Beiträge von Achim X

    Genau das hat er doch gemacht ;) :

    Zitat

    Wie schon beschrieben, ist Waageabstimmung eine sehr individuelle Angelegenheit. Mein Waagerechner basiert auf der Schwerpunktsberechnung im Verbinderdreieck, einer Korrektur des Anstellwinkels anhand der Standofflänge und diversen Korrekturfaktoren, die anhand der Streckung den Drehpunkt beeinflussen. Dabei handelt es sich um reine Erfahrungswerte, die eine auf meinen Geschmack abgestimmte Waage für alle Drachen ergeben, an denen ich den Rechner bislang ausprobiert habe

    Moin,
    Ein unschlüssiger Mensch, der infiziert ist begeht oft einen gedanklichen Fehler: "Der erste Drachen soll nicht zu teuer sein...", "..wer weiß ob das was ist..", "..nee, ich weiß nicht dann isses vielleicht ein Fehlkauf..." usw.


    Das kenne ich nur zu gut! ich habe alle Fehler gemacht und ganz viel Geld ausgegeben.
    Hätte ich mal auf Oma gehört, die hat immer gesagt: Kaufste billig, kaufste zweimal..!"
    Recht hat sie.
    Meine Meinung dazu: Es gibt keine Anfängerdrachen. Egal womit man anfängt, in den wenigsten Fällen isses der absolut richtige Drachen.
    Ein guter Drachen zum Einstieg hat ca. 2m Spannweite, ist möglichst gebraucht, liegt im Bereich eines guten "Allrounders". So ein Drachen darf ruhig 80,- bis 100,- Euro kosten und
    mit Glück gibt es ein Lenkset dazu. Ansonsten nochmal ca. 20,- Euro für Leinen und Schlaufen dazurechnen.


    Damit kann man schon eine Menge anfangen, bekommt einen Drachen, der einem das Leben nicht so schwer macht und gute Flugeigenschaften besitzt. Man bekommt ihn zu einem Bruchteil eines gleichwertigen neuen Drachen und wenn man was kaputt geht, tut es nicht ganz so weh.


    falls es überhaupt nix ist mit dem Drachenfliegen, kann man den Drachen ohne großen Wertverlust wieder versemmeln, was bei einem Neuen kleinen Drachen eher schwierig wird.


    jm2c

    Es spricht niemand von Gewichten am Kiel!
    Und es gibt immer ein erstes Mal, an dem alles einmal anders ist. Mich hat das Ergebnis auch mehr als erstaunt. Am Anfang, als der Drachen nicht in den Backflip wollte und jetzt, als er stabil im Backflip liegt.
    Meine Änderungen sind hier dokumentiert. Welchen Schluß soll ich jetzt daraus ziehen, nach deiner Meinung? Der Drachen macht es, aber das darf er gar nicht? Weil ich das mit diesen Maßnahmen nicht erreichen kann? ;)
    Ich werds dem Drachen das nächste mal sagen ;) Vielleicht weiß er das gar nicht.

    Zitat

    Aber nur an der richtigen Stelle für eine Bestimmte Eigenschaft und nicht: ich mach mal gewicht drann dann passt alles!!!!


    Habe ich mich so falsch ausgedrückt? Genau das Gegenteil! Ich habe alle Gewichte aus dem Drachen entfernt. Das habe ich auch so geschrieben.
    Und dann einen schweren Kielstab simuliert, indem ich einen Vollstab eingeschoben, aber die Balance des Drachen nicht verändert habe.
    Das habe ich auch so geschrieben.
    Konstruktiv heißt die Aussage. Leichtbau ist nicht immer sinnvoll, manchmal hilft auch eine konstruktive Maßnahme um den Drachen zu optimieren. Es geht nicht um ein Gewichtstuning mit Gewichten, sondern um eine konstruktive Erhöhung der Masse, bei gleicher Balance


    Und das sich der Thread hierhin entwickelt ist doch wohl vollkommen wumpe. Ich bin mit meinem Problem einen Schritt weiter. Wobei die Standoffs nur der Ansatz waren. Durch die andere Wahl des Materials behalte ich die guten Eigenschaften des Drachen und habe das Problem minimiert. Jetzt geht es ans Feintuning. Entsprechendes Material finden, Rotationsradien veringern und die Schwebeeigenschaften verbessern. Dabei die Präzision behalten. Und natürlich möglichst ohne Gewichte, denn der Vollstab fliegt wieder raus und der Kielstab wird ersetzt.

    Die Praxis erzählt mir was anderes.


    Aus einem anderen Thread:

    Zitat

    ...hab den JitB mal um sein original Kreuz erleichtert und ihm ein leichtes gegönnt .....waren ca 8gramm ....sonst nix geändert ...schon brauchte er erheblich mehr raum im Loop......


    Und noch eine Variante des konstruktiven Tunings:

    Zitat

    ..Dein Tuning ist bei mir inzwischen zum standard-griff geworden anstatt am Arsch 10 gramm dranzupacken kann man auch ca 10 gramm an der Nase wegnehmen O-Spreize = 5gramm und Verbinder = 5gramm.


    Wenn der Kite in der Grundausrüstung genug Schwungmasse hat ist diese - Erleichterung- eine klasse Massnahme....


    auch sehr erfolgreich beim Virus UL ausprobiert.


    Die Möglichkeiten sind vielfältig und manchmal ist es nur eine Kleinigkeit, die reicht...


