Space Kites Antares: Erfahrungen/Meinungen

    Zitat

    Meine Zielrichtung ist es, dem Anfänger einen Drachen an die Hand zu geben, mit dem er die Grundlagen des Trickflugs erlernen kann. Dazu gehört es genau in dieser Reihenfolge ( spinnstall, sideslide, snapstall, axel, fade, backflip, lazy su, 540er, flick flack ).
    Und wenn der Drachen dann auch noch schön präzise Linien und Ecken fliegen kann, ist doch schon alles bella, oder?


    Genau so sehe ich das auch, wenngleich ich die schön präzisen Linien und Ecken klar vor die Tricks stelle und dazwische noch Wert auf das Landen legen würde. Wenn der Drachen darüber hinaus auch noch die aktuelleren Sachen kann, um so besser. Eigentlich wären moderne Team und Präzisionsdrachen damit die optimalen Lerndrachen, weil sie zu einem ausgewogenen Flugstil erziehen und alles nachvollziebar machen. Übrigens wird dieser Weg hier im Forum seit vielen Jahren konsequent empfohlen und ebenso konsequent ignoriert. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass für derartige Drachen kein Markt vorhanden ist. Die Anzahl derer sinkt jedenfalls ständig.


    Vermutlich liegt das daran, dass diese Drachen meistens für den Wettkampf entwickelt und aufgrund des teuren Materials und der aufwendigen Verarbeitung für Einsteiger preislich nicht mehr attraktiv sind. Für reine Trickser sind sie unattraktiv, weil sie meistens lange Lenkwege haben und ordentlich Druck aufbauen. Der Schönflieger kann mit ihnen auch nichts anfangen, weil sie ihn oft mit nervigem Fluggeräusch von der Entspannung abhalten und auch allgemein zu teuer sind, um damit nur ein bisschen entspannt am Himmel rumzukurven. Als Zielgruppe bleiben dann nur noch einige wenige Drachenflieger mit Wettkampf geprägtem Flugstil - eine klare Minderheit.


    Unter dem Strich sagt uns der Markt, was wir bauen sollen, egal ob uns die Entwicklung in den Sinn passt. Momentan ist es halt bei den einen modern, mindestens 20 Tricks pro Minute in der Windfenstermitte zu platzieren und bei mehr Wind bevorzugt in die Randbereiche des Windfensters abzudriften. Bei den anderen ist es Sinn der Sache, sich beim Fliegen zu entspannen und allenfalls sporadisch einen Trick einzustreuen. Beides ist in meinen Augen kein anspruchsvolles Fliegen, aber wenn jemand Spaß daran hat, freue ich mich mit ihm. Und dann gibt es natürlich auch noch Speed und Power. Die von Dir beschriebene Kombination von Trick und Präzision ist hingegen selten vertreten. Die Anzahl der Drachenflieger, welche wirklich Spaß am Fliegen von STACK-Figuren (die darf man natürlich auch fliegen, wenn man nicht an Wettkämpfen teilnimmt ;) )oder kreativen Abwandlungen davon haben und diese mit Tricks kombinieren ist verdammt gering. Dabei fordern gerade diese Figuren Kernschwierigkeiten des Drachenfliegens ab, die man mit undefinierter Linienfliegerei niemals erfährt.


    Was für einen Einsteiger empfehlenswert ist, hängt stark davon ab, in welche Richtung dieser tendiert. Einem zukünftigen 20 Tricks pro Minute Flieger einen Antares zu verkaufen wird ihn seinem Ziel genau so wenig weiterbringen, wie einem Schönflieger mit Trickambitionen einen Enigma zu empfehlen. Umgekehrt hingegen werden beide mit großer Warscheinlichkeit glücklich. Wer seinen Schwerpunkt im Speedkiten sieht, dürfte mit einer Wilden Hilde und einem Bündel Ersatzstäbe (weil Anfänger) besser bedient sein, als mit besagten Teamdrachen.


