Ozone Chrono - Sammelthread

    Chrono ist einfach geil. Segeln geht damit auch heftig. Der 15 kommt da an die performance vom 21er speed ran würd ich behaubten. Einzig im backcountry Bereich zu groß. Braucht jemand einen 15er? Rtf 1450€ Steige wohl auf 18/12 um
    - Editiert von gurke am 15.08.2014, 16:33 -

    • Offizieller Beitrag
    Zitat von Hänschenklein

    Jetzt wohl auch als 9er erhältlich....


    Preis liegt bei 1540€ Kite only.


    Auch interessant: das Waagematerial, das durch die Rollen läuft, wird in Amsteel geändert (alle Grössen).
    Begründung: Abnutzung bei einigen Modellen, da sie deutlich "höher geflogen" wurden, als für die Leichtwindkites "empfohlen" war. ;)


    Besonders für Buggyfahrer interessant, gibt es Originalleinensets in sehr vielen Längen von 15m bis 27m.
    Ich hatte eine 12er zum ausprobieren, die 15m-Leinen angeknüpft hatte. Das ist sicher nichts für Freestyler,
    zum Buggyfahren aber richtig gut (wenig Seitenzug, sehr direkte Lenkung). Die 15er und 18er brauchen aber wohl eher 17 bis 20m, zumindest hat Dominik das empfohlen.


    Welche Bar benutzen denn die hier anwesenden Chronoflieger?
    Ich hatte die Race-Bar, und fand es sehr praktisch, ständig den Adjuster in einem riesigen Bereich trimmen zu können. Woran man sich allerdings gewöhnen muss: den langen Trimmtampen sollte man beständig (mit) festhalten, sonst baumelt der - was beim Buggyfahren eher lästig ist.
    Ich bin aber zu unerfahren mit den gängigen Adjustermodellen auch anderer Hersteller, deshalb meine Frage... ;)

    Ich bin grad erst am testen mit der Chrono im Buggy auf Fanö.


    Ich muss sagen, sehr imposant. Schön zu handeln, wenn man sich erst mal mit der Bar angefreundet hat, unheimlich schnell und trotzdem gutmütig (im Vergleich zu Buggy Hochleistern). Ich hab die serienmäßigen 25 m Leinen auf 18 m gekürzt, das scheint mir erst mal ein guter Kompromiss für die 12er und 15er zu sein. Sicherlich gibt´s da noch Potential zu optimieren. Wahrscheinlich muss man genau so oft mit der Leinenlänge experimentieren, wie bisher mit der Schirmgröße um im Buggy die optimale Leistung zu erreichen. Es bleibt also nicht aus, sich nach und nach alle Leinensätze zuzulegen, wobei man zwischen 15 und 21m sicherlich alles findet, was man braucht. Längere Leinen sind bestimmt nur beim Kitesurfen gefragt. Ich hab jetzt die serienmäßigen Leinen so gekürzt, dass man immer zwei Meter Stücke anbringen kann um die Leinen zu verlängern. Das ist erst mal eine tragbare Lösung.


    Der Große Vorteil der Chrono im Vergleich zu Handlekites ist die Dosierbarkeit des Druckes. Damit kommt man im Buggy so gut wie nie in den Drift und somit zum Geschwindigkeitsabbau. Andererseit hat man immer genug Power um schnell zu beschleunigen oder um in den Wind hinein zu fahren. Wobei die größte Geschwindigkeit möglich ist, (natürlich im anluven und abfallen lassen) indem man den Kite möglichst frei fliegen lässt und nur ganz leicht mit der Bar spielt. Der Kite schaukelt sich dann selbst zu erstaunlichen Geschwindigkeiten hoch. Ich hab auf Anhieb über 70 kmh mit der 12er an 25m Leinen erreicht. Mit kürzeren Leinen konnte ich es noch nicht testen , weil der Wind noch nicht adäquat kam. Allerdings merkt man sofort, dass der Kite mit kürzeren Leinen deutlich weiter nach vorne läuft und im Stand sogar zum Überschießen neigt. Ähnlich wie eine Speed2.


