Beiträge von Moonraker

    Sehr schön gefilmt, Thorsten :H: Die Anflüge sind klasse. Und eine schöne Tricklandung am Anfang des ersten Teils ;) Der Sound gefällt mir extrem gut, so richtig schön satt. Da kommt die Kraft dieses Burschen gut rüber.


    Wie empfindest Du die Unterschiede zwischen normalen und längeren Spreizen? Die Starts sahen ja noch ziemlich einfach aus. War der Kite im zweiten Teil noch steiler gestellt? Er ging ja doch recht oft aus der Strömung.

    Der Vulcan wird aufgrund seiner extremen Streckung wirklich optimale Bedingungen benötigen, um das Maximum an Speed herauszuholen. Das heißt so dünne Leinen wie möglich zu verwenden und auch das optimale Waagesetup gefunden zu haben. Steiler muss hier nicht unbedingt geiler sein, das wird sicherlich noch einige Versuche benötigen bei meinem. Leider hier im Binnenland nicht so einfach durchführbar, denn er wird auch noch gleichmäßigeren Wind benötigen als z. B. der Tiger Mylar.


    Ich finde, der Kite hat schon ordentlich Potenzial, als ich an 55 daN-Leinen mal eine obere 4 hatte, ging der schon richtig gut nach vorn…


    Danke Mark/Dominik für die Leinenangaben, dann kann ich bis 5 Bft ruhig die 55 daN dranlassen.

    Bis 5 Bft tun es sogar 25 daN-Leinen, zumindest wenn man an 35 m fliegt, siehe hier:


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    Ich stimme Dir völlig zu, die Beschleunigung ist schon explosionsartig, aber meines Erachtens auch immer ein Stück weit unkontrolliert, weil der Kite so drehfreudig ist. Das ist auch das Problem bei der Geschwindigkeit auf der Geraden. Diese sind kaum einmal wirklich sauber durchzufliegen und daher ist ein Tiger dort im Endeffekt immer deutlich schneller unterwegs.
    In den schnellen Loops und den irre engen Spins macht dem 0.65 so schnell aber keiner etwas vor.

    Ich sollte vielleicht noch dazu sagen, dass ihn diese Eigenschaften aber (logischer Weise) auf keinen Fall anfängertauglich machen. Wenn man erst einmal viele Flugstunden gesammelt hat, scheint vieles so leicht, das vor kurzem noch unmöglich war.
    Sprich, ein toller Speedkite, der trotzdem eine erfahrene Hand benötigt. Sonst ist er ruck-zuck aus der Strömung manövriert...

    Heute habe ich einmal Michels Rat, den Tiger Mylar bei Regen zu fliegen, in die Tat umgesetzt :-O (siehe Tiger II Thread)


    Es handelte sich um den Erstflug meines neuen TS in der Ausführung mit den s-förmigen Segellatten. Wir hatten heute Abend extrem böigen Wind, der zwischen 9 und > 30 km/h wechselte. Ich bin den Drachen die ganze Zeit mit Segellatten und an 75 daN geflogen. Zunächst startete ich in der Werkseinstellung, also der gelben Waagemarkierung unten in der Mitte des Schiebeknotens. Der Start war kein Problem bei 3 Bft mit leichtem Rückwärtsgehen. Was dann folgte war ein Ritt, der Tiger II Mylar TS bockte, ruppte und sprang im Windfenster hin und her. Teilweise stand er richtig auf der Stelle, so übel war der Wind. Aber, er klappte bis auf zwei Ausnahmen während mehr als 30 min Fluges nicht aus der Strömung, einmal in der Werkseinstellung und später einmal in einer steileren Einstellung. Man kann dem neuen Tiger II Mylar TS also attestieren, dass er auch bei übelsten Binnenlandbedingungen noch gut fliegbar ist. In Phasen gleichmäßigeren Winds legte er auch gleich schön linear los und saugte sich gut im Windfenster an.


    Ich stellte den Drachen dann ziemlich schnell 2 mm steiler, was positive Auswirkungen aufs Flugverhalten hatte, das Bocken war nicht mehr ganz so stark ausgeprägt und der Tiger hing insgesamt satter an den Leinen. Dann kam der oben erwähnte Regen und mit ihm heftigste Schauerböen, aber auch insgesamt stabilerer Wind jenseits der 4 Bft. Und da machte der TS richtig Spaß, schaltete einen Gang und im Sound eine Oktave hoch und wurde richtig schön schnell. Im oberen Windbereich braucht sich niemand Sorgen zu machen, dass er mit älteren Versionen nicht mithalten kann! Das wäre somit geklärt, es stand ja nach dem ersten Test (s.o.) noch aus. Was noch positiv zu vermerken ist, dass er trotz der schlechten Bedingungen enge Loops flog und in ihnen sogar ordentlich zulegte.


    Der Regen ging und dafür kam die Flaute, aber der Tiger flog weiter. Oft waren es laue 2 Bft, aber mit viel Führen am Windfensterrand und teilweisem Ziehen durchs Windfenster ließ sich der TS sehr gut in der Luft halten. Und er hing ja an den dann völlig überdimensionierten 75er Leinen… Somit konnte ich auch die schon genannten guten Leichtwindeigenschaften bestätigen.


    Fazit: auch der neue Mylar II TS ist ein super Kite, vielleicht sogar vielseitiger und auf jeden Fall weniger zickig als die älteren Versionen.