"Form follows function" bei einem echten Speedkite!
Unnötige Nähte belasten das Segel und ergeben Sollbruchstellen. Sie sorgen an den sagen wir "falschen Stellen des Designs wegen" für unnötige Verwirbelungen und ggf. ungewollte Ausformungen, Klebematerialien ergeben zusätzliches Gewicht, beim Bauen wird es wesentlich schwerer beide Segelhälften absolut gleich zu machen (ja mir geht es um 0,5 mm Genauigkeit!), Spannungsverhältnisse (z.B. für eingerechnete Profilierungen) lassen sich mit zusätzlichen Paneelen aus bestimmten Materialien zwar steuern aber für das Konzept vom Summoner würden sie nur dafür sorgen, dass das stark auf Zug stehende Segel (durch die vorgegebene Profilierung) eine stake Belastung auf die Nähte ausübt. Man müsste dann das Segel regelmäßig entspannen und könnte den Flügel nur schlecht längere Zeit aufgebaut lassen.
Bauzeit ist auch ein nicht unerheblicher Faktor. 1000 unnötige Verstärkungen irgendwo einbauen nur, dass die Kiste toll aussieht mach ich wirklich nicht gerne. Das führt oft dazu, dass der Kite unnötig schwer wird und sich im Flug dann auch genau so anfühlt. Will man einen Speedkite agil halten darf er nicht Überschwer sein (es gibt ein paar Ausnahmen die auch in schwer sich recht agil fliegen lassen, aber so "flippig" wie die Leichten werden sie nie).
Will man alles kombinieren, also gute Spurtreue, hohe Geschwindigkeit auf der Geraden UND den Spins, gutes präzises Spinnverhalten, großer Windbereich und womöglich auch noch ein einfaches Startverhalten (dazu noch bei einer überschaubaren Bauzeit mit Präzision...!) wird es nicht einfach.