    Zur Toleranz in unserer Szene:


    Ich stehe auf dem Standpunkt, dass jeder fliegen soll, was und wie er es für richtig hält. Es sollte kein Hinderungsgrund für ein Gespräch sein, wenn jemand einen anderen Flugstil favorisiert. Dummerweise sind die Gemeinsamkeiten oft so gering, dass ausser einem "Hallo" wenig Gesprächsstoff bleibt. Der Schlüssel zur Kommunikation ist neben Toleranz Interesse. Nun kann ich von einem Einsteiger praktisch nichts lernen. Folglich habe ich keinen Grund, ihn irgendwas zu fragen. Seinen Flugkünsten wertschätzend zuzuschauen mag bei aller Toleranz auch nicht unbedingt ein Genuss sein. Kurz gesagt - meinerseits besteht Gesprächsbereitschaft, aber kein Gesprächsbedarf. Ich könnte auf ihn zugehen und ihm Tips geben, aber vielleicht will er ja genau so fliegen, wie er es tut. Folglich habe ich meinen Spaß am fliegen, dränge mich nicht auf und wenn jemand etwas wissen will, kann er fragen und bekommt eine freundliche Antwort. Wer das als Arroganz interpretiert, hat etwas missverstanden.


    Gruß
    Heiko

    Hallo Heiko,
    den Schuh der Arroganz musst du dir nicht persönlich anziehen. Das trifft nicht auf alle und jeden zu. Wenn das so verstanden wird, "SORRY bitte".


    Ich möchte eigentlich nur damit zum Ausdruck bringen, das nichts so wichtig ist wie es hier oft dargestellt wird. Weder ich noch du oder sonst wer.
    Man sollte jeden das Seine lassen und das Andere akzeptieren. Mehr nicht!!!
    Heiko, du kennst mich und ich glaub auch du weißt wie ich ticke. Jemandem ans Bein zu pinkeln ist nicht meine Art. Mir geht es um die Sache und nicht um Personen!


    Ich fände mal ein Voting interressant um festzustellen wer was bevorzugt.


    Schöne Grüße von der sonnigen Nordsee
    Michael

    Positive vibrations in the sky!

    Zitat

    Ich fände mal ein Voting interressant um festzustellen wer was bevorzugt

    ....die Vorbereitung läuft - Thema gelöscht -

    Hallo Michael,


    ich habe das keineswegs auf mich persönlich bezogen. Allerdings kommt es schon öfter vor, dass Leute, die sich etwas intensiver mit der Materie beschäftigen erst nicht angesprochen werden und anschließend in die arrogante Ecke gestellt werden. Das ist meistens unbegründet, daher der Appell, eifach zu fragen, wenn man etwas wissen will.


    Ich sehe in unserer Szene eine Entwicklung zum Einzelgängertum, die dem Sport nicht gerade dienlich ist. Ich kann mich gut erinnern, das sich im Urlaub auf den Wiesen ein zentraler Anlaufpunkt gebildet hat, wo sich alle Drachenflieger trafen und ihr Material gelagert haben, egal, ob sie sich vorher schon kannten, oder nicht. Man konnte fliegen, ohne Angst zu haben, über fremdes Material zu stolpern, es ergaben sich Gespräche, ohne konkreten Wissensdurst und es war vollkommen egal, wer was geflogen hat. Nach aussen wurde ein Bild der Gemeinschaft ausgestrahlt und Zuschauer hatten eine Anlaufstelle, an der sie sich über alle Facetten des Drachenfliegens informieren konnten. Auf manchen Wiesen gibt es das natürlich auch heute noch, nur kennen sich die Leute dort meistens schon. Heute geht die Tendenz eher dahin, das man auf die Wiese kommt, sich einen freien Platz zum Ausbreiten seiner Tasche sucht und nach mehreren Stunden Flugzeit die Wiese verlässt, ohne ein Wort mit den zahlreich vorhandenen Drachenfliegern gewechselt zu haben. Grüßt man fremde Dracheflieger im Vorbeigehen, wird man mitunter mit großen Augen angesehen, ganz nach dem Motto "Was will der von mir, den kenne ich doch gar nicht". Ich habe auch schon erlebt, dass hier im Forum nach Drachenfliegern aus der Region gefragt wurde und betreffender Drachenflieger sich dann auf einer vollen Wiese wie beschrieben sein eigenes Plätzchen gesucht hat. Anschließend wurde im Forum gesagt, es wäre keiner da gewesen und auf den Hinweis, dass ich dort war, hieß es sinngemäß: "Mit Moppedfliegern spreche ich nicht". Nun gut zum Glück ist kein Gespräch zustande gekommen. Bei so viel Intoleranz hätte ich mich vermutlich vergessen.


