Beiträge von Tiggr

    Hallo!


    Hat eigentlich für den diskontinuierlichen Antrieb jemand schon den Geneva-Mechanismus (Maltereser Kreuz) in den Raum geworfen? Das wäre IMHO fast für Messer und Transport sinnvoll. Beides gegeneinander Versetzt, sozusagen. Es bewegt sich immer nur eines von beidem, aber man dreht kontinuierlich.


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    Tschüss
    Marcus (aka Tiggr)

    Hiho!

    Ist das immer noch ein gleichmäßiges Octagon oder hast du in oben gestaucht und und unten verlängert?

    Das ist immer noch ein gleichseitiges Octagon, wirkt nur so anders wegen der 3D-Form. Und die Stäbe sind noch einen Tick zu kurz. Ich hatte kein 3mm CFK mehr und habe deswegen den ersten Musterdrachen geplündert. Und die sind so ca. 2-3mm zu kurz.


    Tschüss
    Marcus (aka Tiggr)

    Hiho!


    Ich habe die Idee mit dem schwanzlosen Oktagon mal wieder aufgegriffen, und versucht den Drachen etwas zu optimieren. Die beiden Löcher im oberen Bereich sind jetzt kleiner, um mehr Druck in den oberen Teil des Drachens zu bekommen. Der erste Flugtest sieht sehr gut aus!


      


    Der Drachen scheint stabil zu fliegen (der Wind war seltsam). Er baut jetzt mehr Druck auf und der Leinenwinkel ist steiler! Ich würde sagen: Erfolg!


    Tschüss
    Marcus (aka Tiggr)

    Hiho!

    Frage noch: mit welcher Stärke (Watt) schneidest du bisher?


    Ich habe gerade die ersten echten Segel geschnitten, nach einer Reihe von Tests.


    Mein Laser hat laut China-Datenblatt 20W optische Leistung. Ich schneide mit 40%... falls das Ding also linear in der Leistung reagiert und das Datenblatt nicht lügt, dann wären das 8 Watt. Das geht echt wie Butter mit einem Laser schneiden! ;)


    Tschüss
    Marcus (aka Tiggr)

    Hiho!


    Ich konnte nicht anders, auch wenn heute ein langer und doofer Arbeitstag war, ich musste noch den gestern montierten Laser ausprobieren!


    First light on my Lowrider V4! It's alive!


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    Erste Erfahrungen nach nur wenigen Sekunden schneiden:


    • Boah ist das schnell! Ich hab schon einen sauberen Schnitt mit nur 20% Leistung. Aber ich bin auch noch viel zu langsam unterwegs, mit nur 600mm/s, da geht viel mehr! Im Internet habe ich Werte zwischen 1000mm/s und 3000mm/s gefunden. Ich probiere mal rum...
    • Ich konnte den üblichen Geruch von verbrannten Spinnacker nicht wahrnehmen, aber es riecht intensiv nach verbranntem Holz von der MDF-Unterlage. Hat jemand eine Idee für eine gute und bezahlbare Schneidunterlage?
    • Zusehen macht Riesenspass!
    • Ich habe echt Respekt vor dem Leser! Ich kauf nächste Woche mal eine Wiener und leg die drunter! :D Aber ohne Schutzbrille nähere ich mich nicht dem Ding! Also nicht wenn da irgendwo Strom drauf ist! Und ich bin froh, eine richtige gekauft zu haben, nicht ein Billigding von Amazon für 17 Euronen.
    • Ich will noch einen Feuerlöscher für den Raum... sicher ist sicher!

    Bauzeit: Ich habe im April richtig angefangen, vorher schon etwas eingelesen. Heute so ziemlich fertig. Die Kosten habe ich irgendwann nicht mehr mitgerechnet. Aber ich sag mal: Für die Größe des Geräts ein Schnäppchen!


    Was kommt als nächstes?

    • Viele Probeschnitte, und dann das erste Segel. Was einfaches, an dem ich gerade rumexperimentiere.
    • Noch eine Schleppkette für Y.
    • Eventuell Atemschutz! Eigentlich Pflicht, aber die Version für Bartträger kostet soviel wie die Fräse!

