Wozu braucht man beim Drachennähen bitte einen Freiarm?
Eine Flachbettmaschine ist in sich steifer und hat beim Drachennähen eher Vorteile.
Wozu braucht man beim Drachennähen bitte einen Freiarm?
Eine Flachbettmaschine ist in sich steifer und hat beim Drachennähen eher Vorteile.
Für kleine und mittlere Drachen reichen Garne in 80 schon aus, ich nehme von Amann das Saba, das hat mein Kurzwarenhändler in 120, 80 und 50 - in 80 in 300 Farben -
Wichtig ist eben ein Vollsynthetikgarn zu nehmen damit es nicht verrottet.
Zu dünn finde ich schwierig, sehr reißfeste dünne Garne können zum Beispiel bei einem Absturz Stoff schneiden wie ein Messer. Mir ist das schon passiert - ein 1 Meter langer Riss genau entlang der Naht. Bei Garnen der Stärke 80 oder dicker jedoch nie.
Moderne Maschinen mit Horizontalgreifer kommen mit dickeren Garnen fast immer gut zu recht - nur automatische Fadenschneider haben mit dickem hochfesten Garn wie Avino 60 manchmal Probleme bzw verschleißen auch schneller. Aber auch ältere Maschinen wie die 12er Serie von Pfaff oder die 1000er Serie von Bernina kommen mit Avino und Synthon in 60 gut zu recht. Sollten diese Zicken machen ist oft etwas nicht in Ordnung oder verstellt. Ein Service lohnt sich dann - kostet aber auch schon gut 70 Euro für mechanische Maschinen.
Der ist ja mal spannend... So etwas sieht man wirklich nicht oft
Gibt es dazu auch eine Skizze mit Dimensionen?
Wenn man sich das Angebot genauer ansieht merkt man daß das so ein Ding zum Vernähen von großen Transportsäcken ist - sehr grober Faden und näht keinen normalen Geradstich - damit wäre das nicht einmal für die schnelle Reparatur auf dem Feld geeignet.
Das ist Ansichtssache - ich finde klassische Säume mit Kontrastgarn genäht schöner - und an flatternden Kanten hat sich das bei meinen Drachen bewährt.
Also ich zeichne immer per Hand etwa 4mm vom Rand eine Linie auf den Stoff.
Beim Säumen verschwindet die dann gerade so im Saum. Man sieht sie also nachher nicht mehr und dann weiß man, der Stoff ist immer 4 mm im Saum.
Aber so 1000%ig maßhaltig ist das mit dem Säumen sowieso nicht, aber genau genug meiner Meinung nach.
Grüße Carsten
Der Tip ist wirklich gut, das probiere ich mal aus.
Dann macht aber das Säumen mit Band aber praktisch so viel Arbeit wie das klassische Säumen macht
Mit dem Falten etc hatte ich eigentlich nie Probleme, was bei mir nie richtig geklappt hat, ist das richte Einlegen des Stoffes in die Kante, ständig schwanke ich da von ca 1,5mm zu viel und umgeschlagen und 1,5mm zu wenig...also schwankt die Saumkante um fast drei mm. Das ist mir wirklich zu viel, so daß der Fuß und das Band seid Jahren in der Zubehörschublade verschwunden ist.
Hat da jemand vielleicht ein Universalrezept wie man den Stoff genau in die Falzkante bekommt?
Wenn du nähen kannst würde ich es einfach gründlich machen.
Tunnelnaht auftrennen, schadhafte Teile des Tunnels ersetzen, Stab mit Endkappen versehen (nicht vergessen den Stab dann ein paar mm zu kürzen), Tunnel neu annähen, am unteren Ende eine Lücke in der Naht von vielleicht 2cm lassen um da den Stab unter Spannung wieder einsetzen zu können und den Stab wieder einsetzen.
Das ist in der Tat ein Problem. Bei den aktuellen "Haushaltsnähmaschinen" finde ich diese Gewinde nur noch bei Bernina...
VG Tobias
Nö, bei Janome findest du das auch... dem größten Nähmaschinenhersteller, die haben es aber in die Stichplatte integriert was sehr praktisch und nachhaltig ist.
Hey das freut mich, ich sehe zu daß ich es schaffe
Alles anzeigenServus Dennis,
da gibt es keine Sauerei auf dem Tuch. Und meine Nähmaschine hat noch nie unter Resten des Bleistifts gelitten. Und ich nähe doch sehr viel mit ihr. Klar, man mus die Stifte halt schnell wieder anspitzen, aber dann gibt es eine klare, weiße Linie auf dem Tuch. Ich benutze die sehr gerne auf dunklem Tuch.
