bin ich zu doof zum nähen?

    Hallo liebe Drachenbaugemeinde,


    ich glaub ich bin zu doof zum Bedienen einer Nähmaschine. Wer kann mir helfen, wie ich den Faden dazu bekomme sich in einer ordentlichen Naht wiederzufinden und nicht wie bei mir in Form von nem großen Knäuel.


    Ich hoffe ihr könnt mir schnell helfen, da es ein Geschenk für meinen Schatz werden soll, daher lieber antworten per PM :)


    Viele Grüße aus dem Vogtland
    Marco

    Ich bin zwar leider auch nicht der Nähexperte, aber wenn Du Knäuel, also große Schlaufen und Knoten bekommst anstelle einer ordentlichen Naht, dann liegt das vermutlich an der Fadenspannung.


    Wie Du die am besten einstellst findest Du über die Suchfunktion hier im Forum oder in der Bedienungsanleitung Deiner Nähmaschine. Falls Du ein technisches Problem mit der Maschine hast, würde es natürlich helfen, wenn Du den Typ angeben würdest.

    "Weit, weit ,weit von hier, hier vor meiner Tür,saß ein Mensch, wohl ein Kind,
    schickte Drachen in den Wind, malte in die Wolken Geister.
    " Rio Reiser

    hallo, danke erstmal für den tip,


    die Maschine ist eine Pfaff Hobby 301 von meinem Schatz, die bei ihr auch ganz gut näht. nun ist sie heute Abend mal nicht da und ich wollt mich auch mal dran versuchen. mmhhh, wo die Anleitung ist, weiß ich leider noch nicht so recht. muss ich wohl mal suchen.


    mal eine andere Frage:
    weiß jemand, was es kosten würde ein Segel für den SAS nähen zu lassen? Material usw ist alles vorhanden. Ich brauch halt bis juli dieses Segel für das geburtstagsgeschenk :)


    Ich danke euch schonmal
    Marco

    Nur das Segel nähen?


    nen 20ger?

    Greetz


    Wissen ist Nacht!


    Eines der gefährlichsten Geräusche, die man machen kann, ist laut denken.

    Heinz,
    ich starte morgen noch einen letzten Versuch, wenn der auch nicht so klappt wie gewünscht, komme ich gern auf dein angebot zurück


    Markus
    vielen dank für die anleitung, ich hab definitiv den oberen faden falsch drinnen gehabt :)

    @Marco,
    ich könnte mir vorstellen das es eher daran liegt das die gewählte Nadelstärke falsch ist. Es sollte eine 90er oder auch evtl. eine 100er sein. Ich dachte anfangs auch mal es wäre günstig eine kleine zu nehmen, das hatte aber den von Dir beschriebenen Efeckt zur Folge.

    Salut Marco,


    wenn dir das gleich am Nahtanfang passiert, kann es auch daran liegen, das du die Fadenenden nicht weit genug herausziehst.
    Ober- und Unterfadenende sollten etwa 8-10cm Überstand haben und durch den Nähfuss nach hinten geführt werden. Eventuell ist es auch nötig, beide Enden beim ersten Einstich mit einem Finger festzuhalten, damit nicht das lose Ende eingezogen wird, sondern der Faden von der Spule nachzieht.
    Ansonsten kann es passieren, das der Oberfaden, der ja einmal um die Unterfadenspule herumgeschlungen wird mit, seinem losen Ende eingezogen wird und dann Knäuel verursacht.
    Auch solltest du den genauen Fadenweg vom Oberfaden überprüfen, ob er richtig eingefädelt ist, besonders bezüglich des Fadenspanners.


    Zitat

    bin ich zu doof zum nähen


    Nee, das glaube ich nicht. Richtig doof sind nur die wenigsten, aber es gibt 'ne Menge Simulanten. :)

    À plus


    Steph/Elément'Air
    Calvados/France

    Meine Nähmaschine neigt selten auch mal zur Knäulbildung, da hilft es dann einfach mal alles komplett neu einzufädeln ;)

    Greetz


    Wissen ist Nacht!


    Eines der gefährlichsten Geräusche, die man machen kann, ist laut denken.

    Hallo an alle


    ...wie gut kann ich die Ausgangsfrage verstehen.... wirklich gut :D


    In passendem Zusammenhang hab ich gestern abend keine Antwort für
    die folgende Frage gefunden: Wann tauscht man eine Nadel aus bzw.
    woran erkennt man, dass die Nadel ausgetauscht werden müsste?
    Oder andersrum, woran erkenne ich, dass eine Nadel durchaus noch
    brauchbar ist?


    Zitat

    .... Es sollte eine 90er oder auch evtl. eine 100er ....


    Und was mir auch nicht so richtig und abschliessend klar ist, sind die
    hier gebräuchlichen Nadel-Nr-Typ-Angaben. Ich kann da gar nix mit
    anfangen. Ich nähe zum Beispiel alles Dacron und die Nase mit einer
    Topstitch-Nadel und das Segeltuch mit einer Microtex-Nadel. Da
    stehen zwar auch Nummern drauf, aber um die zu lesen brauchte ich
    wohl ein Mikroskop. Isses jetzt reines Glück, dass ich damit klar komme
    oder sind die ok?