    Wer auch über sowas nachdenkt: Bitte denkt dran, Laser sind gefährlich, und bei meiner Konstruktion ist der auch noch frei. Schutzausstattung ist Pflicht, am besten niemand mit im Raum, gute Lüftung, Brandschutz. Macht euch viel Gedanken darüber - und wenn ihr an irgendeiner Stelle Zweifel habt: Finger weg!


    Jaja, sagt der Richtige!


    Tschüss
    Marcus (aka Tiggr)

    Für einen Eigenbau würde ich einen
    MKS DLC32 v2.1 32-Bit GRBL Offline-Controller (oder ähnlicher)
    empfehlen.


    Zu spät, hab meinen Controller schon längst verbaut und schon damit gefräst.


    Ist der da: https://docs.v1e.com/electronics/jackpot3/ - und läuft auch mit GRBL, genauer mit FluidNC (https://github.com/bdring/FluidNC).


    Und es gibt ein alternatives Interface dafür: https://github.com/figamore/FigUI - das sieht nicht nur schick aus, sondern funktioniert IMHO auch toll.



    Hab mir den Luxus gegönnt, mit einem ausgemusterten Büro-PC und einen Touchscreen das Bedienpanel zu bauen. :)


    Und für mich der größte Vorteil: Das kommt aus der selben Schmiede wie die Fräse, da ist der Forensupport (https://forum.v1e.com/) echt prima.

    Wer mehr über meinen Bau lesen will - und meine Probleme: https://forum.v1e.com/t/lowrid…r-for-kite-building/53911


    Und Probleme hatte ich schon ein paar, habe bisher nur manuell in Alu gefräst, das CNC-Zeug ist neu für mich. Ich arbeite mich auch gerade in Estlcam ein.

    Hiho!


    Mal so ein kleines Update von mir! Nach viel Grübeln habe ich einfach mal einen Laser gekauft, um voran zu kommen. Ich befürchte, die Erfahrungen im Internet sind so unterschiedlich, ich muss einfach eigene machen.


    Es ist ein Diodenlaser mit 20W optischer Leistung und 450nm Wellenlänge. Ich bin gerade dabei mit dem Anschluss an den CNC-Controller zu kämpfen. Das passende Kabel ist im Zulauf, und ich bin mir absolut nicht sicher, ob ich die mitgelieferte Adapterplatine verwenden muss oder nicht. Die Minianleitung aus China verwirrt mich da doch sehr. Wenn jemand helfen kann, Ahnung von Elektronik hat, immer her mit eurer Kompetenz.


    Auf alle Fälle sieht es an der Fräse so aus:


    Ich berichte weiter, wenn ich die ersten Schnitte probiert habe!


    Schutzbrille ist auch bestellt, und ich schalte das Ding nicht ein, solange ich keine Schutzbrille habe! Und zwar auf der Nase, vor den Augen, nicht nur auf dem Tisch!


    Tschüss
    Marcus (aka Tiggr)

    Hallo!


    Auf Facebook ist Ruhe im Thema eingekehrt. So viel an Masse gab es nicht an Antworten. Aber ich geben mal die Interessantesten wieder:


    Zitat von Paul Homan

    The easiest to adapt to your CNC is a diode laser. ( look for between 10w-20w) you will be limited on cutting or require prep work for some colors of ripstop to get it to cut. The CO2 doesn't have those limitations but making it an add on to an existing CNC is much more involved.


    Zitat von Paul Homan

    The easiest to adapt to your CNC is a diode laser. ( look for between 10w-20w) you will be limited on cutting or require prep work for some colors of ripstop to get it to cut. The CO2 doesn't have those limitations but making it an add on to an existing CNC is much more involved.


    Zitat von Steve Anderson

    connect with Darryl Waters. He also built the lowrider CNC for this exact purpose. I don't know what power diode laser he uses, but I think it is 10 watts. He 3D printed a pen attachment that he uses to put a yellow line on white fabric before cutting with the laser. It makes it possible to cut difficult colors with a lower power laser. I believe his cutting surface uses tiles and then he has a shop vacuum to pull suction to keep the fabric from moving.


