Beiträge von Schmendrick

    Gemeint war tatsächlich der Druck auf den Koppelleinen. Denke der nächste Drache wird ja erst vom Boden abgehoben wenn der vorige schon in der Luft ist. Wenn ich so den Gespannstart beobachte dürfte es kurzfistig auf der Leitkante an der Stelle heftigen Druck geben... nur mal beobachten..

    Bertram nur mal so angemerkt.. Wenn das Gespann startet so wird die kleine ja schon kurzfristig den Boden unten den Füßen verlieren wenn die Größeren noch fest aufstehen.
    Kommt es da nicht auch zu einer erheblichen Belastung an den beiden Verbindungsleinen , welche an der Leitkante in Höhe der oberen Querspreize verbunden sind? Diese beiden Leinen sind es doch die - zumindes kurzfristig -den nächsten Drachen erstmal "tragen" müssen, ehe er an allen 5 Leinen gleichmäßig hängt und sich der Druck verteilt....

    Enno...so schlimm ist das nicht... die Tasche, die dabei ist, ist optimal ausgewogen und angepasst , man locker alle 4 zusammen tragen. ...
    Das Gesammtgewicht schätze ich nicht mal auf 8 Kilo....


    Das Packmaß der Großen ist mit 2,10 geringfügig größer als die Prism-Tasche.. ;)

    Kevin, mache es normalerweise etwas vom Wind abhängig...
    Ich habe von 25 -30 - 35 - 40 - 45 - 50- und 100m leinen für die Pures.
    Aber der Standart ist Pure 35/40 , XL 40/45 XXl und 3XL 50 meter. Die 3xl bekommt aber noch was längeres. Denke so 60 - 75m muß ich mal ausprobieeren..
    100 für die XXl ist die absolute Ausnahme am Strand wenn wirklich Platz ist....


    PS: Thors Hammer mit Spulen?? Würde ich eher mal nicht glauben, aber ....

    Zitat

    , ich find bei nem Wind von gut 1 macht die PXL nicht wirklich Spass


    MOMENT, das kann man so nicht stehen lassen... von allen Pures ist sie diejenige die, die meisten Tricks drauf hat.
    Gut, das ist nicht ihre Bestimmung, aber immerhin ne alternative..... ;)


    Zum anderen: die kleine zieht dann nicht nur wir verrück an wenns an die 4 geht - sie wird auch sauschnell - und da liegt das eigentliche Problem (oder der Spaß... ;) )
    Ich wähle meist dann statt der üblichen 40er oder 35er Leine die 30 er oder sogar 25er zugunsten des Speed...


    Durch die Waage kann man das aber Drosseln und sich so langsam an den Zug herantasten.


    Zu meinem subjektiven Empfinden... die Kleine macht bei 5bfd soviel Druck wie der 0.9er S-Kite bei etwa 7.

    Ich habe mit dem Outback keine guten Erfahrungen gemacht. Leider sind schon beim jungfernflug zwei Stopper weggeflogen und die ober Querspreize hat das Tuch beschädigt.


    Mehrmals ist bei Wind um die 4 die obere uerspreize auch gebrochen.


    Seit der Zeit heißt er für mich leider nur Outbreak...


    Sorry, hätte gerne bessere nachrichten für dich gehabt...


    Aber: Wenn du erstmal alles nachklebst und entsprechend sachte an den Vogel herangehst - das heißt nicht unbedingt versuchst ihn mit heftigen Lenkbewegungen in den Stall zu bringen oder radikale ecken einzulenken solltest du trotzdem Freude an ihm haben. Sein Flugbild ist zwar nicht rasant aber dennoch machts schon was her.
    Ich würde maximal 40 meter Leinen nehmen.


    Vielleicht hatte ich ja ein "Montagsmodel" , daher viel Spaß mit ihm!

    Zäpfchen...bitte etwas mehr Geduld. Die Bemerkung kam schon leicht unfreundlich rüber auch wenn ssicher nicht so gemeint war....
    Nur M. Ryll selbst kann dir Auskunft geben welche Farben gerade da sind. Die XL und XXL wird es nicht mehr in allen Farben geben. Ansonsten stand früher mal die gesammte Carrington Palette mit 21 Farben zur Auswahl.
    Das Tuch ist aber begrenzt. Es gibt definitiv keinen Körper mehr in Schwarz und in Dunkelblau. Ansonsten kannst du frei wählen.