    Und mein drittes Problem ist ab und zu ein Fadenriss. Das ist natürlich
    deshalb ziemlich ärgerlich, da es (nach Murphy) genau immer dort passiert,
    wo man zuallererst draufschaut. Der Abriss entsteht dadurch, dass
    der Faden von der oben auf der Maschine stehenden Hauptspule
    runterfällt und sich um den Stift wickelt, auf dem die Spule steht.... peng... :-/
    Habt Ihr das vielleicht auch schon mal beobachtet und ggf. gelöst?


    vg, Thomas

    Hallo Thomas,


    herzlich willkommen im Kreis der Selbernäher und der die dahin wollen. Ich bin zwar kein Experte
    aber vielleicht kann ich dir ja ein bischen helfen.
    Die Zahl 90, 100, .. usw gibt wohl die Größe des Loches in der Nadel in µm also 100 = 100 Mikrometer.
    Der Faden sollte dann so 60 .. 80 er sein. Die Angabe bezieht sich im Original auf wieviel Meter des
    Fadens sind ein Gramm schwer. Ist aber nicht so wichtig. Wenn du 60er Serafil (ist so eine Marke)
    hast reicht das. Alternativ kannst du auch Gütermann nehmen aber auf jeden Fall muß es ein gutes
    Synteticgarn sein. Hände weg von Baumwolle oder Billigzeug wie Syngarn, etc. Baumwolle verrottet,
    und dehnt sich - mit dem Billigzeug ärgert man sich nur rumm weil es reißt.


    Die Fadenspannug stelle ich mit einem Stück Teststoff ein das von den zu nähenden Material ist.
    Also z.B. 2 Lagen Icarex ... Dazu benutze ich einen weißen Oberfaden und einen schwarzen Unter-
    faden. Dabei sieht man genau welcher Faden wie weit reingezogen ist. Wenn du eine Schlaufenbildung hast - die Freaks nennen das auch liebevoll Flokkati ;) - dann ist eine von beiden
    Seiten zu lose oder beide...
    Übrigens, zum "Grundeinstellen nehme ich anfangs immer einen weiten Geradeausstich"


    In der Anleitung (Pfaff 301 303 Hobby Threading Diagram):


    Checking the bobbin threath tension: Bild Buchstabe "A"
    Also ich fange dann mit der Unterfadenspannung an - die kleine Schraube am Körbchen. Einstellen
    durch Finger draufdrücken und rechtsrum drehen für fester, linksrum für loser. Die Fadenspannung
    ist richtig, wenn man das Körbchen am Faden anheben kann und es losrutscht wenn man das Ganze
    schneller hochzieht. Ich stelle dann noch so weit fester bis die Nath anfängt sich zusammenzuziehen,
    und mache dann ein bischen lockerer. Die Oberfadenspannung wird an dem Rad mit den Zahlen
    eingestellt "Links neben "B" Upper threading". passend dazu eingestellt - durch ausprobieren.


    Bei den Nadeln nehme ich die Prym "Ballpoint" Dinger für normalen Stoff und an den Leitkanten
    Nase, Dacron etc. Jeansnadeln.



    Tschö Frank

    Das Meiste im Leben verläuft suboptimal.

    Hallo alle
    Wie Spacer schon schreibt, sollte die Nadel schon passen, ich für meinen Teil nähe alle mit einer 100er Nadel und die bleibt solange drinnen, bis nichts mehr geht, also kann es auch vorkommen, dass es beim Nähen lauter wird, aber das liegt an der Nadel. Wenn der Faden reißt, liegt es zum größten Teil an der Nadel, nämlich wenn das Loch zu klein ist, was die Nadel macht, schneidet der Stoff unter Umständen den Faden ab, bei Dacron ist es noch schlimmer und passiet schneller. Natürlich kommt es auf den fade auch drauf an, bitte kein Billiggarn verwenden ( Baumwolle oder welchen den man im Kaufhaus bekommt). Am besten ist es, wenn man den Faden bei seinem Shop gleich mitbestellt, oder irgendwo in einem Kurzwarenladen nach solch einem Faden fragt. Ich für meine Teil verwende für das Segel einen 80er Serafil und für Verstärkungen, Dacron, usw. nehme ich 60er Faden, das reicht.
    mfg Bernd