Kommt natürlich auch auf die Nähtechnik an. Ich nähe zu 90% geschlossene Kappnahten. Da sollte man schon die Nahtlinie unter der Maschine sehen. Bei Segelmachernähten hat man ja eine "Führung" durch die Kante des Stoffes und der Verklebung.
Ich kauf die weißen Stifte immer im 20er Pack, Und einen scharfen Spitzer brauchst du auch.
Gruß
der Indianer
Nabend Herr Indianer
meine Bemerkung zielte garnicht auf dein Posting ab sondern auf das Posting von DroppingIgel er nutze Bleistifte in 8B und dazu meinte ich daß mir 2B schon fast zu sehr schmiere.
Auch ist mir klar daß es bei mir schlicht die Masse macht, bei meinen Patchworkdrachen sind schnell mal 800 oder 1000m Naht auf der Uhr der Maschine.
Und ich mache meist offene oder geschlossene Kappnähte und zeichne diese weit überwiegend auf rechts an, da bleibt es dann nicht aus daß angezeichneter Stoff über das Bett der Maschine und den Anschiebetisch geht und dann schmiert so eine Markierung eben auch minimal, sind es dann ein paar 100m ... Wenn ich das richtig gesehen habe, nähst du hauptsächlich Lenkdrachen, da spielen ein oder zwei mm Fehler kaum eine Rolle. Ich baue fast nur Einleiner von mittelgroß bis recht klein, da sind solche Fehler mehr als unschön, deswegen zeichne ich jede Naht sehr präzise an.
Zum Anspitzen bin ich viel zu faul, deswegen nutze ich Druckbleistifte zwischen 0,7 und einem mm Stärke, da ist das nicht nötig - leider um den Preis, daß man das mit vorsichtiger Hand nutzen muss, weil die eben auch mal brechen, gerade die bunten Minen.
Farbige Minen und gute Graphitminen nutze ich ja selbst und habe sehr positive Erfahrungen gemacht, aber ab 3B schmieren Graphitminen eben fürchterlich und nutzen sich unheimlich schnell ab - deswegen fragte ich danach weil ich mir nicht vorstellen kann wie man das sinnvoll einsetzen kann.
Ja, Colour Grip von Faber-Castell funktionieren super. Und superweiche Bleistifte (8B).
Bleistifte in 8B? Meinst du das wirklich?
Ich verwende meist Minen in 2B und ärgere mich zu weilen schon darüber wie stark die verschmieren, wie meine Finger nach dem Nähen aussehen, wie die Maschine verschmiert ist vom Graphit .
Früher habe ich noch 3 und 4B verwendet - das hat sich dann ganz wunderbar auf dem Tuch verschmiert und sehr unschöne Flecken gegeben - außerdem war der Minenverbrauch bei 4B deutlich höher.
Wie ist das dann erst mit 8B? Wie kann man so weiche Minen noch sinnvoll einsetzen? Das gibt doch nur noch Sauerei
Es gibt von "Pilot" auch Druckbleistiftminen in 0,7mm in einem guten Dutzend Farben - bekommt man im gut sortierten Zeichen und Künstlerbedarf für knapp das Doppelte was normale gute Graphitminen kosten, sind etwas weicher aber machen einen sehr gut sichtbaren Strich in schönen Kontrastfarben, funktioniert zb toll auf dunkelgrauem Tuch.
Die Mäuse bauen da ganze Wohnanlagen, Vorsicht ist da wirklich angesagt, dafür ist auf dem Feld eben auch richtig viel Leben.
Aber das Mähen haben sie wohl für das "Fest der Riesendrachen" gemacht - wobei man das eigentlich in "Fest der Online bestellten Massenware" umbenennen sollte
Die Tage wollte ich auch mal wieder hin.
Gut daß du mich daran erinnerst.... ich hab noch richtig viel mintgrünes Polyant 65.....
Ich habe auch ein gutes Dutzend Codys gebaut und diverse Tücher verwendet. Es kommt immer darauf an, was man mit dem Drachen vor hat.