    Mario, die Antigrav's müssen wir mal vergleichen.. Meiner brummt nicht sonder hat ein schönes fauchen... und er überdreht auch nur seltenst. Schicke mir mal die Waagemasse und die Position der Querspreizen - ich messe dann nach...

    Oliver...ich gehöre zu den Leuten die solche Momente gerne beim ersten Mal für sich alleine haben...
    Fliegen und Fotografieren geht noch nicht.. ;)
    Aber ich denke die Fotos kommen schon irgendwann...


    @ KONG: Wann ist der nächste Renesse Tag????

    Nachdem ich am Samstag meine 3XL zusammen mit Bertram in Frankfurth direkt von Michael Ryll in Empfang nehmen durfte und aufgrund des Wetters nur ein ganz kurzes Fliegen möglich war, ergab sich am Sonntag die Gelegenheit mit dem Riesen auf der heimischen Wiese den ersten ausgiebigen Flug zu starten.


    Diese ersten Eindrücke möchte ich in einem Flugbericht wiedergeben.


    Sich über die Verarbeitung der 3XL auszulassen ist müssig. Dieser Drachen ist - wie alle mir bekannten Rylls - einfach perfekt. Ich denke Michael ist sich der Verantwortung bewusst, solch einen Vogel auf die Drachenfliegergemeinde loszulassen. Jede Naht sitzt absolut gerade, kein noch so klitzekleines Fädchen ragt irgendwo hervor.
    Auch alle Verstärkungen, die Leitkanten und Nase halten selbst kritischsten Blicken stand.
    Es ist eine liebevolle und extrem hochwertige Handarbeit eben. Man stelle sich nur die Längen der Bahnen vor die über die Nähmaschine müssen - vor dieser Leistung staunt selbst der Fachmann. Die Aufnahme der Spreizen erfolgt in massiven Kersch-Verbindern,
    die Halterungen der Standoffs sind wie bei der XL und XXL auch einerseits in gesicherten Halterungen (zwei Clipps mit Schrumpfschlauch überzogen- ) sowie die eigens für die Riesen gefertigten Metallaufnahmen.


    Die 3XL ist nicht - wie man zunächst Annehmen könnte - eine "hochskalierte XXL".
    Basierend auf der XXL ist es eine Vergrößerung in der M. Ryll wohl auch seine Gesamte Erfahrung aus dem bisherigen Drachenbau einfließen lies.
    So wurde die Leitkannte z.B. durch einen zusätzlichen Waageschenkel abgestützt.


    Der Aufbau bei entsprechendem Wind gestaltet sich bei dieser Größe schon durch die Fläche nicht mal eben so- und das ist dann auch die erste Warnung!! Gelingt das nur unter größter Anstrengung weil einem dauernd eine Leitkante und das Segel um die Ohren flattert sollte man den Flug besser verschieben.


    Schon während des Aufbaus sollte man unbedingt die Waageeinstellung überprüfen. Die 3XL reagiert sehr, sehr sensibel auf Verschiebungen. Nicht das vom letzten Flug noch eine viel zu steile Einstellung gewählt wurde und heute andere Windverhältnisse sind...


    Nach dem Aufbau und dem Anknüpfen und Abwickeln der Lenkschnüre (die 180 G-Tex von Ryll reichen nach Herstellerangaben) kommt dann der erste Moment der einem leicht den Atem Stocken lässt...


    Langsam richtet der Riese sich auf - unweigerlich hat man die Musik von "Also Sprach Zarathrusta" im Ohr....3 Meter Standhöhe und 5, 60 Breite wirken auch auf 50 Meter Entfernung noch mehr als Beeindruckend.
    Schon der leichteste Windhauch im Segel ist spürbar, lässt den Riesen sich kurz nach vorne neigen und nach einem Zug an den Leinen langsam abheben. Dieser Moment ist unbeschreiblich und der bis dahin vielleicht noch in Zweifel gezogene Kaufpreis wird zu absoluten Nebensache.
    Jeder Cent ist genau Richtig angelegt!


