Ich habe für mich das Trapez zurückgestellt:
1. Ich habe auf der Poller Wiese (köln) selten sauberen Wind und wenn er schwach ist, trainiere ich lieber das Muskelsystem.
2. Ich fliege zu selten.
3. Ich bin nicht der sportliche Supermann, zunehmend Schreibtischtäter und zu schwer.
Soweit meine persönliche Einstellung.
Das Trapez verlagert den Kraftangriffspunkt in die Mitte des Körper. Bei Handles geht die Kraft in die Schultern und es braucht als Anfänger einige Zeit, bis man das Hocken als effektivste Gegenmaßnahme erkennt. Das Trapez ist also zweifelslos bequemer und konzentriert mehr auf die Steuerung.
Hier sehe ich aber auch eine Gefahr, weil man die Kräfte dadurch eher unterschätzt. Der direkte Zug an den Handles läßt einen besser spüren als der gepolsterte Gurt um den die Hüfte. Das Argument kann natürlich durch ausreichende Erfahrung hinfällig werden.
Manchmal, wenn der Wind böig ist und ich eher entspannt fliegen will, vereinbare ich mit meinen Händen bei einer hohen Kraft loszulassen. Funktioniert einwandfrei. Ist mit Trapez nicht möglich.
Die Windverhältnisse kann ich inzwischen recht gut einschätzen. Trotzdem fange ich immer mit einem kleineren Matte kleiner an und wechsele gegebenfalls dann auf größere.
Windmessungen sind auf der Poller Wiese nur bei bestimmten Windrichtungen aussagefähig. Den Wind und die Böen in 25 Metern Höhe muß man erst antesten. Es kommt als sehr auf die Lage des Reviers an, ob Windmessungen aussagefähig sind.
Es gibt kein wirksames System, das - ausgelöst an den Handlen- die Matte bremst oder ganz abtrennt, so dass der Pilot instinktiv im ersten Moment einer Böe auslösen kann.