Beiträge von Dennis-the-menace

    Also meine erste Drachentasche habe ich aus abgetragenen Jeans gemacht, heute würde man dazu wohl Upcycling sagen. (Das war aber noch in den 80ern, da hieß das noch Nähen und Drachensteigen lassen und nicht Upcycling und Kiting)


    Dann kamen verschieden große und lange Taschen aus Rucksacknylon oder schwerem Baumwollstoff, mal mit durchgehendem Reißverschluss, mal mit einem Riemen zum zubinden und Länge anpassen.


    Inzwischen habe ich auch ein paar Taschen von Spiderkites, die sind ideal wenn man nicht so große Drachen und dünne Schnüre und leichtes Zubehör mit nimmt, denn das Meiste passt dann in die Außentaschen.

    Stuhl, Parafoils, dickere Schnüre und Wasserflasche gehen aber meist in einen Trekkingrucksack und fertig iss. Für mich ist es so am praktischsten da ich hier in Berlin dann damit in den Öffis zum Feld fahre.

    Also wenn der kompakte Cody zieht wie ein Ochse dann würde ich mal über die Waageeinstellung nachdenken, das geht nämlich auch anders.


    Aber dem Rest kann ich mich überwiegend anschließen - bei geringem Zug direkt auf die Spule oder den Wickler aufwickeln beim Einholen, ein kleiner 3m Delta fällt ja eher in die Kategorie "Schlüpfergummi" was den Zug betrifft, da geht das.

    Bei mittleren Zugkräften hole ich auch Hand über Hand ein und wickele dann auf. Und wenn richtig Knall auf der Leine ist dann verwende ich auch eine Umlenkrolle mit Handschlaufe. Die Rolle sollte nur keinen zu kleinen Querschnitt haben, dann geht das leichter.


    Von der Seilklemme bin ich definitiv abgekommen, die hat mir drei Schnüre zwischen 2 und 3mm zerfetzt, genau an der Klemmstelle, und das bei nur moderatem Zug.


    Und sonst kann ich einfach den empirischen Ansatz empfehlen - einfach ausprobieren und sehen was einem am besten zusagt.


    LG D.

    Dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben...


    Am Strand nehme ich nur noch Sandanker - die sind einfach in der Handhabung, man braucht keinen schweren Hammer und sie sind selber leicht. Wenn er mal nicht genügt, anfängt zu rutschen legt man einfach ein paar Schaufeln Sand nach und fertig iss. Nach dem fliegen nimmt man den Karabiner ab und zieht das Tuch in einer Richtung unter dem Sand wieder raus. Also ganz einfach und dazu noch sicher.


    Einschlaganker - hatte ich früher am Strand in Benutzung, bis ich zu sah wie einem Freund einer aus dem Boden riss, durch die Luft flog und im Kotflügel eines Volvo stecken blieb. Heute verwende ich sie nur noch auf der Wiese, wo Sandanker nicht funktioniert.


    Und wenn ich mit kleinen Drachen losziehe (so bis 3 oder 4qm) nehme ich auch den Korkenzieher oder größerer Zeltheringe - damit gab es nie Probleme.

    Du baust so klein und dann in Spinnaker? Hoffentlich geht das gut.

    Inzwischen habe ich vier klassische Rolos in Spinnaker gemacht und nur zwei flogen.

    Die dabei gemachten Erfahrungen waren:


    Kielstab vorne - fliegt

    Flächenwinkel etwas größer als 150° -fliegt

    Größe ab 240cm - fliegt

    Abspannungen zwischen den Flächen unterschiedlich lang, so daß die äußeren Abspannungen kürzer sind als die Inneren - fliegt

    Kielstab so durchgebogen daß sein unteres Ende den Boden berührt wenn er auf dem Rücken liegt -fliegt

    Weiches Tuch - fliegt


    Hartes Tuch - fliegt schlecht

    Kielstab gerade - fliegt nicht

    eine lange Waage - fliegt nicht

    kleiner als 240cm - fliegt schlecht

    kleiner als 200cm - fliegt garnicht

    Querstäbe gebogen und nicht gewinkelt - fliegt nicht


    Deutlich besser in Spinnaker fliegen Mezger- Roloplane, die konnte ich ab einer Spannweite von 150cm zum fliegen bringen, selbst mit Carbongestänge und hartem Tuch wie Chikara und Icarex


    So wünsche ich viel Spass beim Ausprobieren.