    Gruß
    Heiko
    - Editiert von Heiko... am 07.03.2009, 17:44 -

    Zitat

    Original von Michael Tiedtke
    Zum anderen zeigt dieser Thread, was viele Piloten eigentlich wollen. Das ist schönfliegen mit einfließenden Tricksequenzen.


    *Das hier* ist für mich nach wie vor die ultimative Drachenflugkunst.... noch immer das Non plus
    ultra... für mich unerreichbar. Dagegen emfpinde ich die auf den Wiesen übliche geflogene Art
    und Weise häufig wie einen Schneesturm auf dem Fernseher bei schlechtem Satellitenemfpang.
    Ich kann dem maximal nur 3-4 Minuten zusehen, bevor sich irgendein Genervtsein einstellt. Das
    ist natürlich nur mein Empinden und liegt wohl an meinem fortgeschrittenem Alter, wo mans gerne
    etwas gemütlicher mag :D


    Zitat

    Von daher regt es mich tierisch auf, wenn alles nur noch aus " Trickfliegersicht" beurteilt wird. Die sind nicht der Nabel der Szene. Aber so verhalten die sich oft.


    Ja, auch das war schon manchesmal mein Eindruck. Wenn man erzählt, dass man gerne Speedkites
    fliegt, oder Powerdrachen, oder auch eben langsame chillige Grossdrachen, so wird man manchmal
    fast mitleidig darauf hingewiesen, das "man" selber auch so angefangen hat.... erst Allrounder,
    dann Speedkites und Powerdrachen und dann die evolutionäre Weiterentwicklung zum Trickser. Als
    wenn das wirklich eine Weiterentwicklung wäre. :SLEEP: Das ist es nämlich wirklich nicht!!!!


    Die meisten Piloten probieren einfach nur verschiedenes aus und einige bleiben irgendwann beim
    Tricksen hängen, andern wechseln sogar zu den 4-Leinern. Die Piloten haben dann das gefunden,
    was ihnen am meisten Spass macht. Wenn jemand aber beim Speed'ten bleibt, oder beim Powern,
    so fehlt diesem Piloten sicher nicht die Weiterentwicklung zur nächsten höheren Stufe... vielleicht
    nervt ihn das gezappel ganz einfach nur und er findet seinen Spass erst dann, wenns richtig kachelt.
    Ich persönlich habe vieles probiert, heute zum ersten Mal sogar einen Vierleiner. Hat Spass gemacht.
    Aber definitiv, meine Begeisterung gehört den schnellen und kräftigen Zweileiner-Drachen.


    Eine nächste höhere Stufe gibs hierbei nicht. Was zählt ist, wo man am meisten Spass empfindet.

    Zitat

    Original von Heiko...
    Heute geht die Tendenz eher dahin, das man auf die Wiese kommt, sich einen freien Platz zum Ausbreiten seiner Tasche sucht und nach mehreren Stunden Flugzeit die Wiese verlässt, ohne ein Wort mit den zahlreich vorhandenen Drachenfliegern gewechselt zu haben. Grüßt man fremde Dracheflieger im Vorbeigehen, wird man mitunter mit großen Augen angesehen, ganz nach dem Motto "Was will der von mir, den kenne ich doch gar nicht". Ich habe auch schon erlebt, dass hier im Forum nach Drachenfliegern aus der Region gefragt wurde und betreffender Drachenflieger sich dann auf einer vollen Wiese wie beschrieben sein eigenes Plätzchen gesucht hat.


