erkenntnissen von der Wiese.


    Dem Kevin rockt :thumbsup:


    Anfangs flog ich bei böigen 4 Bft und Dem Kevin lief gut an den DC60, dann kamen aber Böen mit 5 Bft und die DC60 wurden stramm durchgezogen. Als es dann noch etwas mehr auffrischte, so mittlere 5 Bft, musste ich landen, weil die Leinen sonst hinüber gewesen wären. Im aufziehenden Regen lagen dann über eine Weile konstante 5 Bft an, teilweise mit Böen bis hohe 5 Bft. Jetzt waren die DC80 gut gespannt. Also, dem Kevin kann auch zupacken, die Power steigert sich mit zunehmendem Wind deutlich. Ich musste mich mit meinen mehr als 90 kg schon in die Leinen hängen, wenn Dem Kevin in der Powerzone durchzog. Mir gefiel sehr gut, dass sich Dem Kevin trotz der deutlichen Powerentwicklung nicht einbremste. Der lief so richtig schnell und satt, dass es eine Freude war. Bei Hackwind ist das Fliegen zwar Arbeit, aber in laminaren Phasen wird man direkt mit super Performance belohnt.

    Heute flog ich Dem Kevin bei mittleren 4 Bft. Es war sehr böig, aber ein paar Erkenntnisse ließen sich gewinnen:

    • Bei mittleren 4 Bft sollte auf DC60 oder Protec 70 gewechselt werden
    • Dem Kevin mag konstanten Wind (wie bei Powerlines zu erwarten), er kommt aber recht gut durch die Böen hindurch
    • Die Grundeinstellung funktioniert gut bei dem Wind, allerdings ist sie für grobe Luftlöcher zu flach, ein paar Male klappte Dem Kevin weg, was vor allem Richtung Windfensterrand passierte
    • Einen Knoten steiler kann man Dem Kevin fliegen, bei dem heutigen Wind brachte das aber nur Zuwachs an Power. Für die Einstellung sollten schon laminare 4-5 Bft anliegen, denke ich
    • Die Powerlines einen Knoten strammer zu stellen bremst Dem Kevin ein - also in der Grundeinstellung belassen
    • Dem Kevin wird wendiger, wenn die Waage an der UQS einen Knoten weiter zur LK hin angeknüpft wird. In der Grundeinstellung geht er aber auch gut um die Kurven, das dürfte Geschmacksache sein

    Heute holte ich meinen Dem Kevin mit überarbeiteter Waage bei Jörg ab.


    Zu Hause war einigermaßen Wind, so dass ich Dem Kevin aufbaute und die DC40 35 m mitnahm. Gemessen habe ich den Wind nicht, aber es werden obere 3 Bft gewesen sein. In der von Jörg gewählten Grundeinstellung lässt sich Dem Kevin bei dem Wind schon recht gut starten (wie oben beschrieben) und fliegt schon sehr vielversprechend. Einmal kam eine Böe und Dem Kevin machte einen Satz nach vorn. Ich war froh, dass diese Böe nur sehr kurz war, denn sonst wären die DC40 eventuell hinüber gewesen. Also, da geht was! Ich werde nächste Woche - es soll ja windig werden - ausführlicher berichten.

    Also, wenn Du ihn mit Powerlines hochskalierten würdest auf 4 m, dann müsstest Du schon sehr viel Gewicht haben :thumbsup: Wir sind Dem Kevin zwar an DC40 geflogen bei oberen 3 Bft, aber vom Proto weiß ich, dass er irgendwann so ab 5 Bft richtig bissig wird. Da kann man sich schon mal hinsetzen.


    Nichts gegen den auch von mir geschätzten Colibri - aber die Power vom Kevin würde um ein Vielfaches darüber liegen.

    Ich freue mich sehr, dass ich den ersten Serien-Kevin bekommen habe - wie immer in großartiger Nasenbär-Qualität - und berichte gern über meine bisherigen Erfahrungen.


    Schon von einigen Jahren hatte Jörg mir den Prototypen von Dem Kevin zum Testen mitgegeben. Während der Testphase wurde die Waage komplett überarbeitet und ich brachte auch Powerlines an. Diese sind für den richtigen Druckaufbau im Segel entscheidend und müssen - wie wir in Vrouwenpolder feststellen konnten, sehr fein angepasst werden, um optimale Performance zu erzielen. Ich denke auch, dass bei stärkerem Wind eine noch schärfere Einstellung gewählt werden kann. Ich werde hoffentlich bald berichten können - noch ist hier am Rhein Dauerflaute.


    Wie Jörg schon schrieb, ein Startmonster ist Dem Kevin nicht, aber es sollte schon einige Erfahrung mit Speedkites vorhanden sein, denn Dem Kevin möchte feinfühlig im Windfenster hochgeführt werden und dann in einen langen Loop gedrückt werden. Einmal in Strömung, fliegt Dem Kevin sehr stabil und beschleunigt schön zur Windfenstermitte hin. Am Windfensterrand muss er aktiv geflogen werden, dreht aber auch nicht extrem schnell weg. Die Power war beim letzten Flug moderat mit sehr guter Rückmeldung. Das kann sich allerdings bei mehr Wind und schärferer Einstellung noch ändern. Wie bei der starken Streckung zu erwarten, ist Dem Kevin eher für die lange Gerade optimiert, fliegt aber auch engere Loops noch schön druckvoll.


    Erstes Fazit: Dem Kevin ist sowohl optisch aus auch flugtechnisch eine sehr sinnvolle Ergänzung meiner Speedkite-Drachentasche.