Beiträge von Mark O2

    Welcher Speedkite gibt es wo bei Hackwind und sehr böigem Wind noch Spaß macht?


    Ich habe inzwischen 89 unterschiedliche Speedkites. Und von denen sind es gerade mal 5 oder 6 wo mit Hackwind halbwegs klar kommen (Thema Anti-Bösystem und extrem auf gutmütig getrimmt).


    Aber unberechenbar ist der Razorback nicht und der Devil Wing ist eigentlich einer der gutmütigsten Speedkites die ich kenne, das ist dann eher Pilotenkönnen würde ich wirklich mal behaupten. Irgendwo muss es doch eine Herausforderung sein, sonst wirds schnell langweilig. Korrekt?! :)


    Wenn Du mal ne echte Zicke bei Hackwind fliegen willst mußt mal den Basterd von mir Probefliegen.... :).

    Mit dem Tauros machst da ganz sicher nix falsch. Gerade wenn Du nur kurze Leinen fliegen kannst. Mir machte er immer an 30 bis max 35 m am meisten Spaß, was aber nicht heißen soll, dass der Tauros nicht auch 50 m kann. Nur an den kurzen Leinen hatte er die größte Leistung.

    Schon OK :).


    Mir gefallen beide sehr gut! Beide sind geniale Kites.


    Der Hauptgrund warum mir der Gladiator 2.4 vielleicht einen kleinen Tacken besser gefällt ist wohl weil er auch an längen Leinen (40 m und mehr) wirklich gut geht. Der Tauros gefällt mir an kürzeren Leinen sehr gut, an längeren jedoch finde ich hat der Gladiator 2.4 Vorteile.


    Beide haben ein sehr ähnliches eben... lineares und gutmütiges Flugverhalten, d. h. dass mit Zunahme des Windes - der Kite ebenso schneller und zugstärker wird. Aber keiner von beiden legt irgendwie schlagartig zu. Das ist ganz klar der Devil Wing 2.5 (ab 4-5 bft) den Stefan da evtl. meint. Der Gladiator kommt aber ganz klar mehr nach Tauros als nach Devil Wing.


    Das Auge fliegt halt auch irgendwo mit und da hat denke ich der Tauros mit seinem außergewöhnlichen Design immer noch die Nase vorne. Wobei im Gespann das Gladiator-Design sich harmonischer einordnet (optisch natürlich) finde ich.

    Mit den Flic-Flacs hatte ich keine großen Probleme, man muss halt schnell genug sein und die Arme zusätzlich schnell nach vorne werfen.


    Der Rückwärtsflug in der selben Einstellung wie ich ihn gerne normal, also auf Speed, fliege fällt mir etwas schwer. Bei meinem alten Rev 2 hatte ich da keine Probleme. Aber das ist Jammern auf hohem Niveu und liegt wohl daran, dass ich noch ein paar mehr Flugstunden mit ihm brauche.

    Lag am Wind Jörg,


    genau das Problem hatte ich heute mit mehreren Kites die an für sich sehr Böenresistent sind. Aber wir hatten wirklich richten Hackwind heute.


    Flieg einfach nochmal wenn der Wind ruhiger ist.

    Gute Frage... das ist sehr stark Pilotenabhängig.


    Die Grundeinstellung (zweit längster) ist wirklich für extrem wenig Wind (2 bft). Er baut damit nur sehr wenig Druck auf und spinnt nur sehr sehr weit - hier reichen 38er Leinen dicke!. Wir haben das gemacht, dass man ihn leicht zum ersten mal in die Luft bekommt.


    Einen Knoten kürzer und die Sache schaut schon anders aus. Es sollten ca. 3 bft sein dafür, oder man muss den Kite schon etwas können. Hier kann man auch schon 55er Leinen montieren (immer 35m).


    Bei 3 mit 4er Böen kann es wenn man noch einen Knoten kürzer geht mit einer 55er Leine knapp werden und eine 75er Leine wäre ratsam. Auf dem selben Knoten kann man auch bis 5 bft fliegen und wenn die eine oder andere 6er Böe kommt geht das auch noch. Allerdings da nicht mehr 75er Leinen. 100er oder besser 110er sollten es dann sein weil der Kite dann nochmal richtig zulegen kann. Der Start ist in der Einstellung dann nicht mehr so einfach und wenn man den Kite nicht kennt bzw. noch in der Lernphase ist sollte man ihn sich anwerfen lassen.