    Mittlerweile bin ich auch schon einige Jahre dabei und stelle fest dass es mittlerweile mehr "Markenbewußtsein" gibt als noch vor ein paar Jahren. Die Drachen sind anspruchsvoller und technischer geworden, die Pionierphase in der die Szene sich zusammengeschart und erstmal ausprobiert hat was man mit nen Drachen überhaupt machen kann scheint vorbei zu sein.
    Das Material wird immer wichtiger und wer in den Augen des einen Kiters die "falsche" Marke fliegt kann schon mal nix Gescheites zustande bringen. Bei Trickpartys kämpfen nicht nur Kiter sondern auch Marken um die Ehre. Und dann gibts noch Powerkiten, usw etc.. Bei allen Hobbys, speziell in denen von Männern geprägten, gibts Konkurrenzdenken, warum sollte es in der Drachenszene anders sein. War wohl ne Illusion zu glauben das Freestyle- oder überhaupt Drachenfliegen bliebe eine einzige Party bei der sich immer alle verstehen.


    Drachentechnisch wirds eben immer spezieller und da kann man es immer weniger verstehen dass sich andere Kiter mit was anderem wir Trickfliegen oder Powerkiten beschäftigen, tja da muß ich mich auch schon mal an meine eigene Nase fassen....

    Zitat

    wer in den Augen des einen Kiters die "falsche" Marke fliegt kann schon mal nix Gescheites zustande bringen


    Ziemlich dumm, diese Denkweise, aber leider Realität auf den Wiesen. Würde ich mich selbst dabei ertappen, hätte ich nach kurzer Überlegung großen Respekt vor den mit derart bescheidenem Material zustande gebrachten Leistungen :-O Es ist alles eine Frage der Betrachtungsweise.



    Zitat

    *Das hier* ist für mich nach wie vor die ultimative Drachenflugkunst.... noch immer das Non plus
    ultra... für mich unerreichbar


    STACK orientierter Flugstil. Das kannst Du auf jedem Wettkampf live anschauen. Das ist genau das, womit ich mir meine Zeit vertreibe, was aber nicht heißt, dass ich nicht auch mal einen Speedkite anpacken würde.


    Ich denke man sollte offen für alles sein, es ausprobieren und sich dann seine eigene Meinung bilden. Es gibt nur eine Möglichkeit, rauszufinden, ob etwas eine Bereicherung darstellt - ausprobieren. Beim Trickfliegen ist das aber nicht ganz so einfach, weil es ziemlich trainingsintensiv ist, im Vergleich mit Speed und Power. Wer die Trickfliegerei erfolgreich ausprobiert hat, hat meistens so viel Zeit investiert, dass er auch dabei bleibt. Andernfalls hätte er schon aufgehört, bevor es überhaupt zum Trickflug gekommen ist...


    Gruß
    Heiko

    Zitat

    Original von Heiko...


    Was für einen Einsteiger empfehlenswert ist, hängt stark davon ab, in welche Richtung dieser tendiert. Einem zukünftigen 20 Tricks pro Minute Flieger einen Antares zu verkaufen wird ihn seinem Ziel genau so wenig weiterbringen, wie einem Schönflieger mit Trickambitionen einen Enigma zu empfehlen. Umgekehrt hingegen werden beide mit großer Warscheinlichkeit glücklich. Wer seinen Schwerpunkt im Speedkiten sieht, dürfte mit einer Wilden Hilde und einem Bündel Ersatzstäbe (weil Anfänger) besser bedient sein, als mit besagten Teamdrachen.