    Die Grösse der Nadel gibt den Durchmesser an. 80 beim nähen von Spi, 100-110 für Dacron und Gurtband sind korrekt. Bei Industrienähmaschinen eher 100 für Spi und 120-130 für Dacron und Gurte.
    Als Nähfaden sollte, wie schon gesagt, ein Synthetikfaden verwendet werden. 50 oder 60er sind gebräuchliche Stärken.
    Nadeln mit rundem Nadelschaft können auf Rundheit überprüft werden, in dem man sie auf einer glatten Oberfläche rollen lässt. Die Nadelspitze sollte dabei nicht schlagen. Eine einmal auf die Zahnplatte oder die Abdeckung aufgeschlagene Nadel, selbst bei nur geringer Berührung, sollte unbedingt ausgewechselt werden. Die Spitze ist dann nicht mehr scharf genug, um sauber in den Stoff einzutauchen und eine verbogene Nadel wird nicht mehr korrekt vom Greifer abgenommen, wodurch es zu Aussetzern beim Faden-Verschlingen, schlimmstenfalls zu Beschädigungen an der Unterfadenkapsel kommen kann. In Industrie-Näherreien wird jeden Tag die Nadel gewechselt, unabhängig vom Beschädigungsgrad. Das wäre natürlich für den Hausgebrauch etwas übertrieben, trotzdem sollte auch Zuhause die Nadel nach etwa 20-25 Betriebsstunden (reine Nähzeit) ausgewechselt werden um immer gleichbleibend gute Nähergebnisse zu erzielen.


    Zitat

    Der Abriss entsteht dadurch, dass
    der Faden von der oben auf der Maschine stehenden Hauptspule
    runterfällt und sich um den Stift wickelt, auf dem die Spule steht.


    Am besten Spulen für Industrie-Nähmaschinen verwenden. Die werden immer aufrecht gestellt und der Faden wickelt sich nach oben ab. Dazu biegt man sich mit Speichen-Draht einen kleinen Galgen, der an der Maschine angebracht wird und den Faden führt. Sonst kannst du auch versuchen an der Spule eine Pappscheibe mit grösserem Durchmesser anzukleben, damit der Faden nicht mehr runter fallen kann.

    À plus


    Steph/Elément'Air
    Calvados/France

    Ein filz schiebe unter der Fadenspule kann eventuell das lehr drehen etwas vermindern dadurch fällt der faden nicht so schnell runter, hat bei mir geholfen

    NEU http://leosdrachen.bplaced.net/index.html
    Bin Legastheniker bezeichne mich als Recht- schreibblinder. Wie Einstein und viele andere Persönlichkeiten es auch waren und sind. Seit ich ein Matte geflogen bin, hat mich der Virus gepackt. Ich hatte ein unverschuldeten Auto Unfall mit Schleudertrauma folgen und merke das das Drachenfliegen gut tut bei den Rücken- Nacken und andern schmerzen. Gruss Leo

    Hallo Leo, Steph


    Zitat

    Original von Leo
    Ein filz schiebe unter der Fadenspule kann eventuell das lehr drehen etwas vermindern dadurch fällt der faden nicht so schnell runter, hat bei mir geholfen


    Genau das ist die Ursache... dieses gelegentliche Nachdrehen der Spule verursacht den runterfallenden
    Faden.


    Zitat

    Original von Steph
    Am besten Spulen für Industrie-Nähmaschinen verwenden. Die werden immer aufrecht gestellt und der Faden wickelt sich nach oben ab. Dazu biegt man sich mit Speichen-Draht einen kleinen Galgen, der an der Maschine angebracht wird und den Faden führt. Sonst kannst du auch versuchen an der Spule eine Pappscheibe mit grösserem Durchmesser anzukleben, damit der Faden nicht mehr runter fallen kann.


    Die Rolle steht zwar aufrecht.... aber der Galgen ist die Lösung des Problems :H: Superidee.... werde ich sofort übernehmen.... :)


    Viele Grüsse
    Thomas

    Weil ich mich das mit der Überschrift dieses Trööts auch schon mehrfach gefragt habe und der Thread uralt ist, werde ich ihn mit meinen eigenen Fragen befüllen, wenn ich Probleme beim Nähen habe ... und die werde ich haben. :D
    Dann brauche ich nicht die anderen Threads zuzumüllen.

    Gute Idee, man glaubt gar nicht, wie viele Probleme auftauchen, wenn man nur ein einziges kleines Detail nicht beachtet.... z.B., wenn man eine total verrückte Naht bekommt und man dann fest stellt, dass die Nadel mit der flachen Seite nach vorn im Halter steckt, wo sie doch mit der flachen Seite nach HINTEN eingesetzt werden soll....hat mich Tage gekostet, bis ichs heraus fand... :D

    Gute Idee, man glaubt gar nicht, wie viele Probleme auftauchen, wenn man nur ein einziges kleines Detail nicht beachtet.... z.B., wenn man eine total verrückte Naht bekommt und man dann fest stellt, dass die Nadel mit der flachen Seite nach vorn im Halter steckt, wo sie doch mit der flachen Seite nach HINTEN eingesetzt werden soll....hat mich Tage gekostet, bis ichs heraus fand... :D

    Das ist schon mal ein immenser Know How Zuwachs für mich. Kleiner Fehler, grosse Wirkung. Auf dieses Detail habe ich noch nicht geachtet, bis jetzt. Danke an den Nordfriesen ^^