    Zitat von Steve Anderson

    Vacuum table works. John Lutter has a very large laser table with a metal cutting surface with thousands of tiny holes drilled into it so it is a vacuum table. I'm pretty sure Darryl just pulls a vacuum in the gaps between the tiles he uses for his cutting surface.


    Zitat von Alex Sørensen

    I've done the same. Added a diode laser to my DIY CNC router. Just brought (not yet mounted) 80w output, for upgrade. Been running 13w output until now. Works fine, but on white fabric, it's slow. Hope that the higher power will help. Why should the fabric move? I don't use anything to hold it, just lay it on the bed. Look at Amazon, AliExpress etc, for a diode laser, with at least 40w output (important that's output, not just watt)


    Zitat von Lindsey Wisdom-Johnson

    I have an 80watt CO 2 and I run it at 15% power. I use synthetic felt, about 4mm thick to cut on. It is designed for CNC tangential knife cutting and you can pull a vacuum through it. There's also natural felt available design for laser cutting. I use a spray adhesive design for screen printing T-shirts from Sprayway #84. It does not transfer to the fabric. No need for vacuum hold down.


    Zitat von Nathan Martin

    I use a 10W Blue Diode laser. It has more than enough power for nylon ripstop. I don’t use air assist. I have a vacuum line that rides on the gantry to an exhaust. You will have to think about harmful fumes. To keep the fabric down I just lay it out and painters tape the corners. I’ll go over the fabric with an iron on the lowest settings by to flatten it and that’s enough to get the job done. This is the second table I built. The first one only had a 500mW laser and that worked fine to. A CO2 laser is a whole different setup with mirrors and a cooling unit. It can out preform the blue diode laser. I’ve been told the air assist is needed more for engraving on wood to blow out debris that gets in the way of cutting. I’ll attach a video of it cutting white fabric. It has to move slower with higher power for white and blue fabrics. I have sheet of setting I made for each material I use. I have cut out shirt patterns as well.


    Also alles in allem sehr gemischte Antworten. CO2-Laser scheidet für mich aus! Bei den Diodenlasern streuen die Angaben ja sehr, sind aber alles in allem eher ermutigend.


    Ich denke gerade über einen 20W-Diodenlaser nach - der kostet aber 400 Euronen (Amazon). Wenn es funktioniert wäre es mir das aber wert. Und die Laser Tree-Dinger scheinen bei Selbstbauern beliebt zu sein.


    Mein zweites Problem ist gerade Laser-Sicherheit. Ich hab mal geguckt, den billigen Brillen von Amazon traue ich nicht, die gehen ja bei 15 Euro los. Eine Schutzbrille von einem namhaften Hersteller geht nach meiner Suche bei 150 Euro los, das wäre aber IMHO sinnvoll angelegtes Geld. Ein Justierbrille kann auch 350 Euro kosten. Aber lieber Geld ausgeben als blind werden. Da muss ich mich aber noch mehr einlesen.

    Und noch ein paar Bilder meiner Fräse:


    Da ich zur Zeit nicht lasern kann, werde ich in den nächsten Tagen mal Schablonen aus 3mm MDF fräsen. damit hat das Ding jetzt auch schon eine sinnvolle Verwendung. Und ein paar Sachen zum Fräsen fallen mir eh noch ein...

    Tschüss
    Marcus (aka Tiggr)

    Hallo!


    Ich habe in den letzten Wochen angefangen mir einen Traum zu erfüllen, und mir eine große Fräse gebaut. Warum eine Fräse? Weil ich die eigentlich mit einem Laser ausstatten will, und damit Spinnacker schneiden möchte.


    Gebaut habe ich mir die Lowrider V4: https://docs.v1e.com/lowrider/ - hat echt Spass gemacht.


    Meine hat eine Nutzbare Fläche von ca. 115cm x 264cm - größer geht nicht vom Platz her. Bei Interesse zeige ich auch gern Bilder - ich gebe ja gern an! Und im Lowrider-Forum gibt es auch einen Thread dazu: https://forum.v1e.com/t/lowrid…or-kite-building/53911/89


    So, nun zu meinen Fragen! Ich weiß, einige hier verwenden auch schon Lasercutter für den Drachenbau. Von euren Erfahrungen will ich profitieren.


