Ich war gerade auf dem Jungfernflug mit meinem Balor. Bevor ich jetzt davon berichte, ich habe danach mit Jens Frank (Level One) telefoniert. Da er den Shop nicht selbst macht kann er das nicht beeinflussen. Wenn alles gut geht, ist er im Laufe das Abends noch im Shop erhältlich (evtl. auch heute Nacht erst). Falls nicht, ihr könnt den Balor auch gerne per email bei Jens bestellen.
So, nun zum Bericht.
Ich hatte von 2-4Bft alles dabei. 2Bft waren bei mir in Bodennähe (die Wiese befindet sich ca. 2m tiefer als der Rest von dort wo der Wind kommt). Der Start gestaltet sich nicht so einfach wie bei einem Topas, Tauros, o.ä. Das MarkO2-typische Startprozedere kommt hier wieder zum Einsatz. Kite aufstellen, zu einem herkippen lassen und durchziehen. Dabei ist es wieder wichtig beim anziehen gleichzeitig nach hinten zu gehen. Wenn der Balor beim Start seitlich weg kippt und man geht nicht rückwärts, dann bringt es auch nix wenn man den Kite abfangen will, das geht in die Hose. Der Balor ist aber so stabil dass nicht gleich was kaputt geht bei einem vermasselten Start. Da ich selbst kein Startprofi bin sondern da eher zum Durchschnitt gehöre, sollte das aber für den durchschnittlichen Piloten kein Problem darstellen. Hat man erst mal das Prozedere raus, dann läuft es auch ohne Probleme.
Für den ersten Versuch hatte ich 60m 100 (110)daN Liros dran. Damit kann man sehr entspannt fliegen wenn man nicht aggressiv fliegt. Aggressiveres Fliegen zahlt der Balor mit Zug zurück. Schon im unteren Windbereich ist zu erkennen dass der Balor seinen Zug aus dem Speed holt. Enge Spins oder aggressive Lenkmanöver haben meine 100er Liros ganz schön zu msingen gebracht, dabei habe ich noch nicht mal richtig Gas gegeben. Aus Angst um die Leinen bin ich im Stehen geflogen und bin des Öfteren den einen oder anderen Schritt (ab und auch ungewollt) dem Balor entgegen gegangen.
Weil ich natürlich auch noch wissen wollte was geht wenn man den Balor richtig aggressiv fliegt habe ich dann mal 130daN 40m ran gemacht. Der Wind lag bei 3-4Bft und schon gleich nach dem Start nach der Strömungsaufnahme hat mir der Balor sein blutiges Auge gezeigt. Ich hatte eigentlich nicht gedacht dass ich bei 4Bft ein Arschleder mitnehmen muss und ich den Balor locker vom stehen fliegen kann....so kann man sich täuschen. Kaum fliegt man bissel aggressiver kommt man richtig ins Schwitzen ![]()
Das Windfenster ist sehr groß, endet aber relativ abrupt. Dabei ist es relativ einfach den Balor mit einem Loop wieder einzufangen.
Hier noch ein Standbild auf der Wiese, ich habe leider kein Stativ zum filmen, sonst hätte es bewegte Bilder gegeben.
