Hallo,
wichtig für Backfliptricks sind 2 Aspekte. Zum einen die Frage, wie viel Weg bzw. Zeit ein Drachen benötigt um in den Backflip zu gelangen, zum anderen wie stabil er in dieser Position liegen bleibt. Beides sind sehr drachenabhängige Größen. Es gibt Drachen, die einen langen Weg und entsprechend viel Zeit benötigen um in den Backflip zu gelangen, dann aber sehr stabil in dieser Position bleiben, d.h. ihre Nase sehr tief nehmen. Das andere Extrem sind Drachen, die sehr schnell in den Backflip geschleudert werden können, in der Position aber sehr instabil sind. Optimal ist natürlich schnell drin und dann stabil, was aber nur wenige Drachen wirklich gut können.
Mit einem Gewicht im unteren Kielstabbereich lässt sich der Drachen schneller in den Backflip befördern, für das Halten der Position ist das Gewicht an dieser Stelle aber nachteilig, d.h. der Drachen nimmt seine Nase nicht so tief, so dass unter Umständen eine optimale Auslöseposition z. Bsp. für eine Lazy gar nicht erst erreicht wird. Gewichte an der Nase bringen nach meinen Erfahrungen allenfalls eine graduelle Verbesserung der Stabilität und verlangsamen die Kippbewegung in die Backflipposition, so dass ich persönlich nicht viel davon halte.
Es gibt aber trotzdem eine Möglichkeit mit einen Drachen, der einen langen Weg benötigt und die Backflipposition nicht hält, zu einer klassischen Lazy zu überreden. Sie funktioniert wie folgt: Den Drachen mit einem Gewicht im unteren Kielstabbereich versehen, sodass er merklich schneller in Richtung Backflipposition beschleunigt werden kann, in dem Augenblick, in dem der Kite, während er in Bewegung ist, etwa eine 45 Grad Position zum Erdboden einnimmt, erfolgt ein ruckartiger Zug auf einer Seite und auf der anderen wird Slack gegeben. Je nach Windverhältnissen muss man während der Trickausführung auf den Drachen zugehen. Das Prinzip ist das gleiche wie bei einem Flap Jack, ich habe für die soeben beschriebene Technik auch schon den Namen „Schlamper-Lazy“ gehört.
Viele Grüsse
Erich