    Welchen Laser vewendet ihr? Technologi? Wellenlänge und Leistung?


    Mit Air Assist?


    Wie fixiert Ihr das Tuch?


    Was verwendet Ihr als Unterlage?


    Tschüss
    Marcus (aka Tiggr)

    Hallo!

    Wickelst du das Band dann auf eine Spule?

    Hälst du die in der Hand oder hat die einen Fuß.


    Ich habe mir natürlich auch eine passende Spule gedruckt! :D


    Ich wickel da einfach von Hand drauf. Band ziehen, Band wickeln, Band ziehen, Band wickeln, geht recht schnell so. Einen Halter dafür zu entwerfen, und eine Kurbel, war mir dann doch zu viel Aufwand. So oft verwende ich einfach gefaltetes Band nicht. Aber in der Kette kam schon ein bisschen was zusammen, so dass sich das wirklich gelohnt hat mit dem Falter.


    Ach ja, nichts gegen alte Drucker! Ich habe einen Prusa MK3s+ - der ist komplett überholt, aber funktioniert noch immer prima.


    Tschüss
    Marcus (aka Tiggr)

    Hallo!


    In meinem Baubericht zu meiner "Fractured Rainbow-Kette" hatte ich auch ein Tool gezeigt, mit dem ich ein 12.5mm-Band in der Mitte falte, um es dann von Hand um die Kante des Segels zu legen. Also als einfach gefaltenes Saumband.


    Carsten hat mich gebeten, dass Ding hier mal vorzustellen. Dem will ich jetzt endlich mal nachkommen! ;)


    Hier erstmal das Bild von dem Ding:

    Das Ding ist selbst entworfen und 3D-gedruckt. Und ich glaube, man sieht sofort, es gab mehr als eine Version! ;)


    Im wesentlichen besteht es aus 2 Abschnitten:


    • Links das komische Teil übernimmt das eigentliche Falten. Links läuft das Band rein, und wird gefalten.
    • Rechts die 3 Teile ziehen das Band über eine Kante, um die Faltung scharf und permanent zu machen. Das entspricht im Gedanken dem bekannten "über die Tischkante ziehen".

    Dann mehr zum linken Teil. Ich bin kein Profi im CAD, und der innere Schlitz hat mich fast in den Wahnsinn getrieben. Der "Loft" in SolidWorks wollte einfach nicht so klappen, wie ich das wollte. Aber am Ende haben wir (SolidWorks und ich) uns auf ein Unentschieden geeinigt.


    Hier mal ein paar Schnitte durch das Teil:


    Man sieht, wie der Schlitz, der waagerecht in voller breite beginnt, sich in der Mitte faltet. Die beiden Enden wandern als V immer weiter zusammen, bis nur noch ein Schlitz mit halber Länge und senkrechter Ausrichtung übrig bleibt. Am Ende wird das Ding aber auf der Seite liegend montiert. Das Band läuft als senkrecht rein, und liegend aber gefalten raus.


    Dazu kommt ein Schlitz in das Gebilde, damit ich zum einen sehen kann, wo das Band beim einführen gerade ist. Und zum anderen, um das Band mit etwas Spitzen durch das Teil schieben zu können.


    Meine anfänglichen Befürchtungen, dass ein gedrucktes Teil zu rau ist, um das Band durch zu führen, waren zum Glück unberechtigt.


    Dazu kommt, das ich in dem Teil ohne Support drucken können muss. Deswegen wurde es in dieser Ausrichtung gedruckt:


    Ich habe überall Schraublöcher zur Montage auf einem Brettchen vorgesehen. Aber da ich damals weiter basteln wollte, habe ich es dann doch einfach mit Sekundenkleber auf Pappe geklebt. Funktioniert genauso gut.


    Man muss schon aufpassen nicht schief zu ziehen, aber wenn man das nach 2min raus hat, ist das Ding eine riesen Arbeitserleichterung.


    Der Saum sieht dann so aus:


    Eine Frage ist noch offen: Wo bekommt man das Saumband mit 12,5mm Breite her?


