Beiträge von Moonraker

    Heute flog ich mal wieder den Maxi, denn es ging kaum Wind.
    Auf der Wiese angekommen, zeigte der Windmesser denn auch 0-8.4 km/h, Durchschnitt 2.8 km/h (!).
    Kein Problem für den Maxi, nachdem ich zwei Stopperclips unter dem V herausgenommen hatte für etwas tieferes Profil. Ich hatte ja schon einmal weiter oben geschrieben, was für ein genialer Leichtwinddrachen der Maxi ist. Mit Armzug kann er bei absoluter Windstille dirigiert werden, man kann ihn durchs Windfenster ziehen und dann ganz vorsichtig in die nächste Kurve drücken. Einfach unglaublich. Und ab 2-3 km/h setzt er den Wind in erstaunlichen Vorwärtsdrang um. Sicherlich halfen dabei die 70 daN-Leinen, die dann bei den Böen von 7-8 km/h auch schon zu singen begannen. Auch Loops sind bei diesen Verhältnissen fliegbar, so lang man die Leinen unter Spannung halten kann. Und die Geschwindigkeit bei 1- unteren 2 Bft ist wirklich erstaunlich für einen so großen Kite. Da braucht z. B. ein Picador mindestens 3 Bft, um mithalten zu können.


    Phase 2: ich wollte gerade einpacken, als es auffrischte und die 70 daN-Leinen schnell am Anschlag waren. Also 100 daN angeknüpft und die zwei Stopperclips wieder unter das V gesteckt. Und jetzt, bei mittleren 3 Bft, ging richtig die Post ab. Super Tempo, super Sound, ordentlich Zug, so dass ich mich schon gut in die Leinen lehnen konnte und irre schnelle Spins fast ums MK.


    Was für eine geniale Kombi aus Flautenkiller und druckvollem Speedkite :H:

    Kennst Du das Filmchen hier schon? Am Anfang kannst Du sehen, warum ich den Matador so schätze und ihn auch nicht wieder hergeben werde. Ich liebe diese langen Slides...


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    Test 220 Std Teil 3:
    Es frischte abends noch einmal auf und ich ging spontan rüber zur Wiese. Wind war mittlere 3 Bft und recht konstant, so dass ich noch einmal 5 mm steiler stellte. Beim Start musste ich ihn durch Rückwärtslaufen in Strömung ziehen, da kam er gar nicht erst ins Trudeln (keuch...). Und dann ging er richtig gut, druckvoll, sahnig und sehr schnell auf der Geraden. Klasse, was der bei dem wenigen Wind für ein Tempo an den Tag legt! Und auch die Loops kamen jetzt schön eng. Die 70 daN-Leinen zog er gut durch. Da war es, das tolle Scalpelgefühl und ein breites Grinsen.
    Also doch - steiler ist geiler. Demnächst fliege ich ihn nur noch ab 3 Bft.

    Ich denke, 6 mm LK und Kiel sind gut, auffuttern würde ich wenn, dann nur bis 10 cm über dem MK. UQS würde ich in 8 mm machen. Ich denke 6 mm OQS reicht bei 6 mm LK aus.

    Viel zu dicke 75 daN 35 m. Ich habe ihn heute bei mehr Wind an 55 daN geflogen, das war schon ganz ein anderer Schnack. Gestern hatte ich nur die anderen Leinen dabei für den Kurzausflug auf die Wiese.


    @ Mark - ja, dürfte schon eher ein UL sein. Der macht auch bei 6 Bft zu. Es war allerdings die offensichtlich von Knicki bevorzugte Bestabung, denn ich hatte einfach nur einen GSI mit Segellatten bestellt ohne Sonderwünsche...

    Dem kann ich nur zustimmen, Mark.


    Der Vergleich Panthère II und Scalpel Standard hinkt sicherlich, da es zwei komplett unterschiedliche Dachen sind. Nach den bisherigen Erfahrungen mit meinem Scalpel 220 Std kann ich nur ganz allgemein sagen, dass der Scalpel weniger zugstark ist und bei weniger Wind schneller als der Panthère unterwegs ist. Allerdings erfordert das eine sehr exakte Einstellung der Waage.