    Bei einigen Drachen ist es das verschieben der oberen Querspreize:
    5mm nach oben >> will nur unwillig wickeln.
    5mm nach unten >> wickelt wie sau.


    Ich habe vor kurzem mit einem Drachenentwickler gesprochen, der genau dieses Problem hatte.
    Dazu hatte er einen Drachen da, der baugleich war mit seinem "Wickelmonster". Nur wollte edr partout nicht wickeln und brauchte sehr viel Raum im FlicFlac. Was war geändert? die Bestabung! Alles andere war auf den Millimeter gleich. Die Liste mit den Beispielen kann man beliebig erweitern.
    Du siehst, das kleine Änderungen eine große Auswirkung haben.

    Doch, Masse und in den einzelnen Fluglagen eine Erhöhung des "Ballast".


    An der Balance ist tasächlich nix geändert.


    Vielleicht um dem Thema einen Schritt näher zu kommen: ein Segelschiff, weder heck-noch frontlastig und ohne Schlagseite.
    unbeladen genügt wenig Wind um es zum kränken zu bringen. Beladen braucht man erheblich mehr Wind, Obwohl doch die Balance noch die Gleiche ist. ( OK, der Vergleich hinkt stark,...)


    Das Zauberwort heißt Masse. Ich hatte so sehr auf Leichtbau gesetzt, das ich diesen Aspekt komplett vergessen hatte.


    Der 5mm Stab ist nur eine Krücke, wie auch jedes Gewicht am Drachen. Ein schwerer Kielstab ist wahrscheinlich genaus brauchbar.
    Das Ziel ist es den Drachen konstruktiv so anzupassen, das er keine zusätzlichen Gewichte braucht.
    Das geht mit vielen kleinen konstruktiven Lösungen. Und Masse an der richtigen Stelle ist durch nichts zu ersetzen. z.B. Mittelkreuze wiegen von 4 Gramm bis zu 9 Gramm. alleine diese Wahl beeinflußt den Drachen.
    - Editiert von Achim X am 30.10.2006, 10:41 -

    Ein kleines Update:
    Äußerer Standoff 2cm nach innen versetzt. das Ergebnis war besser, aber nicht überzeugend.
    Nach einem Hinweis von Ralf Naujoks im anderen Forum:


    Habe ich einen 5mm GFK Stab in den Kielstab geschoben. Der Stab ist etwa halb so lang und ich habe ihn so positioniert , dass er proportional genauso verteilt ist, wie der Kielstab. an der balnace hat sich also nix geändert. Fixiert habe ich das Gnaze mit 6mm Gummischnur, die ich passen unten und Oben mit in den Kielstab gepackt habe..
    Was soll ich sagen? Wow, was für ein Ergebnis. Bei den vorherrschenden Windverhältnissen liegt er stabil im Fade und steigt. Im Backflip liegt der Drachen fast genauso stabil. Er könnte noch etwas die Nase runter nehmen.


    Trotz Böen und Verwirbelungen sind FlicFlac und Jacobsleitern möglich. Und ich brauche etwas Zeit zum auslösen :D . Lazys kein Problem.
    Ergo, Danke Ralf für den Anstoss und ich denke ich bin einen großen Schritt weiter.
    - Editiert von Achim X am 29.10.2006, 19:20 -

    Nach einer Bitte editiert. Deswegen scheint die Nachfolgende Antwort etwas aus dem Zusammenhang gerissen
    [hr]
    - Editiert von Achim X am 29.10.2006, 12:24 -
    - Editiert von Achim X am 29.10.2006, 15:05 -

    fast alle deine Fragen werden beantwortet, wenn du auf der Seite das schwarze Dreieck, mit dem schriftzug "Sil-Coat" einmal anklickst.


    Zitat

    ....Sil-Coat
    Silcoat is a high tenacity 30 denier. 1.1 oz parachute rip stop nylon impregnated with 1/4 oz of silicone,.....

    usw.
    Wenn du dir ein derrtiges zelt selber nähen willst, dann geh zum nächsten Sattler/ Zeltbauer/ Segelmacher und erkundige dich nach Material, Preis und Aufwand.
    Danach kannst du dann selbst entscheiden, ob du noch selber nähen willst.

    Zitat

    Welche Erfahrung muss man denn haben, um den Tauros bei schwächeren
    Winden zu fliegen, ohne sich selbst oder den Drachen zu gefährden?


    Gehen wir mal weg vom Tauros un sehen das Thema allgemeiner.
    Leichtwindfleigen unterscheidet sich grundlegend vom Steuern eines Drachen in den oberen Windbereichen.
    Punkt 1: Man muß sich Bewegen! Und manchmal ganz erheblich um dem Drachen erstmal eine laminare Strömumg im Wind zu verpassen. da heißt es den Rückwärtsgang einlegen und die Arme bewegen.
    Speed und Powerdrachen sind da ein besonderes Kriterium, weil sie ohne anliegende Strömung gern die Fluglage verlieren und anfangen zu taumeln. das erschwert den Start ganz erheblich.


    Punkt2: Der Drachen muß bei wenig Wind bewegt werden. Wenn der Wind nicht ausreicht, dann eben aktiv. Viele Speed und Powerdrachen verlieren ganz schnell die anliegend Strömung wenn sie nicht mehr bewegt werden.


    Punkt 3: Tauros und Co sollen einen Zug aufbauen damit sie Spass bringen. wieviel Zug kann ein Drachen aufbauen, wenn gerade mal 6-11km/h Windgeschwindigkeit vorhanden sind?