Alles anzeigenDennis-the-menace & Jens Lück :
Die Besorgnis um eure historischen Originale kann hier jeder verstehen.
Tatsache ist aber nunmal, dass die Roloplane so angelegt waren, dass sie auch mit ruppigen Windverhältnissen klar kamen. Es wird aber ganz sicher niemand von euch erwarten, die alten Schätze mit entsprechend gealtertem Material diesen großen Belastungen auszusetzen.
Ich find's gut, wenn ihr sie weiterhin in Ehren haltet, Interessierten zugänglich macht und manchmal auch fliegt. Diese Drachen sind immerhin ein Stück deutscher Geschichte.
Gruß,
Karsten
Da hast du mich falsch verstanden. Ich habe eine Replique, die kaum 20 Jahre alt ist, aber eine so originalgetreue daß sie sogar die Knopfleisten hat und das Buchenholzgestänge im Bereich der Muffung mit Leinöl geölt und die Waage aus einer gewirkten Hanfschnur ist. Aber das ändert nichts daran, daß diese Drachen auf den letzten 20 - 30 Metern in Bodennähe beim Einholen einfach zickig werden und das Taumeln und Drehen anfangen bei starkem böigem Wind. Und daß bei Bodenkontakt bzw Aufschlag die brechenden Buchenstäbe (Hartholz) durch das Bauchwolltuch stechen und man das nicht wirklich reparieren kann.
Diese Drachen fliegen über einen weiten Windbereich, aber sie sind ganz klassische Hochflieger, fühlen sich am wohlsten in Flughöhen deutlich über 100m. Und der Boden ist ihr natürlicher Feind bei starkem Wind.
Für Starkwind gibt es einfach geeignetere Drachen die mit geringerem Risiko geflogen werden können, denn runter müssen sie alle einmal und das doch am besten intakt oder?
Vom Rokaku als Starkwinddrachen rate ich ab. Der hat einfach zu viel Zugkraft. Ich hab auch mal einen gepanzerten 40 er Cody gebaut, der zieht auch gewaltig.
Ich fliege oft und gerne bei viel Wind aber hohe Zugkräfte vermeide ich, weil das echt verdammt anstrengend wird. 🤣
Stellt man den Cody deutlich flacher und versieht ihn mit einem Dragsail kann man eine 40er Zelle bei 6Bft angenehm mit einer Hand halten. Alles eine Sache der Einstellung.
