Beiträge von Anonymous

    Die Striker ist hier wohl noch so stark vertreten. Alte Regel: Kaufst du billig, kaufst du zweimal. Wenn du die Möglichkeit hast, flieg verschiedenes zur Probe. Wenn du niemanden in deiner Gegend findest, bleib erstmal bei Produkten, die eigentlich ohne Vorbehalt empfohlen werden, wie Magma, Beamer, Speedy, Flow, IMP...


    Die Striker muss nicht schlecht sein, aber Wolkenstürmer kämpfte lange mit einem nicht allzu guten Ruf. Das bessert sich wohl. Es bleibt sowieso nicht bei einer Matte. Und im Fall der Fälle bekommst du eine der o.g. Matten auch sehr gut wieder verkauft... ;)

    Och, Peter, nun fang' Du nicht auch noch damit an, zu sagen, trifft nicht zu, ohne zu sagen, was (Peter für mich => Enigma). Der GiMiCX hat auch eine Webseite, daher weiß ich längst, was Du sagen willst, nur entlockt mir das keine Ehrfurcht - auf meinem Gebiet bin ich selber ein crack (hat nichts mit Drachen und wenig mit Physik zu tun), und da sind auch regelmäßige Kontakte zu Deutschen und Weltmeistern anderer Sportarten, daher weiß ich auch, was es da so für spezifische Schwächen gibt (z.B. die Gefahr, 'alles über nichts' zu wissen und darauf stolz zu sein, um's mal gelinde zu sagen).



    > haßt du einen Kite der 2 m Spannweite hat und den in einer vergrößerten Version mit der gleichen abstimmung, sieht man bei der größeren Version eher die schwächen (nachschaukeln, wackeln etc.).


    Weil die Radien, Massen, Flächen (Volumen der bewegten Luft) und demzufolge die Drehmomente allesamt größer werden, Deine Körpermechanik aber nicht. Wenn Du mitwachsen würdest, wäre es nahezu dasselbe. Das andere ist, daß ein größerer Drachen auch besser zu beobachten ist, ein Grad Winkeländerung erzeugt größere Wege an den Enden. In der Hauptsache: die Sache spielt sich zwischen Drachen und Piloten ab und der Abstimmung zwischen ihnen. Der 'nachdrehende' Drachen ist in Wirklichkeit eine Sache zwischen Drachen und Piloten, nicht die des Drachen alleine.


    Ich versuch' zusammenzufassen, was ich weiß: Was das Drehen von Drachen angeht, gibt es verschiedene Einflüsse (Pilot und Windgeschwindigkeiten, ...) klammere ich mal aus:


    + Der Hebel, der Dir zur Verfügung steht. Waage innen-außen. Waage innen, kleinerer Hebel, größere Auslenkung, derselbe Lenkweg erzeugt kleineren Drehradius, daher auch weniger Kontrolle. Waage außen, umgekehrte Verhältnisse.
    + Der Hebel, den der Drachen dagegen setzt:
    * Spannweite und Masseverteilung. Je weiter die Masse außen, desto mehr Kraft (Drehmoment), desto schlechter dreht die 747. Bedeutet für den Konstrukteur "Masse nach innen", siehst Du auch bei vielen Konstruktionen.
    * Eigenstabilität des Drachens durch V-förmigen Vortrieb (die Auswirkung von Turbulenz kann ich nicht im mindesten beziffern). Je geringer der Winkel des 'V', desto enger die Drehradien. Sieht man wohl am ehesten im Vergleich zu speeddrachen, weil die anderen diesbezüglich sich auf einen bestimmten Bereich geeinigt haben. Aber: Waage steiler, schwache 'V-Kraft' (weil Vortrieb geringer), geringeres 'gegenwirkendes' Drehmoment, erhöhte Wendigkeit, Drehradien usw. Bei flacher Waage wieder umgekehrt.
    * Luftwiderstand des Drachens in bezug auf die Drehung. Schwer zu bestimmen.


    Die Aerodynamik hängt ganz massiv mit drin. Merkt man daran, wie sehr Waage flach-steil das Drehverhalten beeinflußt (gut, daß mir das jetzt einfällt).


    Nachdrehen steht nun in einer direkten Beziehung zum in-Bewegung-setzen. Einer, der schwer losdreht, braucht einen ebenso gehörigen 'Ruck', um ihn zu stoppen. Bei einem, der sehr leicht dreht, ist jedoch der Moment zum Bremsen schwerer zu finden. Ein Roboter könnte jeden Drachen ohne Nachdrehen fliegen, nur sind wir keine Roboter. Das Nachdrehen ist also nicht wirklich eine Eigenschaft des Drachens, sondern spielt sich in der Beziehung zwischen Drachen und Piloten ab (daraus resultieren viele Märchen bei Drachenbewertungen und hilflose Erklärungsversuche). Die Knackigkeit von Ecken ist allerdings die Drehgeschwindigkeit. Willst Du die haben, muß er leicht drehen, dann müssen die Hände aber schnell und präzise sein, sonst werden aus der neunzig eine hundertzehn.


