Hallo Kaydon,
also mein ganz persönlicher Tipp an dieser Stelle: Warte, bis jemand seinen gut erhaltenen Gemini verkauft. Das könnte in nächster Zeit eventuell vermehrt passieren, weil der neue von Benson rauskommt. Wer mit dem Gemini trotz vieler Überei keine Tricks lernt, sollte es eh lassen
(bitte nicht zu ernst nehmen). Ich weiß, der ist ein ganzes Stück teurer aber gebraucht könnte es für Dein Budget reichen. Es würde sich echt lohnen. Ich hab 'ne Menge Trickdrachen, aber mit dem Gemini geht, zumindest bei mir, immer alles mindestens doppelt so leicht. Erst gestern habe ich wieder den Transfer, dann den C21 von LO und am Schluss dem Gem geflogen, aber im direkten Vergleich komme ich mit dem Gemini viel lockerer zurande.
Die Tricks sind echt, wie immer wieder beschreiben, eingebaut. Dass er den Stil versaut, kann ich nicht unbedingt behaupten.
Am Anfang ist es meiner Meinung nach wichtiger, mal überhaupt einen Trick reproduzierbar hinzubekommen, als gar keinen und gefrustet von dannen zu ziehen. Außerdem kenne ich absolut niemanden, der etwas ernsthafter Trickfliegerei betreibt und nur einen einzigen Drachen hat
. (Also fange schon mal zu sparen an
). Ich will damit sagen, dass es prinzipiell gar nicht so wichtig ist, welchen Drachen man sich kauft, da mit der Zeit eh immer was neues dazukommt
. Wichtig ist nur, alle Windbereiche einigermaßen sinnvoll abzudecken.
Am Anfang kannst Du übrigens froh sein, wenn das Teil nicht so quirlig daherkommt. Es ist am Anfang wichtig, dass der Kite ein paar Augenblicke länger z.B. im Fade liegen bleibt, sodass Du einen kleinen Augenblick länger Zeit hast, Dir zu überlegen, wie Du ohne Spatenlandung wieder rauskommst. Es ist auch gut, wenn der Kite gut stallt, damit etwas Zeit zum Auslösen eines Axels (dem Standard-Beginner Trick) bleibt. Bis Du als Trickeinsteiger das Potenzial eines langsameren Tricksers ausreizen kannst, vergeht eine längere Zeit.
Den durchaus gut gemeinten Tipp zum Probefliegen finde ich persönlich auch nicht ganz sooo wichtig, da man das am Anfang eh nicht groß unterscheiden kann, was einem besser liegt. Was aber viel bringt, ist mal anderen Piloten auf die Finger zu schauen. Da lernt man dann richtig was dazu, wenn man selbst nicht weiterkommt. Ich bin aber der Meinung, dass man ruhig mal autodidaktisch zu Werke gehen sollte, da die Tricks dann sehr intensiv einstudiert werden.
Grüße
Rolf