    Geht man nun auf den letzten Knoten zum Kreuz legt er richtig los. Evtl. ist hier auch noch ein kleines Tuning am Schiebeknoten zu empfehlen. Hier sollte es dann bei 6 bft+ eine 130er Leine oder noch mehr sein. Je nach Körpergewicht. Die Lenkbefehle sind nun extrem kurz, der Kite bewegt sich am Limit und man muss ihn stets führen und laufen lassen - NIE EINE SEITE KOMPLETT ENTLASTEN! (gilt auch bei weniger Wind!)

    Kurze Info zum Waagesetup/Tuning:


    Wie Ihr sicher schon bemerkt habt kann man den Razorback nicht nur am Kreuz an der Knotenleiter einstellen. Er hat auch einen Schiebeknoten an dem man Feintunen kann. Je mehr ihr den Schenkel zur uQS außen hin verkürzt je enger spinnt er. Ihr müßt dann aber auch entsprechend am Kreuz gegensteuern und etwas verkürzen um einen Ausgleich zu schaffen. Am Schiebeknoten bitte nur in maximal 3 mm Schritten arbeiten.


    Die Serieneinstellung ist sehr sehr flach ausgewählt (für einen einfachen Start). Damit sind die Lenkbefehle recht groß und er zieht recht große Kreise. Am Kreuz kürzer stellen je mehr Wind kommt.


    mehr Wind = kürzer am Kreuz
    weniger Wind = länger am Kreuz


    Je weiter ihr am Kreuz verkürzt je kleiner werden die nötigen Lenkbefehle und je giftiger und schneller sowie zugkräftiger wird er. Der Start wird je mehr man dort Richtung Kreuz wandert immer schwerer, aber die Leistung steigt immer mehr an, was auch bei weniger Wind funktioniert. Aber das sollte man erst austesten wenn man mit dem Flügel schon gut zurecht kommt, sonst hat man sehr schnell eine Leitkante gekillt.


    Eine weitere kleine Tuningmaßnahme ist dem Winglet einen zusätzlichen Stopperclip zu verpassen und somit die Spannung im Wingletbereich zu erhöhen. Ihr braucht den 6er Clip nicht festkleben, einfach den Verbinder etwas nach unten schieben und dazwischen den Clip aufsetzen reicht. Bei weniger Wind fliegt und vor allem startet der Kite mit mehr Profil besser (ohne Zusatzclip). Wenn ihr aber bei mehr Wind noch mehr Speed und Power wollt solltet ihr dort mehr Spannung geben. Es aber bitte nicht übertreiben, weil man sonst den gewollten Profilverlauf entlang der Leitkante unterbrechen kann.
    - Editiert von Mark O2 am 07.07.2011, 22:11 -

    Jaaaaaa - tut mir ja leid Alex. :)


    Ich verspreche Dir, dass ich Dir den nächsten Prototypen von einem neuen Kite von mir schicke zum "Stresstest". Übersteht er "Dich" kann man ihn als unzerstörbar anbieten! *ROLF* :-O *schups* :D

    Ich wusste, dass das jetzt kommt.


    ABER: Achtung! Die Stäbe (ROHRE) werden auch INNEN entgratet mittels eines Schleifschwamms.
    Sie sollten bzw. sind nicht scharfkantig. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es keinen Unterschied macht. Nur, dass durch die doppelten Gummiendkappen die Sache klobig wirkt und aerodynamisch nicht vorteilhaft ist. Natürlich hatten wir auch darüber nachgedacht und ich hatte es auch eine Weile so, aber es hat sich nicht herausgestellt, dass es größere Vorteile bringt. Bei z. B. dünnwandigen Skysharks sorgt es wenn man sie innen nicht entgratet dazu, dass sie sich durch die Gummiendkappen durchstanzen. Sind die Stäbe korrekt außen und innen abgerundet kann man sie auch Problemlos OHNE Gummiendkappe montieren und sie durchstoßen z. B. die Nase dabei nicht.


    Nochmal - das hier war wieder typisch Alex (sorry :) ) - aber er weiß genau was ich meine ;-). Bisher ist dieses Problem noch bei keinem der Flügel von mir aufgetreten und ich konnte es auch nicht nachvollziehen. Ich gehe daher von einem Materialfehler aus. Dass das gerade beim Ersten passiert ist, ist mal wieder Murphys Gesetz.


    ABER JETZT GENUG BITTE DARÜBER.
    - Editiert von Mark O2 am 07.07.2011, 11:14 -