Der Gedanke mit der Größe des Bootes ist mir auch gekommen. Ich hätte theoretisch ein 2-Mann-Schlauchboot zur Verfügung, welches man mit dem "Messschiff" kombinieren könnte, um die ganze Konstruktion zu vergrößern und zu beschweren. Rein strategisch verkompliziert das die ganze Sache aber - das Boot wäre dank wirkender Kräfte kaum zu halten. An diese Option habe ich auch schon gedacht, gefallen tut sie mir aber nicht so richtig. Ist aber nen Test wert, mal sehen ...
Zur Länge der Seile: Ich weis nicht, wie Steil man einen Drachen steigen lassen kann. 250 m sind in der Tat eine Strecke, die kaum zu überblicken geht. Bei mehreren Leuten, einem Feldstecher und nem sehr leichtem stabilem Seil wäre es aber irgendwie realisierbar.
Zur Diskussion: Tipp, den ich außerhalb dieses Forums bekommen habe:
ZitatAlles anzeigenIn gewisser Weise mag man Ähnlichkeiten zum Drachen/Gleitschirmschlepp sehen.
Das folgende ist wegen der fehlenden Zugkraftbegrenzung und Lockoutgefahr nicht zur Nachahmung empfohlen:
Angenommen man bindet ein Seil am Boden fest und am anderen Ende das Fluggerät und hat einen kräftigen Wind, dann sollte es möglich sein, daß sich das Fluggerät durch Erhöhen des Anstellwinkels vom Boden abhebt und Höhe gegenüber dem Boden macht.
Die Analogie wäre:
Drachen/Gleitschirm = Boot
Schleppseil am Boden festgemacht = Schleppseil an einer Uferseite fixiert
Starker Wind = Strömung
Anstellwinkelveränderung = Ruderausschlag oder Zugpunktveränderung am Boot.
Drachen/Gleitschirme haben ein halbsymetrisches Profil was nur Auftrieb in eine Richtung erzeugen kann. Da das Boot in beide Richtungen fahren soll, brauchst Du ein vollsysmetrisches Profil, was bei entsprechendem Anstellwinkel sowohl zur einen als auch zur anderen Seite "Auftrieb" in Deinem Fall "Seitentrieb" erzeugt. Zur Not braucht man nicht mal ein Profil sondern einfach ein Brett und nutzt den Staudruck.
Damit das Boot sich senkrecht zur Strömungsrichtung zur anderen Flußseit bewegt, muß natürlich die Seillänge während der Fahrt verändert werden. Vorallem der Zugpunkt dürfte wichtig sein, damit das Boot nicht kentert. Ich könnte mir vorstellen, daß der Zugpunkt im vorderen Drittel der Längsachse des Bootes liegen muß.
Anstatt eines Steuerruders könntest Du den Zugpunkt varieren, was der Druckpunktveränderung beim Steuern eines Drachens um die Querachse ähnlich ist. Zum Beispiel mit einem stuerbar variablen Gabelseil..
Zur Steuerung muß der Zugpunkt/Ruderausschlag während der Fahrt ständig angepasst werden .. also mindestens eine Fernsteuerung für das Ruder/Zugpunktveränderung und eine Regulierung der Seillänge wird nötig sein.
Die Höhe des Zugpunktes über/unter der Wasserlinie und die passende Dimensionierung eines Schwerts/Stabilisierungsflosse dürft sicher entscheidend zur Kentersicherheit beitragen.
Da das Boot "Messungen" vornehmen soll, sich aber in Bewegung befindet, solltest Du überlegen ob die Meßung von der Bewegung unabhängig ist. Willst Du z.B. die Strömungsgeschwindigkeit des Flußes an verschiedenen Stellen messen, dürfte das schwierig werden, weil sich das Boot ständig bewegt.
Wenn ich schon mit Fernbedienungen anfangen soll: Wenn man den Kahn mit einem seitlich angebrachten einfachen Antrieb versehen würde, könnte man ihn mit einer kürzeren Schnur manövrierfähig machen. Das macht die Sache zwar noch komplizierter, aber was solls. Wenns rein mechanisch nicht läuft, werde ich der Sache irgendwie anders auf die Sprünge helfen müssen.
Zu den Strömungsgeschwindigkeiten: Die sollen in der Tat u.a. gemessen werden. Da die Messung (luxus luxus ... ) per ner Form von nem Dopplar-Radar (Schreibweise?) erfolgt, welches sich selbstständig am Boden des Flusses orientiernen kann, ist eine Driftbewegung kein Problem. Eben anhand der Profildaten des Untergrundes gedenke ich auch alle anderen Messwerte auszugleich bzw. die exakten Positionen auszurechnen, an denen sie aufgenommen wurden, was kein Problem (bzw. nur ein zeitliches) sein sollte.
Abgesehen davon: Ich gedachte noch mal zum Versuch den Kahn mit einem einen Drachen ähnlichen Unterwassersegel auszustatten, welches dann wie ein Lenkdrachen von zwei Schnüren gehalten wird. Rein hypothitisch zieht das den Kahn (leicht) unter Wasser, da man die Seile ja über der Wasseroberfläche festhält. Also müsste ich der Sache möglichst noch irgendwie viel Auftrieb verschaffen, um es an der Oberfläche zu halten.
Welche Form und was für Material wären für so etwas eurer Meinung nach ratsam? Da es keine Luft sondern Wasser ist, in der gesegelt wird, könnte man das Segel, um die Kraft nicht allzugroß werden zu lassen ja auch halbdurchlässig machen, z.B. ein feinmaschiges Netz - würde ich jetzt mal denken. Mal sehen, was die die graue Theorie der Physik dazu sagt ...
PS.: Wie kann man in diesem Forum ein Bild bzw. eine Graphik einbinden bzw. hochladen?
PPS.:
Zitatjepp. ich hab mehrfach boote auf die von dir beschrieben art ziehen müssen
Aus welchem Grund?
PPPS.:
Zitatund noch ein paar gedanken: ein 5om breiter fluß ist in deutschland meistens gestaut nix strömung nix gier
Nix gestaut! Schön wärs. Falls euch die Mulde ein begriff ist (liegt in Sachen, fließt in die Elbe): Selbst beide "Teilmulden" (Freiberger und Zwickauer) bringen es noch weit oberhalb irgendwelcher Stauwurzeln auf locker 100 m. Und um diese Gewässer geht es vorläufig. Selbst bei Niedrigwasser bringt es der Fluss auf 80cm/s und mehr. Bei HW sind es bei soweit ich es überblicken kann auch schon 1,5m/s gewesen. Das sieht nach wenig aus, ist aber ne ganze Menge!
- Editiert von Sebastian85 am 21.01.2005, 14:16 -
