Hier ist der, mein X-Race Nr. 006. Danke an Michael für Bau und Lieferung in nicht einmal 14 Tagen
Und was ist er hübsch geworden 

Und er hat eine Moonraker-Knotenleiter mit sechs statt vier Knoten 

Hier noch ein Bild der beiden Segellatten

Geflogen habe ich den X-Race natürlich auch sogleich. Ich habe den Wind gar nicht genau gemessen, aber mein Nackometer sagte 15-20 km/h beim ersten Start. Der X-Race war - wie ausgeliefert - an Knotenleiter und Abfangschenkel auf dem 2. Knoten eingestellt. Ich hatte 75 daN in 35 m Länge gewählt.
Schnell noch die Fotos gemacht und dann ab an die Griffe. Kurz kippen und durchziehen - der X-Race schießt wie eine Rakete in den Zenit und geht sofort in ein beeindruckendes Tempo über. Ich habe mich fast erschreckt bei dem überfallartigen Start. Danach ist der X-Race so druckvoll unterwegs, dass ich lande und lieber 100 daN anknüpfe. Das war dann eher überdimensioniert, aber hier die nächsten Eindrücke.
Dritter Knoten bei ähnlichen Windverhältnissen wie vorher. Der Start gelingt nach Ankippen immer noch problemlos, nur ein Schlenker nach links muss durch einen Loop abgefangen werden (ich denke, dass ich da nicht ganz gleichmäßig durchgezogen hatte). Der folgende Flug ist sehr druckvoll und der X-Race ist mit ordentlichem Speed unterwegs. Aber er müsste die Leinen noch mehr durchziehen für vollen Speed.
Dann mal auf den vierten Knoten. Jetzt wird es spannender, beim ersten Versuch verlässt mich der Wind und der X-Race slidet munter im Windfenster hin-und her und trudelt schließlich zu Boden. Aber ich gebe nicht auf und dann kommt er wieder, der Wind. Nichtsdestotrotz schließt sich an den zu dicken Leinen ein längeres Starttänzchen an und der X-Race fliegt danach eher unmotiviert. Zu steil für obere 3 Bft.
Da der Wind immer mehr nachlässt, knüpfe ich wieder die 75 daN an und gehe auf den dritten Knoten. Das Fluggefühl ist jetzt ähnlich wie bei mehr Wind an 100 daN. Der X-Race fliegt sehr stabil, auch am Windfensterrand ist er nicht aus der Ruhe zu bringen. Enge Loops sind gut zu fliegen, allerdings dreht der X-Race dann bei zu engen Spinversuchen aus der Strömung, lässt sich aber gut wieder stallen und einfangen.
Bei Wind um die 10 km/h gehe ich dann auf den zweiten Knoten zurück, auf dem sich der X-Race auch an den 75er-Leinen wohlfühlt.
Zum Schluss kommt er dann noch an DC40 bei Wind von 6-12 km/h. Und das hat mich heute beeindruckt. An den dünnen Leinen fliegt der X-Race bei Windverhältnissen, bei denen andere Speedkites in der 190 cm-Klasse in der Tasche bleiben, schon erstaunlich flott. Auch ist er auf dem zweiten Knoten extrem stabil. Ich habe versucht, ihn aus dem Windfenster zu fliegen, aber es war immer eine Abwärstkurve zur Gegengeraden möglich. Und an dünnen Leinen dreht der X-Race selbst bei dem wenigen Wind sehr schön eng und fast ohne Höhenverlust.
Der erste Eindruck ist also durchaus positiv. Der X-Race benötigt auf jeden Fall gut gespannte Leinen, um sein Potenzial abzurufen. Der Windbereich ist nach unten sehr groß.
Mal sehen, was er bei ordentlich Wind veranstaltet und ob dann eher die Power oder der Speed überwiegen werden.