    Hier die zweite Warnung: Schafft man es nicht den Drachen stehend bis in den Zenit zu bringen empfiehlt sich eine sofortige Landung und Veränderung der Waage. Er reagiert darauf so sensibel, dass jeder seine persönliche Einstellung finden kann.


    Dann erfolgt das zweite nicht zu beschreibende Gefühl: der Drachen fliegt.
    Auf Schienen bewegt er sich durch das Windfenster, steigt langsam , ohne dabei jedoch Träge zu wirken, stürzt kopfüber in die Tiefe , fängt sich vor dem Boden und geht haarscharf über der Erde in einen Seitwärtsflug um am Ende des Windfenster sich wieder zu erheben und aufzusteigen.


    Das Spiel beginnt von neuem.. nein kein Spiel: Eher ein Tanz mit Urgewalten. Der Druck ist ständig spürbar, der Drachen fordert seinen Respekt ein ohne jedoch den Piloten zu überfordern. Vorausgesetzt man behandelt ihn auch mit dem ihm gebührenden Respekt.


    Glaubt man dies ist nicht mehr zu steigern so hat der Drache noch etwas in petto:
    Dieser Riese fliegt keinen Axel, er zelebriert ihn!
    Die sich mittlerweile eingefunden Zuschauer und auch Piloten konnten zunächst nicht glauben was sie da sahen....


    Tellerflach legt er sich auf den Bauch, vollzieht langsam seine Drehung, um dann wieder in die Luft emporzusteigen. Dafür gibt es nur einen Begriff: Majestätisch!!


    Ich weiß nicht ob je die Zeit des langsamsten Axels gemessen wurde, hier bleibt die Welt stehen! Einfach unbeschreiblich.


    Selbst die Landung des Riesen hat noch etwas überwältigendes: Langsam senkt er sich auf seine "Pfosten" und steht.


    Fazit: Ich denke Michael Ryll hat hier etwas geschaffen, was in der Drachenwelt einfach sein Denkmal ist.
    Die 3Xl ist für mich kein Powerdrachen -auch wenn sie den entsprechenden Druck erzeugen kann. Man kann sich von ihr sicher Abschleppen lassen, man kann sogar mit ihr Buggyfahren,
    man muss aber nicht!


    Sie ist ein Schönflieger für den Sonnenuntergang, zum Abschluss eines perfekten Tages.
    Eben Emotion in Motion... eben die Lady in Red.....





    - Editiert von Schmendrick am 19.07.2004, 10:30 -

    Mit den Speeddrachen ist das Vergleichen so eine Sache...
    Kaum ein Speedrachen setzt den Wind linear in Geschwindigkeit um. So kann es sein, das bei 4 Windstärken Drache - A der schnellste ist, bei 5 aber von Drache B geschlagen wird und bei 5,5 ist C eben noch schneller, weil A zum Beispiel diesen Wind schon mit Gestängebruch quittiert...


    Auch spielen die Größe und Gewicht natürlich eine Rolle.


    So habe ich von Long-Duong den (Geschwindigkeitsmäßig)schnellsten Drachen seiner Speedreihe - den Puma. Aber bei ihm kommt halt Freude erst bei 4-5 Windstärken auf.
    Vergleichbar in Punkto Speed und Power -(davon hat er auch reichlich) ist er mit dem 0.9er S-Kite. Beides aber keine Drachen für kurze Leinen.
    Nen orginal Speedtaifun habe ich ebenfalls. Der kann aber nicht an die Geschwindigkeit der Positron - bei entsprechendem Wind- herranreichen.


    Highspeed - oder der Nachfolger und baugleicher FastForward? - Also.. erstens brach schon beim Jungfernflug der Kielstab am Mittelkreuz weg (gerade mal 3 bfd) und Geschwindigkeitsmäßig liegt selbst der Antigrav, der Deltahawk, die Wiebke und der Sushie in allen Windstärken vorn...