    Mich hat schönfliegen am Anfang nie interressiert und wollte halt nur tricksen...selbst manche basics wie spinnstall, sideslide, snapstall, fade halten, zweipunktlandung, präzieses fliegen interressieren mich erst seit sehr kurzer Zeit...muß man diese basics wirklich erstmal können, um das Trickfliegen überhaupt zu erlernen ? Wenn das so sein sollte, dann hab ich wohl was falsch gemacht.
    Eigenartiger weise, erlebe ich es gerade anders herum...ich hab mich mit recht einfach Tricks zu fliegenden Maschinen selbst (und manch andere) versorgt. Nun strebe ich gerade eine neue herausforderung an, nähmlich "Geraden" zu fliegen und sehr sauber zu Tricksen...deshalb bastle ich mir dafür gerade ein neues Spielzeug, das allerdings (nach dem heutigen Jungfern flug) sehr stark geführt werden will...leider wird dieser vom heutigen Geräusch her, ein stark friesiertes Mopped...damit muß ich aber leider leben :(


    Jeder hat seine eigenen vorlieben und wege etwas anzugehen...deshalb gibt es auch verschiedene Drachen...und das ist auch gut so :)


    - Editiert von PAW am 07.03.2009, 23:48 -

    Bei all der Kritik die hier immer wieder gerne an Allroundern geübt wird und bei den sicher berechtigten, sehr individuellen Ansprüchen die an einen Drachen gestellt werden ist wird gerne vergessen, dass wohl kaum jemand als ersten Drachen einen High End Trickser, einen großen Powerdrachen oder ein sehr schnellen Speedkite gekauft hat, sondern????. Wahrscheinlich einen günstigen Einstiegsallrounder. Diese Drachen mit ihrem günstigen Gestänge und dem günstigen Preis und vor allem mit ihren ausgewogenen Flugeigenschaften sind sicher nicht mehr jedermanns Ding, sobald er seine Passion gefunden hat. Aber sie waren doch fast jedermanns Einstieg.


    Diese Teile werden deutlich mehr verkauft als jeder "Spezial" Kite und halten damit den Markt am Leben. Firmen wie Avia oder Exel würden sicher nicht mehr existieren, wenn sie nur G-Force Stäbe o.ä. produzieren würden. Und wenn sich eine Firma darauf spezialisiert nur Polyestertuch in geringen Gewichtsklassen herzustellen, könnt ihr euch dann vorstellen wie teuer das wäre, da wird ja nicht viel von gebraucht. Diese Dinge würde es gar nicht geben ohne die Einstiegs- und Allroundkites.


    Im Umkehrschluß heißt das, dass niemand High End Maschinen fliegen könnte wenn es nicht die Allrounder gäbe, die die meisten Kunden ansprechen und mit denen sie sehr viel Spass haben, weil es eben gleich gut funktioniert und sie sich nicht in einen speziellen Drachen "herreinarbeiten" müssen und mit denen man einfach mal Spass haben kann.


    In jedem Sport gibt es Artikel für die Freizeit und für den Wettkampf und beides profitiert von einander.


    Und für mich persönlich ist es eine sehr hohe Kunst, bei der Entwicklung von Drachen zu berücksichtigen, dass der Drachen nicht nur meinem persönlichen Flugstil entspricht, sondern vor allem vielen Leuten Spass und keinen Frust bereiten kann.


    Ich finde den Antares klasse und viele andere Drachen seiner Art haben dazu geführt, dass es überhaupt Käufer gibt für die High End Trickser, etc, und auch dazu, dass High End Kites überhaupt konstruiert und angefertigt werden können.


    Es wird immer viel dem jeweiligen IN-Drachen hinterhergelaufen, aber jeder sollte das Recht haben, den Drachen zu kaufen und zu fliegen der ihm gefällt und mit dem er klar kommt. Nur weil ich mir die gleichen Schuhe anziehe wie Frank Ribery kann ich trotzdem nicht so Fußball spielen, oder?


