Hi Luke,
jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu.
Ich schreibe dir einfach mal, wie ich den Unterschied zwischen freihändig fliegen und das Fliegen mit Trapez empfunden habe.
Begonnen habe ich im Sommer 2004. Bin so oft wie möglich geflogen und in den Herbstferien, an der Nordsee jeden Tag bis mir die Arme abfielen. Danach wollte ich unbedingt ein Trapez. Dieses habe ich nun zu Weihnachten bekommen und habe schon einige schöne Flugstunden mit ihm erleben können.
Für mich persönlich war es deutlicher Schritt in Richtung mehr Komfort aber auch Sicherheit. Wieso? Ohne Trapez riss die Matte in Boen ziehmlich heftig an den Armen, gerade wenn sie dann schon etwas schlapp waren, hatte ich manchmal Probleme sie aus der Powerzone wieder raus zu bekommen. Auch ist der Zugpunkt recht hoch oder du musst blitzatig in die Knie gehen. Mit dem Trapez kommt der Zug viel tiefer und zum Lenken ist nicht mehr soviel Kraft nötig.
Aber... und jetzt kommt das Aber...
Ich bin froh über die Erfahrungen die ich ohne Trapez gemacht habe. Ich konnte so die Eigenarten der Matte so viel intensiever Spüren und sie ist mir nun schon recht vertraut geworden. Und das kommt mir jetzt mit dem Trapez zugute.
Was den Panikhaken angeht, habe ich ein etwas zwiespältiges Verhältnis. Ich bin einmal von meiner Matte von den Beinen geholt worden. Sie flog mit mir am Strand spazieren während ich, mich an den Handles festhaltent, hinter ihr herutschte. Da wäre nicht annähernd Zeit gewesen den Panikhaken zu öffnen. Ich habe dann irgendwann, um die Rutschpartie zu beenden, ein Handle losgelassen und die Matte sank zu Boden.
Mein Fazit: Lerne deine Matte erstmal ohne Trapez kennen und dann genieße es sie mit Trapez zu fliegen.
Ach noch was, ich weiß nicht woher du kommst, aber wenn du sparen musst, ist die Boot in Düsseldorf vielleicht eine Anlaufstelle für dich.
Viele Grüße
Anja