    Dafür habe ich mir was 3D-gedruckt:


    Im weißen Oberteil ist eine Klinge eingeklemmt. Ich ziehe einfach das gute Saumband von Metropolis durch, das mit 25mm Breite, und habe dann 2 Bänder mit 12.5mm Breite. Das funktioniert auch prima und schnell.


    Die STLs und die SolidWorks-Dateien gibt es bei mir gerne auf Anfrage! Da ich das ganze als sehr speziell und noch nicht genügend getestet betrachte, stelle ich es nicht auf Printables zur Verfügung. Aber ich gebe es gerne weiter.


    Tschüss
    Marcus (aka Tiggr)

    Hallo Carsten!

    Was für Stäbe hast du verwendet und wie lang sind die Schwänze?


    Den Faltmechanismus finde ich sehr interessant. Würdest du da näheres in den thread zum Saumaparat posten?


    Ich habe 4mm CFK-Rohr verwendet, und im ersten Drachen oben noch eine Querstrebe auch aus 4mm CFK-Rohr eingesetzt. Florian hat in seiner ???-Kette keinen Querstab drin, und es geht auch. Von Florians Kette habe ich mich nämlich bei meinen Ketten inspirieren lassen.


    Laut meinen Unterlagen sind die Schwänze zur Zeit ca. 5m lang. Ich hatte sie erst deutlich kürzer, war aber mit der Stabilität im Flut nicht zufrieden. Kann sein, dass ich es jetzt etwas mit der Länge übertrieben habe.


    Zum Faltdingens schreibe ich noch was, ich versuche gerade dem CAD-Programm ein paar aussagefähige Screenshots zu entlocken.


    Tschüss

    Marcus (aka Tiggr)

    Und das letzte Post, ich glaube, ganz ohne Technik!


    Ich habe die Kette in Cervia und in Fanö ausprobieren können. Meine Erfahrungen:


    • Ich finde sie sieht am Himmel geil aus! Die Farben knallen richtig, die Transparenz wirkt super, und die Schatten sind bunt. Ein Hingucker! Und auch wenn es ein Zufall war, dass sie ihren richtigen Erstflug auf Fanö im Pride Month hatte, es passt irgendwie! Ich bin richtig glücklich, und die Kette kommt auch bei anderen gut an.
    • Man braucht beim Start schon ein wenig Platz, 15 Drachen sind schon eine Ansage. Der Zug bleibt aber sehr moderat. Handling geht bei gutem Wind alleine, zu Zweit ist es aber angenehmer.
    • Die kleinen Drachen mit nur 50cm Kantenlänge brauchen schon etwas mehr Wind. Ich dachte zuerst, die Kette sei instabil, aber wenn der Wind passt, steht sie gut.
    • Normaler Weise würde ich den Abstand zwischen den Drachen größer machen, aber so wirkt sie besser, und braucht weniger Platz beim Start. Aber die optische Wirkung ist ehrlich gesagt der Hauptgrund, warum sie so dicht stehen.
    • Ich probiere auch gerade eine neuen Taschenform für den Transport der Kette aus, wenn die ausgereift ist, zeige ich die auch mal.
    • Ich habe nächstes Jahr nach Cervia ein echtes Transportproblem. Ketten und Cabrio ist eine unpraktische Kombination.
    • Ich habe schon das nächste Kettenprojekt in Planung, und meine Kette aus dem Airbrush-Thread wird auch noch erweitert. Ich bin gerade in meiner Kettenphase. :D


    Und zu letzt noch ein paar Bilder mehr:



    So, jetzt seit ihr dran! Kritik, Kommentare, Vorschläge, Erfahrungen mit ähnlichen Projekten, ....


    Tschüss
    Marcus (aka Tiggr)

    ... und nochmal geht's weiter!


    Säumen... die Kanten können ja nicht ausfransen, also ist Säumen nicht so wichtig. Und ich wollte Gewicht sparen, also habe nur einfach gefaltetes Saumband verwendet. Das Band ist das Saumband von Metropolis, das ich einfach längs halbiert habe. Längs halbieren klingt nervig, ist aber einfach: Ich hab mir da was entworfen und gedruckt, wo ich das Band einfach durchziehe:


    (Ist schon etwas spezielles, aber falls jemand damit rumspielen will, Solidworks-Datei und STL gibt es auf Nachfrage.)


