Wie schon geschrieben wurde, ist es wohl ein Phänomen beim Drachenfliegen, daß die Piloten sehr oft mit dem Material, das sie haben so schnell unzufrieden sind, wie sie sich in neue Kites verlieben.
Das ging auch mir so und nur wenige Piloten sind so rational, dass sie schnell (vielleicht innerhalb von 1-2 Jahren) erkennen, was sie wollen und brauchen, dann sich ein Set zusammen stellen und einfach nur noch fliegen (lernen).
Die Gründe dafür sind nur zu menschlich:
1. Der Respekt vor dem Preis eines Drachen nimmt erst allmählich ab. Zunächst sind 100 € ein Batzen Geld. Ein etwas teurer Drachen kann (subjektiv gesehen) bestimmt etwas mehr oder besser. So steigert man sich langsam, bis man auch Drachen für 300 und mehr € kauft und feststellt, daß man die Tricks usw. immer noch nicht kann ;-).
2. Verläuft die Lernkurve beim Lenkdrachenfliegen alles ander als monoton steigend. Da gibt es immer wieder Tiefs, wo man meint es geht nicht vorran. Da ist ein neuer Kite immer ein gutes Mittel, den Piloten aus der Kriese zu holen. Allerdings ist das Glückgefühl da meist nur von geringen Dauer, da - entgegen manchmal anders lautender Aussagen - mir noch kein Kite untergekommen ist, der z.B. Tricks ingebaut oder bereits in der Tasche vollführt. Das muß man leider immer noch selber lernen ;-).
Um den Geldverlust und Frust von so getriebenen Investitionen gering zu halten, kann ich nur folgende Tips geben:
1. Wenn man merkt, daß man wirklich infiziert ist, gleich etwas Vernünftiges kaufen, von dem man weiß, damit können (viele) andere Piloten das fliegen, was ich auch mal können möchte. Ein mal 250 € ist viel billiger als einer für 100 €, dann einer für 150 €, dann noch einer für 200 € um dann bei 250 € zu landen.
2. Wenn man meint mit dem eigenen Material, das man hat, nicht mehr weiter zukommen. Lass dir die Tricks von einem anderen Piloten vorfliegen, oder lass dir allgemein mal zeigen was damit noch so alles möglich ist.