So, ich bin zurück von der Wiese - und keine fliegt wie diese:

Dat riesige Schantalle freute sich, endlich in artgerechter Umgebung angekommen zu sein. Ungeduldig scharrte sie mit Leitkanten- und Whiskerspitzen. Und gleich der erste Start gelang ohne Probleme - etwas flacher gestellt zur Vorsicht als die errechnete mittlere Einstellung. So flog das Riesenmädel flott und mit angenehmem Druck. Nur um die Kurve kam sie noch nicht so gut herum und machte in einem Luftloch dann einen halben Köpper nach vorn. Ich konnte sie gerade noch abfangen und sanft landen. Also wohl zu flach...
Ich stellte also auf dem mittleren Knoten der Knotenleiter, etwa 2,5 cm steiler. UND - die Dame ließ auf einmal die Sau raus... Jetzt ging sie mit ordentlich Power zu werke, in der Windfenstermitte musste ich mich schon heftig in die 130 daN-Leinen hängen. In einigen Böen musste ich sogar ein paar Schritte nach vorn laufen. Einmal zog ich sie mit vollem Schwung nach oben und befand mich direkt einen halben Meter in der Luft. Wow, dat Mädel kann auch anders. Und der Speed war sehr sehr beachtlich, wenn ich es schaffte mich im Boden zu verankern und die Leinen richtig stramm gezogen wurden. Spins kommen um die Flügelspitze, der Sound ist ein schönes tiefes Fauchen. Später zog ich dann das Arschleder über und ließ mich ein wenig auf der trockenen Wiese einstauben...
Ein großartiger Kite - danke Jörg, dass ich ihn bauen durfte, die vielen Stunden haben sich so was von gelohnt! (Mal abgesehen davon, dass ich wieder eine Menge gelernt habe dabei).
Einziger Ausfall heute - kurz nach dem steilen Start verabschiedete sich mit einem Ploppen der eine Standoffhalter auf der UQS und ward nicht mehr gesehen. Die riesige Schantalle flog davon aber unbeirrt weiter. So löste ich auch den anderen Standoff und die Erkenntnis war, dass dieser Drachen auch ohne Standoffs wunderbar fliegt und startbar ist. Der Wind formt das Segel bestens aus.