    Dann blieb nur noch das Problem, das Band in der Mitte zu falten. Und - Überraschung - dafür habe ich mir was entworfen und gedruckt:



    Und natürlich habe ich das Band auf eine 3D-gedruckte Spule gewickelt! :D Man muss zwar recht genau gerade ziehen, aber dann funktioniert das ganze gut. Eigentlich wollte ich die Teile auf ein Brett schrauben, aber so ging es auch. (Auch hier: Dateien auf Nachfrage erhältlich!)


    Dann nur das Band um die Kante legen und mit einer Segelmachernaht annähen. Natürlich mit Regenbogen-Faden. Der Faden hat mich aber fast in den Wahnsinn getrieben. Meine Nähmaschine hat den garnicht gemocht. Der ist ständing aufgedröselt oder gerissen.



    In der Mitte des Segels sitzt auch noch eine Verstärkung, aber die ist einfach nur rund, und nur aufgeklebtes Nummerntuch, das braucht kein Bild. Die habe ich natürlich auch mit dem Schneidplotter geschnitten.

    Und falls jetzt wer denkt ich sei technikverliebt (wegen CAD, Schneidplotter, Nesting, 3D-Druck)... ja, das bin ich! ;)


    Jetzt noch Schwänze nähen. Ich schneide das 12cm breite Tuchschtreifen, säume sie mit dem Saumapparat und schneide dann die Streifen mit einem Papierschneider mit einem (3D-gedruckten) Anschlag. Damit kann ich nicht zu tief schneiden. Am Ende bekam jeder Schwanz ein Stück Regenbogentuch von Metropolis. Ich wollte die Schwänze erst ganz aus dem Regenbogentuch machen, aber ich glaube, das hätte erschlagen. Irgendwann ist doch auch zubunt erreicht.



    Im Mittelpunkt des Y und an den oberen Enden sitzen kurze Schnurschlaufen. Die lassen sich mit einem 3D-gedruckten Fuß sehr leicht annähen. Den habe ich aber nicht selbst entworfen, der ist von da: https://www.printables.com/mod…wing-machine-presser-feet. Aber ich habe da gerade was gezeichnet und gedruckt. Nur den Fuß und nicht Fuß und Schaft. Damit ich ohne zu schrauben den Fuß wechseln kann, wie sonst auch. Die Idee kam, nachdem mir die schwarze Schraube runterfallen war, und ich 15min unter dem Tisch rumgekrochen bin, um die Schraube wiederzufinden. :D



    Damit ist die Näherei fertig. Dann noch verbinden, Waage dran, und los geht's...


    Zu meinen Erfahrungen mit der Kette dann mehr im nächsten Post!


    Tschüss
    Marcus (aka Tiggr)

    ... weiter geht's!


    Um die Regebogensubteile zu schneiden, kam mein Schneidplotter zum Einsatz. Der hat zusammen mit den Maßen der Mylarstücke, die auftreiben konnte (Danke an Metropolis), die Drachengröße bestimmt. Ich musste die Teile auf meinem kleinen haushaltsüblichen Schneidplotter schneiden können. Auch so sind 2 Streifen in der Mitte der Kette aus zwei Teilen gefertigt. Alle anderen Streifen sind aus einem Stück.



    Direkt nach dem Plotten habe ich die Teile mit PostIts beschriftet, um keine Probleme beim Zusammensetzen zu bekommen. Es sind ja 105 Teile, und die Hälfte ist die gespiegelte Version der anderen Hälfte der Teile. Deswegen sind im CAD auch keine 15 Drachen sondern nur 8 gezeichnet. Die anderen 7 sind gespiegelt.


    Die einzelnen Teile wurden dann auf das Mylar geklebt. Dazu wird das Mylar und die Fensterfolie mit einer Mischung aus Wasser, Spüli und Isopropanol eingesprüht. So können die Teile noch gut plaziert werden. Dann werden sie mir Rakel und Rolle angedrückt, und das Wasser rausgedrückt. Ich habe da leider kein gutes Bild davon.