    Was ich nun überhaupt nicht weiß, ist die Wirkung turbulenter Strömung. Es ist klar, die brauchst Du im Vortrieb, sonst hängt der Drachen dermaßen am Wind, daß der nutzbare Windbereich zu schmal ist für kontrollierte Manöver. Es bildet sich eine Wirbelschleppe, die glücklicherweise von der Windstärke abhängig ist und wie eine Bremse wirkt. Das ist die Wirkung z.B. von diesen 'Bremstüchern' zwischen den Leinen. Die vergrößern den nutzbaren Windbereich, aber dafür wird das Windfenster kleiner, weil die Effizienz des Vortriebs sinkt (ich sag' nur 180° Windfenster). Aber wie sich sowas weiter auswirkt, weiß ich nicht, speziell was Wirbel unter dem Flügel angeht.


    Bei Flugsportarten sind Kenntnisse der Aerodynamik manchmal überlebenswichtig. Wenn der Flieger merkt, es fängt an zu 'schütteln', weiß er, das es höchste Zeit für ihn ist. Das Flugzeug geht in den stall, der kündigt sich durch die ersten Wirbel an. Wenn er jetzt nicht reagiert, kann es zu spät für ihn sein - nur der geübte Flieger kleinerer Maschinen kriegt diese wieder aus dem Trudeln hinaus. Das Merkmal des wirklichen 'Stall' ist das Trudeln, weil die Wirbel, die das Resultat des Strömungsabrisses sind, die Kontrolle unmöglich machen. Ist irgendwie komisch, daß Drachenflieger davon nichts wissen wollen. Ich sag' wohl doch wieder laminar und turbulent, statt 'Bündel' und 'Spray'.



    Viele Grüße


    Dienstag

    thx fuer antwort. ja das mit der power stimmt. sollte man vorsichtig sein. ich denke ich werds mit den leinen mal austesten ansonsten muss ich mir halt mal nen zweiten satz besorgen.
    gruss

    moin moin.
    ich persoenlich wuerde dir zu einer c-quad von peter lynn raten. ich habe selber mit einer 3.2 angefangen. super teil und ne menge power. ist nicht zu unterschaetzen vor allem bei staerkeren windverhaeltnissen. sie ist etwas gewoehnungsbeduerftig bei der steuerung aber mit ein paar stunden uebung bist du der herr der luefte :-O
    allerdings achtung! die dinger entwickeln einen mega lift! durch die gegend springen wie ein flummi ist damit kein thema hehe. ausserdem sind c- quads auch zum kitesurfen geeignet jedoch nicht praedestiniert fuer sowas da sie sich anders verhalten als die meisten reinen kitesurf kites ;) ich denke auch, wenn man mit einer c-quad mit dem power kiten anfaengt, dann kann man sehr gut erfahren wobei es bei dieser kite richtung ankommt: brachiale power gepaart mit nem exzellenten lift und einer relativ hohen kite geschwindigkeit. meiner meinung nach gibt es im low cost bereich nicht viele drachen mit diesen eigenschaften.
    vergiss aber nicht dass die c-quad nen spezielles packsystem hat, was ebenfalls fingersitzen gefuehl bedarf. ausserdem rate ich dir unbedingt einen rueckengurt zu kaufen falls du dir diesen kite zu legen solltest... entlastet ungemein die arme! ;)
    als absoluter anfaenger empfehle ich dir die 2.2. die kostet ca. 120€ wenn mich nicht alles taeuscht. handles und leinen (maximal 25m reichen) ca. 70€ extra.
    ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen
    gruss
    - Editiert von QuadKite87 am 18.08.2009, 10:25 -

    Der Fragesteller ist Mattenanfänger. Da sind 3-4 qm richtig. Dann darf ich dich zitieren:


    Zitat

    Darum gehts und sonst um nichts.


    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal...


    @FlexX


    Hier ist kein Streit, alle maßgeblichen Leute raten dir zu 3-4 qm, einer flippt aus. Da sollte doch eigentlich klar sein, was zu tun ist... ;)

    moin drachenfreunde
    brauche da mal euren rat...
    ich habe aeusserst guenstig eine c-quad 6.3 bei ebay geschossen. (nicht mal 50€) das teil wurde nur 3-4 mal geflogen und ist top in schuss bis auf die lange durchgehende frontstange. diese ist dem vorbesitzer beim zusammenpacken gebrochen :-O das packsystem ist leider nicht jedermanns sache hehe...
    hat jemand von euch mit so einem defekt erfahrung und kann mir sagen welche kosten fuer eine neue stange + einbau ca. auf mich zukaemen? ich persoenlich denke das ganze wird sich auf nicht mehr als 50€ belaufen...
    ausserdem braeuchte ich einen tipp von euch mit was fuer leinen ich das monstrum am besten fliegen sollte. habe ja noch eine 3.2 die ich mit 160/90 fliege. koennten die ausreichen?
    gruessle

    set: Sowas ist traurig, deswegen ist aber noch lange nicht der Kite daran schuld.
    Die Ursache der meisten Unfälle hängt unten an den Leinen. Wenn es stürmt nimmt man was kleines, wenn man nichts passendes hat geht man wieder heim.
    Außerdem hat das ganze nichts mit dem Thema hier zu tun.


    Mal eine ganz einfache Frage.
    Binnenland Kiter um die 80kg mit ATB. Welchen Kite wird derjenige wohl am häufigsten brauchen? Bestimmt keine 2m² oder 4m² Matte. Darum gehts und sonst um nichts.

    An Coyote:


    Bin schon lange bekloppt aber bin vorher formationen geflogen...
    War im winter an der Nordsee und da habe ich eben einen gesehn der da mit seinem drachen durch die gegend turnte, war direkt voll begeistert.



    Danke fuer die tipps, ist sehr hilfreich.