    Soweit war ich immer schneller als alle Buggy Hochleister, die hier waren. Besonders deutlich wird es im Raumwindkurs. Auf der Kreuz ist kaum ein Unterschied zu bemerken, wobei auch das schon ein Achtungserfolg für Die Chrono ist, denn Buggyhochleister sind besonders auf die Kreuz optimiert. Natürlich muss man sich das komplette Timing seiner Manöver neu beibringend es ist auch nicht so leicht, weil durch das Depowersystem man als Buggyfahrer den gewohnten Druckpunkt nur sehr schwer findet. Allerdings entschädigt das vollkommene Depowern natürlich für alles und die Möglichkeit immer genau den erforderlichen Druck abzurufen ist nur Genial.


    Wermutstropfen ist das schlechte Verhalten des Kites beim Start, beim Landen und auch sonst, wenn man ihn am Boden halten will. Er wehrt sich mit allen Kräften am Boden zu bleiben und das ist bestenfalls stressig, manchmal auch gefährlich, teilweise sogar unkontrollierbar. Verbunden mit der extrem dünnen Waage ist ein am Boden ausgelegter Kite schon fast mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Opfer einer Waagevertüdelung, die Ihresgleichen sucht. Will man ein Bonbon ausdrehen, das auch bei einem solchen Kite nach einer komplett missglückten Raumwindhalse auftreten kann, ist man froh, danach wieder im Buggy zu sitzen und kann sich nicht auch noch den Luxus erlauben eventuell verdrehte Leinen wieder umzuschlaufen. Das macht man dann am Besten bei gelandetem und gesichertem Kite durch lösen und ausdrehen der Leinen.


    Beim Start legt die Chrono erst mal die Ohren an und wird erst durch beherztes Greifen in die Bremsleinen etwas stabilisiert, dass er sich füllen kann. Das geht zwar bei wirklich gutem Wind auch am Boden aber eben nur dann. Bei sehr laminaren Winden ist das Starten auch im 45 Grad Winkel schön und stressfrei zu bewältigen, Aber sobald der Wind etwas böiger kommt ist es schwierig. Da ist das Anlegen der Ohren schon fast ein Sicherheitfeature beim Russenstart. Denn manchmal, bei böigen Winden endet der Startversuch oft in einem Russenstart, weil der Schirm gar nicht lenkbar ist, solange er nicht vollkommen gefüllt ist.


    Das Landen ist zwar durch Überziehen der Bremsleinen möglich, allerdings steht man blöd da, wenn man nicht vorher einen Verankerungspunkt eingeschlagen hat, denn der Schirm steht halt nun mal wie eine Schrankwand im Wind und hat auch am Boden noch genügend Grunddruck um Angst zu vermitteln. Die Verbindungsleine zwischen den Bremsleinen ist leider nicht gut gelöst. Konnte man damit eine Frenzy oder Manta gut am Boden halten ist das bei der Chrono durch ihre Ventile nicht möglich. In der Praxis sucht man sich besser einen zweiten Mann zum Landen, wie es auch die Kitesurfer machen oder hat im Zweifelsfall einen Bodenanker, bei dem man landet und dann sofort den Kite sichert oder aus dem Wind zieht. Auch sollte man sich zum Zusammenpacken echt Zeit nehmen und die Leinen wirklich akkurat einpacken, denn sonst ist ein Salat beim Auspacken vorprogrammiert. Ich bin ein Fanatiker beim zusammenpacken meiner Schirme, aber bei der Chrono musste auch ich noch mehr Sorgfalt walten lassen als ohnehin schon. Definitiv nix für Schlamper.


