Ich schreib normalerweise bewusst nix in Threads, die meine Kurse betreffen, aber hier mal ne Ausnahme:
Ein guter Kiter macht noch lange keinen guten Lehrer. Als Lehrer braucht man viel Erfahrung, um Fehler zu erkennen und die ensprechende Didaktik, um diese auch anschaulich zu erklären und abzustellen. Wenn ich vom heutigen Standpunkt aus meine ersten Kurse beurteile, waren die um einiges schlechter als die jetzigen, einfach deshalb, weil ich selber ständig dazugelernt habe, wie ich mein Wissen erfolgreich vermitteln kann. Und ich lerne immer wieder dazu, nicht zuletzt, weil Schulen Beziehungsarbeit ist und ich mich auch jedes Mal neu auf meine Schüler einstellen muss. Das nennt man in meinem ursprünglichen Job professionelle Distanz und setzt Reflektionsvermögen des eigenen Tuns voraus. Das ist notwendig, um unabhängig des individuellen Charakters den gleichen Output zu gewährleisten. Ein Kumpel, der gut kitet, kann sicher auch weiterhelfen, aber das freundschaftliche Verhältnis kann den lernenden Kumpel auch blockieren. Ähnliche Situationen habe ich schon öfters erlebt, wenn Freunde mit unterschiedlichen Vorkenntissen zusammen zum Kurs gekommen sind.
Es gibt also noch andere Dinge wie das reine Fachwissen, die eine gute Lesson ausmachen. Kennt wahrscheinlich jeder aus seiner eigenen Schulzeit. 