Zu dem etwas "rev..ig" anmutenden japanischen Kerori gäbe es noch das Folgende vorzutragen.
Diese eigenartige Drachenform wird in der mitteljapanischen Provinz Aichi geflogen. Die Herkunft des Namens ist unklar. Die Form soll sich vom Klappfächer ableiten, dessen Papierbespannung in der Tat ähnlich geformt ist. Früher sollen solche Drachen zu Geburt des ersten Sohnes geschenkt worden sein, weil Fächer als glücksverheißend galten. Für der Kerori gibt es keine traditionelle Bemalung. Da außerdem nur dünne Bambusleisten das Gerüst bilden fliegt er schon bei schwachen Wind.
Da Papier in Japan doch etwas anders gesehen und geschätzt wird, spendiert der Drachenbauer der etwas besonders Schönes in den Himmel steigen lassen will, schon mal die aus Maulbeerbast geschöpftem Papiere des Papierherstellerehepaars Shiba aus Toamura im Süden der Insel Shikoku. Durch die langen Fasern ein besonders robustes Papier das auch ästhetischen Ansprüchen(für den japanische Betrachter?) genügt. Durch die besondere saugfähigkeit dieser Papier kommt die besondere Leuchtkraft japanischer Stofffarben zu tragen.
Menasse