40cm und 45cm Kurz und Doppelflügel in 46gr Elltex
40cm und 50cm Kurzflügel in D60 mit dicken Exel GFK Gestänge für Sturm
45cm Kurzflügel und 50cm Doppelflügel mit Topsegel mit dünner CFK Bestabung in 36gr Polyant für wenig Wind
50cm Kurz und Doppelflügel in 60gr Polyant mit starkem CFK Gestänge für mehr Wind
70cm Kurz und Doppelflügel mit GFK Gestänge für mehr Wind in D60
etc
Jeder fliegt ein bisschen anders, näht man die Segel sorgfältig und verstärkt Säume und Stresspunkte gut, geht eigentlich höchstens das Gestänge kaputt, aber fast nie das Segel. Und wenn die Zelle nicht zu groß ist gehen sogar leicht elastische Tücher wie Elltex oder auch Schikarex - man sollte dann nur den Saum mit einem zugfesten Band versehen, dann funktioniert das eigentlich auch gut.
Demnächst mache ich mal einen aus Chikara, mal sehen wie das wird. Gerade das Experimentieren und Herumprobieren macht doch den Spass aus oder?
LG Dennis
Ich hab genug Ultraleichtzeugs... hätte geklappt
Aber naja, wenn die nicht wollten ist es eben so
habt ihr denn genug Leute zusammen bekommen?
Also ich habe erst 18 gebaut - von 30cm bis 70cm Zelle, alle in Spinnaker von 30-65gr und in Holz, GFK und CFK
Was du für eine Schnur brauchst hängt einfach davon ab wie du ihn einstellst und bei was für Wind du ihn fliegen lässt. Man kann eine 50er Kurzflügel so einstellen daß er einem bei 5bft die Arme ausreißt, man kann ihn aber auch so einstellen daß man ihn bei 4bft mit drei Fingern halten kann. Meinen 70er Doppelflügel mit Topsegel kann man zb bei 3bft noch mit einer Hand halten.
Und das mit dem Trommeln auf der Zelle ist wohl fast schon eine Glaubensfrage, viele meinen Cody hätte alle Drachen immer wie eine Trommel gespannt, was aber nicht ganz stimmen kann, da er mit ganz vielen Materialien für Bespannung und Gestänge experimentiert hat und sich nicht alle Tücher mit jedem Gestänge so spannen lassen.
Und die Befestigungspunkte der Waage sind wohl immer an den unteren äußeren Längsstangen an der jeweiligen Leitkante der Zelle, den Zugpunkt muss man sich dann einfach suchen, je nach Wind und persönlichem Geschmack - und nein, ich finde ein Cody muss wirklich nicht immer auf knall-hart gestellt werden denn dann sackt er bei jedem Nachlassen des Windes auch wie ein Stein durch. Und welche Schnur du brauchst richtet sich nicht nur nach der Zellengröße sondern auch danach ob Kurz- oder Langflügel, ob mit oder ohne Topsegel, auch was es für ein Topsegel ist (Ja auch da gibt es mehrere Varianten), ob er hart eingestellt ist oder ob er sich auf den Wind legt. Nimm einfach eine Schnur die du beim anfallenden Zug des Drachens gut halten kannst, ideal ist auch gerade wenn sie im Flug etwas Bauch hat, dann werden Böen einfach besser weggefedert, denn starke Böen mag ein steil gestellter Cody mit straffer Schnur nämlich auch nicht wirklich.
Probiere es einfach aus und hab viel Spaß
Dennis
Alles anzeigenHallo Berliner Drachen-Piloten aller Art: auf euch wartet eine einmalige Gelegenheit am Freitag dem 15.8.2025
Es geht um Filmaufnahmen wo Drachenflieger als Background-Kulisse in der Totalen gesucht werden. Es handelt sich hier um was handfestes fürs Kino und in einer Szene hätte man fliegende Drachen/Kites/Lenkdrachen im Hintergrund. Ihr sollt also nicht selber vor die Linse aber wann hat man schon mal eine solche Gelegenheit? Das soll möglichst bunt sein. Ich muss leider arbeiten und kann den Termin nur begrenzt wahrnehmen und wenn überhaupt nur am Nachmittag.
Koordination über mich. Ich weiß das es sehr kurzfristig ist. Bitte per Konversation oder Email melden, ich leite das dann an meinen Kontakt bei der Produktion weiter. Da können dann die Zeiten abgestimmt werden. Denkt dran, das so was immer schwer zu timen ist wann was gedreht wird. Auch ist Sonnenschutz und genug zu trinken angesagt, Es könnte etwas warm werden.
Habt ihr Interesse? Eure Drachen in einem Kinofilm? Na? los
Meldet euch.
Gruß Andreas
Leider war das viel zu kurzfristig...ich hätte Zeit gehabt
