Zitat
Ein Cutlass 200 in meinem Besitz ist an vielen Stellen auch nur geklebt.
DAS kann aber nicht sein, oder Andre hätte heftige Fehler gemacht... Bist Dir da sicher?!
Ansonsten bin ich meines Wissens nach der erste der hier im Forum mit Cuben Lenkdrachen gebaut hat. Das war 2007 wenn ich mich recht erinnere. Inzwischen habe ich das "Tuch" ziemlich oft eingesetzt bei zahlreichen Kites.
Cuben hat viele entscheidende Vorteile:
- sehr glatt,
- sehr zugstabil in Fadenrichtung,
- sehr robust,
- heiß schneidbar,
- bruchfest,
- sehr UV-beständig
Aber auch Nachteile wie:
- Gerade die dünneren Cubenlaminate sind nicht Diagonalverzugfest. Man muss also bei der Paneelenaufteilung sehr gut aufpassen wo die Zugrichtungen sind. Ist Cuben erstmal diagonal verzogen geht es nicht mehr die Ausgangsform zurück.
- Probleme können bei der Verarbeitung auftreten, speziell mit starkem Klebeband. Löst man dann eine Paneele nochmal ab, wenn sie z. B. nicht beim ersten Mal sofort 100% sitzt, so zieht man oft die Cubenfäden vom Trägermaterial weg. Das passiert auch bei den stärkeren Tüchern. Also da muss man auch aufpassen.
- Ebenso beim Nähen später. Das sehr dünne Cuben näht sich nicht ganz so einfach und man muss die Fadenspannung entsprechend anpassen bzw. überlegen welchen Faden und Nadel man noch nimmt.
- Auch der Transport macht manchmal Probleme, weil es sehr glatt ist. Mit Obertransport näht es sich wesentlich angenehmer.
Noch eine optische Sache
- des knittert gerne sehr stark. Die Falten legen sich unter Druck und Zug im Segel wieder halbwegs, aber die Knicke im Material sieht man deutlich.
- Apropos Optik: Cuben ist oft nicht gleichmäßig verarbeitet/hergestellt. d. h. die Fäden sind unterschiedlich stark auf dem Trägermaterial aufgedampft. Es gibt auch Farbabweichungen und "Querschläger" und unschöne Verläufe.
- Mit einer normalen Schere oder Cutter tut man sich oft schwer das Tuch zu schneiden. Wenn Cutter dann wird dieser in kürzester Zeit stumpf und man muss oft die Klingen tauschen. Mit einer speziellen Aramid-Schere läßt es sich aber recht gut schneiden. Ich bevorzuge aber klar das Heißschneiden in dem Fall, weil damit auch der Rand nicht mehr ausfasern kann und es nicht zu Einrissen im Trägermaterial kommt.
- Zudem hat es eine Vor- und eine Rückseite. Die Fäden sind also nur von einer Seite aufgedampft und daher ist diese Seite nicht ganz so glatt.
Also.... nicht alles Gold was glänzt, aber wie gesagt es liefert schon nicht zu verachtende Vorteile die den Rest in Kauf nehmen lassen.