    Kritik ist sicher auch berechtigt wenn ein Modell nichts taugt, aber dieses Urteil kann man wirklich erst fällen, wenn man sich lange und ausführlich mit einem Drachen und mit dem Anspruch für den er konstruiert wurde beschäftigt hat (hier mal ein dickes Danke an Paul und Richard, die dieses Aspekt nie vergessen in ihren Testberichten :H: ). Niemand sollte urteilen, nachdem er eine halbe Stunde irgendwo mal einen Drachen geflogen hat, bzw. sein Urteil zumindest nicht öffentlich machen. ;)



    Schönes Wochenende


    Gruß
    Matthias

    Zitat

    Original von Matthias Franke
    Bei all der Kritik die hier immer wieder gerne an Allroundern geübt wird .....einen günstigen Einstiegsallrounder. Diese Drachen mit ihrem günstigen Gestänge und dem günstigen Preis und vor allem mit ihren ausgewogenen Flugeigenschaften sind sicher nicht mehr jedermanns Ding, sobald er seine Passion gefunden hat. Aber sie waren doch fast jedermanns Einstieg.


    Ok - aber reden wir hier von einem günstigen Einstiegsallrounder? Sorry aber guck ich in die Preisliste und in die Beschreibung da kam ich dann doch auf die Idee dass hier ein Trickdrachen verkauft wird, und zwar einer im eher höheren Preissegment. Und um zum Thema zurückzukommen: Gestern hatte ich nochmals die Gelegenheit den Antares länger zu fliegen, wobei ich vorausschicken will dass er von seinem Besitzer Gewichtsmäßig geändert wurde. Ja man kann mit ihm Tricktechnisch einiges machen, will sagen die "normalen" Sachen wie FlicFlac und Co sind ohne weiteres möglich. Mir geht das alles aber 2 Ticks zu langsam und eher längere Wickelwege finde ich persönlich auch nicht so toll. Ob das einem Einsteiger besonders zuträglich ist möchte ich mal dahin gestellt sein lassen, und ferner wurde ja auch schon ausgiebig über die Vorteile leicht anzubringender Stopperclips diskutiert.


    Als der Drachen damals auf der Wiese ankam hatte er, ja ich hab nochmal nachgefragt, 2 Gewichte - auch 5 gr in der Nase, und "out of the box" flog er dann doch nicht so gut. So wird er wohl nicht mehr ausgeliefert, und es ist ja auch sicher richtig dass Verbesserungen in die Serie einfließen. Dennoch bin ich der Ansicht dass es für ähnliches Geld heißere Eisen im Feuer gibt, und guckt mal oben: Über diesem Tröd steht "Erfahrungen/Meinungen" und nicht Antares - Fantröd. Von daher: Meine Meinung und Erfahrung kennt ihr....

    Hallo zusammen,
    gestern auf unserer Wiese wurde ich auf diesen Thread angesprochen und muss nun auch mal ein paar Zeilen schreiben.
    Ich bin eher Allrounder und als ich vor gut einem Jahr auch Ambitionen für Trickflug entwickelte , fiel meine Wahl für einen Trickdrachen unter 200€ auf den Antares.
    Mein Antares kam in der Version mit Kielstabverlägerung, knapp 5g in der Nase und 13g im Heck.
    An dem Drachen schätze ich all die guten Eigenschaften, die hier auch schon aufgeführt wurden : voll trickfähig (was ich halt so kann, die normalen Sachen) , gute Verarbeitung, robust, fehlerverzeihend, gute Kompensation von wechselnden Winden ....
    Aber ich musste auch Schwächen feststellen. Die auf die Leitkanten geclipsten YoYo Stopper finden sich (meistens nicht mehr) innerhalb kürzester Zeit auf der Wiese und auch das aufgebohrte Wings-Kreuz hat als Aufnahme für die P300 nicht lange gehalten und brach. Für mich persönlich kein Problem, da ich gerne etwas bastele.
    Aufgrund der o.a. Punkte und der Tatsache, dass mir der Antares zu stark drehte, sieht MEIN Antares heute so aus : kein Nasengwicht, 10 g im Heck, etwa 2cm kürzere oQs , FSD-Kreuz für die uQs und ein H-Block für YoYos.