    Das war mal was ganz neues für mich und richtig Spass gemacht. Und es eine ziemlich nasse Angelegenheit im Nähzimmer.


    Als nächstes sollten Taschen an die Ecken. Die baue ich auf meine Weise. So sehen die fertigen Taschen vor dem Säumen aus:



    Die untere Verstärkung ist aus Nummerntuch, natürlich mit dem Schneidplotter geschnitten. In einer Ecke trägt auch jeder Drachen noch seine "Nummer in der Kette" als Buchstabe, direkt auch mit ausgeschnitten.



    Um die Taschen zu nähen brauche ich 60 gleiche Dreieicke. Um die Schnell zuschneiden zu können, habe ich mir eine kleine Schneidhilfe gedruckt:



    Das ging dann echt schnell, und damit die Taschenkante schön stabil ist, säume ich das Dacron noch an der offenen Kante mit Saumband.



    Die Dreiecke werden dann mit 2 Nähten an den Ecken fixiert, so dass sich die Tasche in der Mitte bildet. Die anderen Kanten werden dann beim Säumen mit geschlossen.


    Das dann im nächsten Post.


    Tschüss
    Marcus (aka Tiggr)

    Hallo!


    Ich habe mal wieder was (für mich) neues ausprobiert, und nachdem das Projekt endlich auf Fanö endlich richtig fliegen durfte, will ich auch hier ein paar Worte darüber verlieren - und einen kleinen Baubericht machen. Ich habe nur wieder zu wenig Bilder während des Bauens gemacht...


    Wie üblich mache ich mehrere Einzelposts, damit ich genug Bilder einbauen kann.


    Darum geht es:



    Ich bin sehr glücklich mit dem Projekt, und was dabei heraus kam. :)


    Die Drachen sind 50x50cm groß, mehr dazu später.


    Die Idee ist ein "Gesplitterter Regenbogen", also ein Regenbogen in Einzelquadrate zerteilt, die dann nicht nebeneinander sondern hintereinander fliegen. Dabei wollte ich ein möglichst durchsichtiges Material haben, damit man die hinteren Drachen durch die forderen durchscheinen sieht. Und das hat recht gut geklappt. Die Drachen werfen am Strand sogar farbige Schatten.


    Ich habe lange nach einem geeigneten Material für die Segel gesucht. Aber alles was ich Folien war zu dick und schwer. Und irgendwann hat es klick gemacht, und ich habe mal nach dünnen Klebefolien gesucht. Und dann bin ich echt schnell fündig geworden: Oracal 8300. Damit werden normaler Weise Fenster eingetönt. Das Zeug ist recht dünn und nicht sooooo schwer. Und das Zeug ist selbstklebend. Ich habe es dann auf Mylar geklebt. Aber dazu dann auch noch später mehr. Ich weiß auch, dass einige wenige Drachenbauer auch mit dem Zeug experimentieren. Mal sehen, was die ergänzen können.


    Zurück zum Anfang. Wie üblich bei mir fängt alles mit einem Entwurf im CAD an:



    Ich verwende für 2D-CAD immer QCAD, das ist günstig und sehr einfach. Ist ein komischer Kontrast, für 3D-CAD nehm ich Solidworks in der Maker Edition.


    CAD war an der Stelle auch sehr wichtig, da die Teile später sehr exakt auf Stoß verarbeitet werden sollten. Deswegen kam auch manuelles Ausschneiden nicht in Frage.


    Um das Material richtig zu nutzen, habe ich mir dann die Demoversion einer Nestingsoftware besorgt, die die Teile platzsparend auf dem Schneidbett meines Schneidplotters angeordnet hat. Verwendet habe ich NestFab. Zum Glück gibt es eine 7-Tage Testversion. Sonst kostet die Lizenz 7.500 Euro im Jahr in der Ultraversion. Ich hab auch ein paar Open Source-Lösungen ausprobiert, aber die kamen bei weitem nicht an das Ergebnis von NestFab ran.



    Damit wäre der Software-Part durch, und es geht im nächsten Post an die "Hardware".


    Tschüss
    Marcus (aka Tiggr)