    Sushie von KSF und auch Deltafliz von HQ sind absolute robuste Funteile und jedem Einsteiger bedenklos bis 7 bfd zu empfelen - und zwar weil sie sich tatsächlich linear verhalten, sehr gut verarbeitet sind und fürs Geld nen hohen Spaßfaktor und Gegenwert bieten. Gleichzeitig sind sie so klein, dass sie selbst im überfrachtesten Urlaubsgepäck noch Platz finden.
    Jedes mehr an Wind wird hier gleichmäßig in Speed umgesetzt, bei Böen sind sie nicht so zickig...
    (Das könnte aber auch ein Nachteil sein, manche finde gerade die Überrraschung bei den Speedies gut...)


    Nicht mehr käuflich sind die Windtools aus der Two-Botten Serie
    Die gab es in Mini Medi und Maxi. Ein Erwerb lohnt auch nur, wenn sie irgendwo sehr günstig angeboten werden, denn sie sind ein schönes Speedgespann, erreichen aber nicht die Positron in Sachen Geschwindikeit.


    Die Positron dürfte derzeit der schnellste käuflich zu erwerbende Serienspeeddrachen sein.
    In verschieden Threaths wurde darüber -und über diverse Tuningmöglichkeiten- gesprochen.
    Wer noch Glück hat und mal die alte Variante angeboten bekommt, sollte auf jeden Fall zuschlagen.
    Zugunsten der überwiegenden Binnenlandflieger wurde das neue Model von 5 mm auf 4mm heruntergefahren, um das Startverhalten und den Wind-Einstiegsbereich zu verbessern.
    Dies ist gelungen, aber eben auf Kosten des geringfügig geringeren Speeds und dem Windbereich nach oben.
    Da die Positrons in verschiedenen Häusern gefertigt werden, liegt ebenfalls eine gewisse Serienstreuung was die Position der Querspreizen oder Abmessung der Waage betrifft, vor.
    Ich betrachte das jedoch nicht als Qualitätseinbußung - ich denke das ist bei dem Preis einfach normal und auch zu aktzeptieren. Ein Anfänger wird sie nicht fliegen - und jeder andere wird früher oder später auch mit ihr expiriementieren wie geänderte Waage oder Gestänge ausprobieren.
    Wenn das Teil nicht optimal fliegt sollte man sie mit einer anderen auf der Wiese mal vergleichen...


    Für die Einsteiger sollte auch der Falcon2 von Kewo nicht unerwähnt bleiben. Er ist nahezu unkaputtbar, gut verrarbeitet und über das Verkürzen der Leinen kann man sich langsam an höhere Geschwindigkeiten heranwagen. Dann wird aber wahrscheinlich auf immer in der Tasche verschwinden oder einen anderen Einsteiger glücklich machen.


    Zum Apex bleibt nur zu sagen: der wird Ausgepackt wenn alles andere Einpacken muß.
    Nach oben gibt es keine Grenze- Bei 7 Windstärken hat er allerdings eine 110er Leine geknackt. Die Empfehlung der Drachenwerkstatt von 70 Kg ist daher mit Vorsicht zu geniessen..
    Ab 6 Windstärken erreicht er in Sachen Speed schon die Positron, jedoch mit deutlich mehr Zugkraft.
    Lange wird es den in der PL62 Variante nicht mehr geben, da das Tuch nicht mehr Lieferbar ist. Wieviel jetzt tatsächlich noch gefertigt werden können ist bei der Drachenwerkstatt nur auf Nachfrage rauszukriegen. Er wird nur auf Kundenwunsch gebaut; daher ist er nicht im Standartprogramm zu finden.


    Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass es sicher diverse Eigenbauten gibt die Speedtechnisch einiges zu bieten haben und auch schneller als die hier genannten sind oder sein können.
    Einen in zwei verschieden Tuchausführungen habe ich selbst.
    Es nutzt aber nichts, einem den Mund wässerig zu machen, wenn dieses Produkt eben nicht jedermann zugänglich ist.


    Bertrams Entwicklungen sehen in jeder Hinsicht ebenfalls schon sehr sehr vielversprechend aus...
    Leider konnte ich sie noch nicht probefliegen, aber der Herbst-Renesse-Tag kommt ja bestimmt...
    - Editiert von Schmendrick am 18.07.2004, 10:00 -