Hallo Jan,
also vermutlich wird jetzt wieder der eine oder andere sagen, "ach der Leichwind-Trickflieger" aber ich halte die Geschichten von überlasteten Leinen für Legenden.
Wenn eine Leine verwendet wurde, deren Stärke der Empfehlung des Drachenherstellers entspricht (+/- 5daN), genügt das.
Falls ein Drache nicht völlig überpowert geflogen wird, wird seine Zugkraft nie die Nominal-Bruchlast der Leine erreichen. Falls doch, sind es meistens eher die Stäbe die brechen, bevor die Leine schwächelt.
Die Ursache für einen Leinenriß ist meist, daß die Bruchlast herabgesetzt wurde und zwar entweder durch
- Herstellungsfehler
- Beschädigungen
- falsche Handhabung
- Verschleiß
- oder einer Kombination aus dem o.g.
Einen Gewährleistungsfall nachzuweisen ist in solchen Fällen schwierig. Falls aber glaubhaft gemacht werden kann, daß die Leine nicht beschädigt wurde, könnte ein Kulanztausch möglich sein.
Zitat
Es muß sich hier nicht unbedingt um eine Falschdeklaration handeln. "Dyneema" ist kein Leinenhersteller, sondern bezeichnet lediglich die Fasern aus denen die Leine gefertigt wurde. Falls Du nicht mehr weißt, hast Du ein NoName-Produkt gekauft, und die können von ganz verschiedenen Herstellern kommen und ganz verschiedene Eigenschaften haben. Deshalb ist ist es durchaus denkbar, daß die Dyneema-Leine des einen Herstellers trotz identischer Bruchlast dünner ist, z.B. weil eine andere Flechttechnik angewendet wurde.
Von der Leinenstärke auf die Bruchlast zu schließen ist nur bei Leinen des gleichen Herstellers und des gleichen Typs möglich.
Bis dann
Oliver
