Beiträge von Mark O2

    Da fällt mir noch ein, dass die aller Ersten auf komplett 8 mm waren. Also Bertram hatte den/die ersten komplett auf 8 mm gebaut. Wenn Du also nicht über 90 kg wiegst solltest Du auch mit dem in komplett 8 mm keine Probleme haben, da Du schon viel früher unterwegs bist als das Gestänge ans Limit kommt und somit Druck raus nimmst.


    Zur Not (wenn Du schwerer bist als 90 kg und ihn wirklich bei 6 bft+ fliegen willst) machst Dir einfach einen zweiten Satz uQS wo Du die 8 mm noch komplett mit einem 6 mm CFK auffüllst um zum Kreuz hin nochmal mit 4 mm Voll-CFK. Dann hält das auch ohne Probleme.


    Aber ich würde sagen: FLIEG ERSTMAL! :)

    Für den unteren Windbereich beim Razorback empfehle ich auf jeden Fall noch eine 55er - 35 m Leine. Also für 10 bis maximal 20 kmh. Wobei man es bei 20 kmh nicht in den Spinns drauf anlegen sollte, weil die Leine dann aufgeben kann. Optimal fliegt der Razorback (wie die meisten schnellen Speedkites) immer dann wenn die Leinen am Limit sind.

    Kommt darauf an wie man Geschwindigkeit definiert.


    Der quirligere ist der 0.65. Er spinnt viel viel schneller, hat viel kürzere Lenkwege, setzt dieses viel direkter um und rast nur so über den Himmel, dass eine wahre Freude ist.


    ABER... das ist nur subjektiv. Misst man dann den Kite tatsächlich stellt sich heraus, dass auf der Geraden der normale Atrax tatsächlich schneller ist. Das ist eine der Dinge wo einem das Auge und das Gefühl einen Streich spielt. Das hängt auch einfach an der Größe der Kites. Je kleiner ein Kite ist je schneller WIRKT er - tatsächlich ist er das meistens (NICHT IMMER - es gibt Ausnahmen!!!) nicht.

    Bei einer so langen Kette Walter muss man sehen, dass die ersten Kites den Hinteren nicht zu viel Wind wegnehmen. Zudem sind alle gleich groß. Entsprechend sollten die Koppelleinen etwas länger ausfallen als normal. Meiner Erfahrung nach macht dann eine Koppelleinen-Länge von Spannweite * 1,2 ein gutes großes Gespann was sehr stabil fliegt.

    Der 1.2er fliegt bei HAUCHWIND!


    Die Kleineren (0.6, 0.3, 0.2) brauchen natürlich auch mehr Wind. Was bei den von Dir genannten Kites nicht anders ist. Unter 3 bft. tut sich auch bei einem DW 2.5 recht wenig. Bei 3 bft hängst aber bei einem 1.2er n'Finity schon gut an den Leinen.


    Den Testbericht in der K&f kennst Du nicht?


    Handschlaufen:
    Das Problem mit den Handschlaufen ist, dass sie aufgrund ihrer Konstruktion sich zusammenziehen und alleine das führt schon dazu, dass sie sich verlängern. Zudem schnüren sie die Hände ab und sorgen dafür, dass man etwas Feinfühligkeit verliert. Bereits 1 cm, welcher zwangsläufig ständig zu und abnimmt, reichen, damit es sich "unrund" anfühlt. Gerade beim Start macht das oft Probleme wo die Leinen noch nicht satt unter Spannung stehen. Wenn Handschlaufen, dann welche wo sich oben der Tampen nicht zu sehr zusammenzieht und möglichst keine gepolsterten. Die Hilde kannst allerdings auch mit gepolsterten Handschlaufen noch fliegen. Aber auch hier geht Fluggefühl verloren. Das hat mit der Qualität mal nix zu tun. Ich habe Handschlaufen die waren irgendwann mal bei einem Trickdrachen dabei. Billigdinger- und die funktionieren recht gut. Ich würde sie mir aber nicht um die Hände legen, sondern einfach nur hinten an der Schlaufe halten. Mit Powergribs hast halt den Stress nicht. Zudem kannst die Griffe ganz schnell wegwerfen wenn Du die Kontrolle verlierst. Damit verhinderst Du, dass der Kite größeren Schaden nimmt. Es sollten aber leichte Griffe sein, damit der Kite nicht durch das Eigengewicht von den Griffen nochmal Druck aufnimmt.


    Der Atrax startet optimal wie folgt:
    1. Waage muss stimmen auf den Wind!
    2. Man zieht ihn leicht und gleichmäßig an und geht ein paar Schritte dabei gleichmäßig zurück.
    3. Der Kite legt sich auf die Seite und wandert seitlich hoch. (eine Leinenseite ist dabei leicht entlastet)
    4. Nachdem er eine gewisse Höhe erreicht hat beide Leinenseiten ausgleichend durchziehen (ausgleichen).
    5. Der Kite beschleunigt nochmal in einem Bogen, einem Loop. Abfangen und er nimmt sauber Strömung aus dem Loop auf.

    Martin,


    bevor Du hier noch mehr in den falschen Hals bekommst:


    Meine Tipps waren speziell für die Wilde Hilde und den Atrax gedacht. Beide Kites bin ich schon sehr oft uns sehr viel geflogen und finde beide Kites klasse. Wobei sich beide Speedkites zum Glück stark von einander unterscheiden im Flugverhalten. Was wirklich gut kommt, da sie sich schön ergänzen können. Die größere Herausforderung ist auf jeden Fall der Atrax. Die Hilde ist einfach nur Klasse und zeigt den perfekten Einstieg ins Speedkiten mit "Niveau". :)


    Ich finde im Übrigen, dass die Hilde recht lange Lenkwege hat für einen 1,4 m Speedkite und ein super Feedback gibt. Der Atrax M hat nicht mal 1/3 der Lenkwege der Hilde! Du musst ihn also feinfühliger fliegen als die Hilde und er verzeiht weniger Fehler.




    Michel will ich hier etwas in Schutz nehmen. Michel (er ist Franzose) spricht die Deutsche Sprache nicht perfekt und er muss vieles auch mit Hilfe seiner Schwester oder Computer übersetzen. Dabei kommen viele Sätze in Deutsch einfach viel viel härter rüber als sie gemeint sind. Ich vermute mal, dass Du da einen "Unterton" raushörst der NICHT DA IST!. Michel mag seine Hilde was ein hervorragender Kite ist. Er liebt aber seine Highend-Speedkites und ich glaube, dass das keine Böse Sache ist.


    Deine Aufregung fällt mir also schwer nachvollziehen.