    Was ich nicht verstehe, sind die Grabenkriege die hier losgehen, obwohl Diddy nur nach Meinungen zu einem Drachen gefragt hat. Wenn da einer schreiben würde, für ihn ist das der Überdrache schlechthin, dann ist das o.k. Genauso o.k. muss es aber sein, wenn einer meint, damit kann er gar nicht. Und jede Meinung dazwischen ist auch o.k. , weil eben eine ganz persönliche Einschätzung.
    Für mich ist mein Hobby immernoch Spass und Entspannung, die ich gerne mit anderen teile auch wenn sie andere Drachen fliegen und andere Meinungen haben.
    Im Gegenteil, ich finde das als Bereicherung, denn wie sonst soll man neue Erfahrungen machen.


    PEACE

    Gruß BI-BI STUNTKITER Eckardt


    >> Kiten macht sehr schnell abhängig: Fangen Sie gar nicht erst an! <<

    Zitat

    Original von Kalloe
    Hey, etwas Off-Topic, aber ich habe es nun öfters gelesen und es interessiert mich: Welche Flugeigenschaften beeinflusst man, wenn man die oQs kürzt?


    Schau mal hier Spacekites Antares Std. Info- & Pimpingthread


    Wenn Du einen Antares hast, probiers aus. Für mich waren eine verbesserte Präzision und besser Leichtwindeigenschaften der Effekt.

    Gruß BI-BI STUNTKITER Eckardt


    >> Kiten macht sehr schnell abhängig: Fangen Sie gar nicht erst an! <<

    da kann ich Eckardt nur zustimmen.Es wurde nach der Meinung und Erfahrung gefragt.So kann jeder positiv oder auch negativ ein Erlebnis mit dem Produkt haben,was aber noch lange nicht heißt,das dieses Produkt deswegen auch schlecht ist.
    Das wichtigste ist doch,das wir an unserem Hobby viel Spass haben :H:

    Gruß Funkiter Werner
    wer aufgehört hat zu träumen-hat aufgehört zu leben

    Hallo David.
    damit gibst du dem Drachen mehr Präzision. Die Ecken und die Geraden werden knackiger.


    Hallo Eckardt,
    die Schwachstellen des Antares kenne ich und sie sind längst behoben.
    Das ist der Vorteil wenn man nah am Kunden ist.
    Eingehen möchte ich mal auf die Gewichte am Drachen. Am Beispiel 3er Drachenfreunde auf der Wiese möchte ich mal deutlich machen das man nicht alles auf jeden übertragen kann.


    Michael (also ich), fliegt den Antares gerne ohne Nasengewicht( So wird der übrigens auch ausgeliefert ) und mit 13g im Heck. Die Gewichte am Antares lassen sich verschieben. Somit verändert man den Schwerpunkt.
    Meine Vorliebe ist es, das Heckgewicht bis an das Mittelkreuz zu schieben.


    Eckardt, fliegt den Antares am liebsten mit Gewicht am Kiel unten.


    Daniel, von uns wohl der betste Trickser, fliegt es ganz speziell mit verschiedenen Gewichten, sowohl am Heck als auch an der Nase.


    So, nun siehst du, das jeder seine Vorlieben hat. Wie soll ich mich beispielsweise darauf einstellen.


    Das Diddy fragt, ist gut so. Das Antworten kommen, er sei nicht Anfängertauglich, haben erst diese Diskusion entfacht. Ich kenne wenige Drachen, die so einfach in der Handhabung sind wie der Antares. Wenn natürlich hier und da rumgefummelt wird, stimmt nichts mehr wie es war. Und darum geht es. Der Drachen wurde in keinster Weise schlecht gemacht. Und wenn einer nicht zurrecht kommt soll er das auch sagen, aber bitte nicht nach 1 mal fliegen.