    Trotzdem möchte ich meine Chronos nicht mehr missen. Sie schaffen es für mich komplett angedonnert im Racetrim unterwegs zu sein und gleichzeitig ein so ganz langsames entspanntes cruisen zu ermöglichen, wo ich mit einem normalen Hochleister zwei Schirme im Abstand von mindesten zwei Quadratmetern brauchen würde. Auch geht die 12er noch bei guten 5 Windstärken ohne Probleme, sofern man sich traut sie zu starten - siehe schlechtes Startverhalten - wobei die 9er ja schon angekündigt ist für starken Wind, mal sehen. Für Leichtwind reicht die 15er vollkommen im Buggy aus. Die 18 ist echt nur für Surfer. Ich konnte mit der 15er gut fahren, als die Buggyjungs die 13er Vapor geflogen sind und überlegt haben die 16er zu nehmen.


    Ich mag die Race Bar, auch wenn man aufpassen muss, dass man sich nicht selbst über den Tampen fährt. Wahrscheinlich muss man den noch einkürzen, schließlich sind die Längen für die Kitesurfer und nicht für die Buggyfahrer gemacht.


    Alles in Allem, tolle Kites und schon fast so etwas wie der Blick in die Zukunft des Kitesports. Mal sehen wann die Konkurrenz nachzieht.

    Hallo Günther,


    toller und gut nachvollziehbarer Bericht, vielen Dank. :H:


    Und ich hatte mich gerade mit dem Gedanken angefreundet, dass Depower im Buggy nix ist. Da muss ich wohl umdenken.


    Gruss


    Ingo

    Hallo,


    danke für den gut geschriebenen Berich.
    Zu DePower im Buggy kann ich auch nur sagen das es auch im Binnenland super Entspannen zu fahren ist,
    ich habe zwar keine Chrono, aber dafür hat mir meine Besserehälft die Peak geschenkt.


    lg
    Frank

    4-Leiner: bis jetzt gesamt Fläche 33,9 m², Rhombus Amun 1.4, Firebee 8.5, Magma I 1.5, Magma II 3.0,Cooper One 5.5(beides Prototypen), Ozone Octane 2.0, Wilde Kites Cobra 3.0;FlySurfer Peak 9m²
    Libre V-Max II-XS(XtraStrong)/BF-Light
    Möge der Wind mit dir sein.


    Mein Dealer: Flyingfunk

    • Offizieller Beitrag

    Ein toller Bericht, sehr interessant, sowas von einem Könner zu lesen, danke Günther!


    Zu dem Ablegen der Chrono in Pausen:
    Jeder Flysurfer-Speed-Fahrer lächelt darüber müde, aber wer Kites dieser Kategorie nicht kennt:
    die Schirme sollten im besten Falle aus dem Wind gezogen, und längs ausgelegt werden. Dabei wird der Luv-Tip beschwert, aber unbedingt auch der Lee-Tip! Ansonsten schlägt dieser Tip lustig auf und ab, und bastelt einen Riesenknoten in die dünnen Waageleinen, der mit viel Geduld ausgeknotet werden muss... ;)


    Die Start- und Landeeigenschaften schreien definitiv nach Helfer, allerdings fand ich den Start mit etwas Übung immer besser zu handeln - man sollte den Kite möglichst nicht zur Windfenstermitte wandern lassen, sondern fast senkrecht Richtung Windfensterrand "stehen" lassen. Ich musste aber auch nicht mit fiesen Böen kämpfen.