    Damit bin ich beim heutigen zweiten Flugtag. Zuerst war es eher ein Hin-und-Her-Lauftag :-O Denn das richtige Wagesetup bereitete mir einige Mühe. Der Wind war auch absoluter Mist, extrem böig und von 6-15 km/h war alles dabei. Gedreht hat er auch noch ständig. Also super Voraussetzungen für einen Speedkitestart. Um es kurz zu machen, zuerst war er zu steil, dann einfach startend aber zu flach, so dass er am Windfensterrand den Druck verlor. Also wieder zurück in Richtung steiler und am Ende hatte ich eine recht gute Einstellung, in der der Std gut startete (mitunter erst nach mehr als 30 Drehern und Stalls auf Strömung) und flog. Wichtig beim Start ist wirklich, dass der Kite in der Windfenstermitte steht. Aufgrund des kaum vorhandenen Profils kippt er sonst sehr schnell zur Seite und gerät in Drehbewegungen, die nicht leicht auszukontern sind. Hinzu kommt noch der Kippwinkel. Gerät man unter 30°, fluppt der Scalpel nur noch nach vorn und segelt ein paar Meter auf dem Bauch. Einmal habe ich ihn allerdings durch flottes Rückwärtslaufen überholt und ihn erneut angerissen, als er etwa 1 m über dem Boden auf dem Bauch schwebte. Daraus wurde ein richtig guter gerader Start :) Sicher aber keine Standardmethode :)


    In den wenigen Phasen mit gleichmäßigem Wind über 10 km/h ging er schon gut zur Sache, bei diesem Wind sind noch die Geraden sein Metier. Loops werden erst eng ausgeführt, wenn die Leinen wirklich gut durchgezogen sind. Ansonsten verliert er Druck im Segel.


    Fazit: wenn er fliegt, macht es viel Spaß. Der 220 Std ist aber mit Abstand der anspruchsvollste Scalpel in meiner Sammlung.

    Jetzt mal ganz ehrlich - macht das Ventex oder Ventex light wirklich so einen großen Unterschied? Ich finde, die normalen Lycosiden gehen im Binnenland, ausreichend dünne Leinen vorausgesetzt, sehr gut und sehr flott. Und die 2.5 Comp hat einen extrem großen Windbereich, wie ich finde (meine geht ab 8 km/h bis hoch nach 6 Bft).

    Seit heute weiß ich, dass ein GSI, selbst in der zweitsteilsten Einstellung, bei 1 Bft zu fliegen ist (am Ende des Fluges maß ich 3.2-4.8 km/h Windgeschwindigkeit). Ich hatte ihn halt bei noch mehr Wind mitgenommen und wollte das mal ausprobieren.
    Das Starten war per beherztem Kippstart und mit einigen Schritten nach Hinten kein Problem. Das Fliegen selbst war zwar nicht wirklich ein Genuss, aber erstaunlich gut möglich, wenn der GSI mit den Armen immer unter Zug gehalten wurde. Da bestimmt dann der Pilot die Geschwindigkeit ganz allein... Und oberhalb von konstanten 6 km/h fliegt der Vogel ja dann ohne Nachhilfe. Also durchaus ein schneller Drachen, der schon bei wenig Wind zu gebrauchen ist.

    Bei sehr bescheidenem Wind fand heute der Jungfernflug meines Scalpel Std 220 statt. Als ich auf die Wiese kam, waren es noch um die 11 km/h, aber es wurde immer weniger, schon als ich die Leinen angeknüpft hatte. Später waren es meist so um die 5-8 km/h. In der gelieferten Einstellung war er nicht auf Strömung zu bringen, ich musste ungelogen 1 cm flacher stellen, bis er bei dem Wind flog. Das tat er dann aber sehr schön selbstständig, ohne dass Arm oder Beinarbeit nötig gewesen wäre. Und erstaunlich schnell war er auch für die Verhältnisse. Und bei Sturmböen von bis an die 10 km/h ging er dann schon gut nach vorn. Allerdings wurde die gute Leichtwindfähigkeit auf der Geraden durch recht lange Lenkwege und große Radien in den Loops erkauft. Nichts desto trotz, er macht selbst bei Schwachwind Spaß!
    Klasse Vogel, Andre!