    Hallo Peter,
    ich denke, das bestimmte Grundlagen den Anfänger weiterbringen. Ich kenne viele die können wohl wickeln und ne Lazy fliegen. Sind aber nicht im Stande einen sauberen flachen Axel zu zelebrieren. Slides und Spinnstalls geben dem Piloten die Grundlage vieler Tricks.


    Michael

    Positive vibrations in the sky!

    Und was büßt man dafür ein? Habe außerdem gehört, dass man durch kürzen der Spreize auch den Kite tiefer in den Backflip bekommt, bzw. ein Yoyo einfacher geht. Stimmt das?


    Nun wieder backtotopic. ;)

    Goliath,


    das ist es ja gerade. Es gibt sicher andere Eisen im Feuer und das ist auch sehr gut so. Die Frage ist bloß, sind das wirklich heißere Eisen oder nicht und das muss jeder für sich entscheiden. Ein Drachen ist für den Einsteiger nicht immer besser, nur weil er ein moderneres Shape und teureres Gestänge hat, bzw. knackiger in die Tricks geht. Da spielen andere Faktoren oft eine größere Rolle, nämlich, was kann ich, wo will ich hin und wieviel Geld will ich dafür investieren?


    Du schreibst, dass geht dir alles einen Tick zu langsam und die Lenkwege sind zu lang. Gerade gestern waren 2 Kunden im Laden die sich seit einigen Wochen mit Tricks beschäftigen und das mit einem großen Präzisionsdrachen, der sicher eher für Stack Wettkämpfe gedacht ist. Als ich meinte ein etwas radikalerer Drachen mit kürzeren Lenkwegen und mehr Radikalität wäre vielleicht einfacher, kam die Antwort: Wir finden das gerade gut, alles geht etwas langsamer und ist einfacher zu lernen, weil einfacher nachzuvollziehen und man kann auch stärker rumruppen ohne gleich was zu verreißen.


    So unterschiedlich sind Menschen und ihre Ansprüche. Da kannste mal sehen :-O


    Aber ich finde es gut, dass du schreibst: Dir persönlich ist der.... und Mir geht das... u.s.w. Das zeigt, es ist halt deine Meinung und das ist sehr wichtig. Denn diese Formulierungen werden oft vergessen und dann einfach ein Verriss geschrieben.


    Für den "relativ kleinen" Drachenmarkt wäre es besser, wenn jeder Kunde die Chance hat sich selbst ein objektives Urteil zu bilden.


    Gruß
    Matthias

    Hallo David,
    durch das kürzen der oberen Spreize kann sich auch das Verhalten im Backflip ändern. Allerdings liegt der Antares ohne das kürzen der Spreize sehr lange im Backflip. Den kann man da parken. Und das ist dann für die Lazy Su exterm wichtig. Die flieg ich links rum, rechts rum, stoppe auf dem halben Weg und wieder zurück.
    Durch das einkürzen der oberen Spreize verändert man negativ die Axel basierten Tricks. Die sehen dann nicht mehr ganz so schön und flach aus.


    Michael

    Positive vibrations in the sky!

    Mir,als ewigen Anfänger liegen auch die Drachen besser die etwas längere Lenkwege haben.
    Bei solchen Drachen,

    Zitat

    (Gerade gestern waren 2 Kunden im Laden die sich seit einigen Wochen mit Tricks beschäftigen und das mit einem großen Präzisionsdrachen, der sicher eher für Stack Wettkämpfe gedacht ist.)

    die mehr durch Tricks geführt werden wollen,lernt man warscheinlich auch die Tricks sauberer auszuführen,wie mit einem reinrassigen Trickser.Ich mag es aber auch den Drachen zu "fliegen" und nicht nur hochziehen und einen Trick nach dem anderen (was ich eh noch nicht kann :) ) an den Himmel zu knallen.
    Mir gefällt mehr die Mischung aus Präzisionsfliegen und hier und da mal einen Trick dabei.


    Mischa

    "Setz Dir nen Hut auf und fass Dir in den Schritt..."