    Also die Schwanzlänge finde ich völlig angemessen. Ich baue auch viel Flachdrachen wie Sechs- und Achtecke und eine Schwanzlänge vom siebenfachen der Spreizenlänge hat sich gut bewährt, bei starken und sehr böigen Winden steigere ich das bis auf das siebenfache. Kürzere Schwänze führen eben doch meist zu einem unschönen Schaukeln oder sogar einem "Trudelabsturz"

    Das kostet jetzt aber mal nen Zehner in die Polemikkasse...


    Außerdem sind die Genannten genau die Medien die ich nicht konsumiere - eben wegen geringem Informationsgehalt, häufigen gezielten strategischen Lügen, Falschmeldungen und verzerrender Berichterstattung (wie zb über regenerative Energien, Elektromobilität etc)

    Verlässlicher als Welt TV, Nius, Bild oder BZ und co auf jeden Fall - die Fakten sind überprüfbar.


    Leider kümmern sich andere Blätter nur sehr wenig um Sachen wie öffentlichen Lebensraum, Erhalt von Freizeitstätten und Grünflächen, die TAZ macht das eben schon.


    Oder hast du Fehler in dem Artikel gefunden?

    Gerne doch... ich war fasziniert als Leute die historische Drachen gut kennen mir sagten daß mein 150/2 eine viel authentischere Replique ist als die Sparversion die Steiff da raus brachte - für verhältnismäßig viel Geld.

    Nö hab ich nicht, den hat mir jemand hier aus Berlin gemacht, ein auch nicht ganz Unbekannter, aber eben kein Kommerzieller, das war ein Tausch


    Und das Dragsail beim Cody ist etwas ganz anderes als ein Fransenschwanz am Rok, denn es ist eben von Cody ersonnen und wurde auch von ihm so geflogen, also ist es historisch passend.

    Da hast du mich falsch verstanden. Ich habe eine Replique, die kaum 20 Jahre alt ist, aber eine so originalgetreue daß sie sogar die Knopfleisten hat und das Buchenholzgestänge im Bereich der Muffung mit Leinöl geölt und die Waage aus einer gewirkten Hanfschnur ist. Aber das ändert nichts daran, daß diese Drachen auf den letzten 20 - 30 Metern in Bodennähe beim Einholen einfach zickig werden und das Taumeln und Drehen anfangen bei starkem böigem Wind. Und daß bei Bodenkontakt bzw Aufschlag die brechenden Buchenstäbe (Hartholz) durch das Bauchwolltuch stechen und man das nicht wirklich reparieren kann.

    Diese Drachen fliegen über einen weiten Windbereich, aber sie sind ganz klassische Hochflieger, fühlen sich am wohlsten in Flughöhen deutlich über 100m. Und der Boden ist ihr natürlicher Feind bei starkem Wind.

    Für Starkwind gibt es einfach geeignetere Drachen die mit geringerem Risiko geflogen werden können, denn runter müssen sie alle einmal und das doch am besten intakt oder?


    Vom Rokaku als Starkwinddrachen rate ich ab. Der hat einfach zu viel Zugkraft. Ich hab auch mal einen gepanzerten 40 er Cody gebaut, der zieht auch gewaltig.

    Ich fliege oft und gerne bei viel Wind aber hohe Zugkräfte vermeide ich, weil das echt verdammt anstrengend wird. 🤣

    Stellt man den Cody deutlich flacher und versieht ihn mit einem Dragsail kann man eine 40er Zelle bei 6Bft angenehm mit einer Hand halten. Alles eine Sache der Einstellung.

    Nun in der Regel sind Roloplane aus Baumwolltüchern und haben Buchenstäbe - wenn man es denn genau nimmt mit dem Nachbau - und werden in Bodennähe recht launisch und diese Kombination ist nicht unbedingt gut bei 6 Bft oder mehr. Stürzt er beim Landeanflug ab und brechen die Stäbe, diese schießt man sich dabei ganz schnell durch das Tuch und der Schaden ist kaum zu reparieren.


    Selbst die Hamburger lassen ihre Rolos auf Fanoe selten bei mehr als 5Bft fliegen. Ich würde das nicht riskieren. Sturmstäbe hin oder her.

    Und auf die Größe... unter einem Quadratmeter wird das mit der Stabilität auch schwierig


    Aber ein Rokkaku mit Schwanz?


    Am Ende hängen die Zappeldrachenflieger noch Schwänze an Parafoils oder Codys... oh... mein... Gott wo soll das noch enden


    Bazingaa