    Dieine Einschätzung zur Bar finde ich interessant (die von Hänschenklein nicht weniger), hattest du den Trimmtampen auch beständig in der Hand, oder lässt du sie los?
    Ach ja: probiere mal die 15m an der 12er, ich fand die Tendenz zum Überschiessen sehr unproblematisch. :)

    Man muss auf den Trimmtampen schon aufpassen, aber man kann ihn so über die Bar legen, dass er nicht ganz so weit nach hinten in Richtung Räder geht. Sicherlich wird man ihn im Race in der Hand halten, denn im Downwind braucht man volle Power, während auf der Kreuz es ganz angenehm ist, sich die Bar etwas näher heranzuziehen. Man ist also ständig mit dem Tampen im Gange und das Festhalten bietet sich an.
    - Editiert von Electricmonk am 05.09.2014, 12:20 -

    • Offizieller Beitrag

    Neues aus der Chrono-Entwicklung:
    Dass Ozone die Chrono - ähnlich wie die Frenzy - jährlich überarbeitet, war ja zu erwarten.
    Bei der Entwicklung hat sich eine Proto-Variante als besonders schnell herausgestellt, bei relativ anspruchsvollem Handling. Ozone möchte diesen Kite als spezielle Raceversion auf den Markt bringen, heute gab ein erstes Video:


    Die R1


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    Zwei Screenshots vom Video:



    Sieht ja fast aus wie ein ELF Kite. Weis jemand wann die neue Version erscheinen soll

    Kites:
    HQ Neo3 8m² HQ Montana7 14m²
    ( ! zum Verkauf ! )
    FS Speed4 18m²; FS Speed4 12m²; FS Speed4 8m²
    Naish Boolt 9m²; FS Boost 11m²; Gaastra Hatch2 13m²; Naish Fly 15m²


    Boards:
    Trampa Holypro Vertigo
    RRD BS 145*45
    F2 Carbon 134*36
    Flydoor 5 L

    • Offizieller Beitrag

    Sieht ja fast aus wie ein ELF Kite. Weis jemand wann die neue Version erscheinen soll


    Die R1 ist keine neue Version der Chrono.
    R1 ist in den Startlöchern, Chrono-Nachfolger ist für Herbst angesagt.
    Die R1 mit Elfkites zu vergleichen... nuja. ;)


    Weil ichs gerade gelesen habe, und es wirklich bemerkenswert finde:
    Das Ragnarok wurde von einem sponsorfreien Fahrer wieder mit Chrono gewonnen - vor zwei Sonic FR-Fahrern!
    And the winner is: @gurke!
    Felix, das ist wirklich aussergewöhnlich, Herzlichen Glückwunsch! :thumbup:

    In der aktuellen Kite&Friends gibt es Infos (Herstellerangaben) zu der Chrono2 und R1. Habs nur überflogen, da die Kites nix für mich.
    Die R1 soll eine Racekite sein mit max Leistung. Die Chrono2 leichter zu beherrschen für Freeride und Raceeinsteiger aber trotzdem mehr Leistung als die Chrono1.

    in der Zeitschrift steht ja wirklich, dass die Leistung des Chronos2 über der des Chrono1 liegen soll. Außerdem werden nur die Vorteile es R1 gegenüber des Chronos1 aufgezählt.


    Keine Nachteile des R1 gegenüber dem Chrono1? Und mich würde mal intressieren wie viel Leistungsunterschied wirklich zwischen Chrono1 und R1 liegen. Viel kann das nämlich eigentlich nicht sein, zumindest nachdem was ich auf Schnee gesehen habe. Hmmm wird man wohl auch nie erfahren :(

    ja gut er ist leichter und hatte 4qm weniger^^


    aber am Reschensee war ja wohl auch schon ein ähnlicher Proto den Dominik geflogen ist. Vorne war aber meist ein Chrono1 da^^ Also ich habe da zumindest keinen riesen Unterschied gesehen. Aber waren eben auch nie die selben Größen am Start. Klar wenn der R1 5% mehr Leistung bringt, ist das natürlich ein Vorteil vorallem in langen Rennen. Nur wäre halt intressant wie viel man sich wirklich bei dem Preisunterschied erkauft. Vorallem wenn der 2er da noch zwichen liegen soll^^


    Warten wir mal die Rennen auf dem Wasser ab. Theoretisch müsste der R1 deutlich vorne sein :D