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Steiff Roloplan - wo kaufen ?
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auf dem Bild, bei dem der Rolo auf der Wiese liegt, sehe ich, dass der Kielstab nach hinten gebogen ist. Da ich einen Rolo mit moderneren Materialien bauen möchte, habe ich 2 Fragen:
Muss das unbedingt so sein, und wenn ja, welchen Winkel bildet dann der Längsstab in etwa? Mein Kielstab wird 164 cm lang sein und besteht aus 2 Bambuspfeilschäften, die in der Mitte in einem Messingröhrchen stecken.
Dank im Voraus für Eure Meinung,
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Hallo Rüdiger,
der Bogen im Längsstab entsteht durch die Rahmenspannung. Diese wiederum ist abhängig von der Länge der Kopfspannschnüre, also den Schnüren von den Außenseiten der oberen Segelspitzen zum Kielstab, und dem "Zug", den du dann über die Bänder am Fuß des Roloplan aufbaust.
Ich gehöre zu der Fraktion, die sagt, beim Roloplan dürfen die Ohren nicht runterhängen. Daher ist bei meinen Rolos die Kopfschnur genau so lang wie der Abstand zwischen dem Kieltunnel und dem Anknüpfpunkt der Kopfspannschnur seitlich. Also entlang des oberen waagerechten Stabes. Verstehst du, was ich meine? Dadurch werden die Ohren schön hoch gezogen. Sie sollten dann mindestens waagerecht sein, wenn der Rolo aufgebaut ist.
Wenn die Kopfspannschnur dran ist, ziehst du die beiden äußeren Spannbänder am Fuß des Drachens gleichmäßig so an, dass der Kielstab eine Wölbung erhält. Vom Gefühl her (ich habe das hier im Büro gerade mal mit einem Zollstock simuliert) würde ich bei einem Kiel von 164cm Länge eine Wölbung in der Mitte von 10-12cm anstreben.
Du baust aus Spinacker?
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hallo Karsten, danke für die schnelle Antwort. Ich habe verstande, was Du beschreibst, das hilft mir weiter. Ich baue das erste mal mit Pfeilschäften aus Bambus und werde vorher mal testen, wieviel Zug ich aufbringen muss, um den Kilstab so weit durchzubiegen. Wenn mir das zu viel erscheint, werde ich den Verbinder ein wenig durchbiegen.
Mir ist noch ne Frage eingefallen. Die Querstäbe stecken ja in einem abgewinkelten Messingrohr. Hat das einen besonderen Grund, warum diese Röhrchen beim Original in Blickrichtung hinter dem Längsstab sitzen? Würde die nicht besser geführt, wenn der Längsstab in dem Knick dieser Verbinder säße?
Ja, ich baue aus Spinacker und dazu auch noch im Streifendesign von Willi Koch. (ich hoffe ich werde hier nicht gesteinigt, ob dieses frevelhaften Vorhabens
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Du baust so klein und dann in Spinnaker? Hoffentlich geht das gut.
Inzwischen habe ich vier klassische Rolos in Spinnaker gemacht und nur zwei flogen.
Die dabei gemachten Erfahrungen waren:
Kielstab vorne - fliegt
Flächenwinkel etwas größer als 150° -fliegt
Größe ab 240cm - fliegt
Abspannungen zwischen den Flächen unterschiedlich lang, so daß die äußeren Abspannungen kürzer sind als die Inneren - fliegt
Kielstab so durchgebogen daß sein unteres Ende den Boden berührt wenn er auf dem Rücken liegt -fliegt
Weiches Tuch - fliegt
Hartes Tuch - fliegt schlecht
Kielstab gerade - fliegt nicht
eine lange Waage - fliegt nicht
kleiner als 240cm - fliegt schlecht
kleiner als 200cm - fliegt garnicht
Querstäbe gebogen und nicht gewinkelt - fliegt nicht
Deutlich besser in Spinnaker fliegen Mezger- Roloplane, die konnte ich ab einer Spannweite von 150cm zum fliegen bringen, selbst mit Carbongestänge und hartem Tuch wie Chikara und Icarex
So wünsche ich viel Spass beim Ausprobieren.
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Hallo Rüdiger,
den senkrechten Verbinder würde ich auf keinen Fall biegen, das wird nichts und sieht komisch aus. Dann gib ihm lieber weniger Spannung. In den alten Roloplanen ist auch Tonkin drin (Bambus-Sorte) und das lässt sich biegen. Probiere es aus.
Dass die senkrechte Stabtasche vorne liegt könnte damit zu tun haben, dass Richard Steiff bei den ersten Roloplanen vorne ein Kielsegel dran hatte. Erst später (im Patent) hieß es dann, dass der Drachen ohne stabilisierenden Kiel fliegt.
Die Winkelverbinder brauchen keine Führung, das klappt seit weit über 100 Jahren so
.Den Hinweis von Dennis-the-menace kann ich bestätigen: mach die Verbindungsbänder zwischen den Segeln so, dass die äußeren straff sind (also genau so lang wie der Abstand zwischen den Segeln am Kiel) und die inneren etwas länger, vielleicht einen Zentimeter. Dann kann der Wind besser abfließen.
Genauso mache ich es auch unten: da lasse ich die inneren Spannbänder etwas lockerer als bei einem Baumwoll-Roloplan.
Ob das beim Willi-Koch-Design notwendig ist, kann ich aber nicht sagen.
Ich würde die Rasterstreifen 4cm breit machen, nicht 5cm. Denn das Segel ist nicht so groß.
Dass er fliegen wird glaube ich schon.
Wenn es nicht klappt, machen wir das im nächsten Jahr auf Fanø.
Ich habe mal einen 120/2er komplett aus Gaze gebaut. Er hat einen schlechten Steigwinkel, fliegt aber.
Und aus einer Rettungsdecke habe ich auch einen, ich glaube 100/2. Fliegt wunderbar.
Aus Fahnenstoff habe ich schon 150/3 und 180/3 gebaut. Fliegen allerbestens.
Und aus Spinacker habe ich einen 240/2.
Letztendlich ist alles eine Frage der Waageeinstellung.
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Letztendlich ist alles eine Frage der Waageeinstellung.
genau! Da habe ich mir ja in diesem Jahr schon einiges abschauen können und gelernt, dass man viel Geduld und Erfahrung haben muss. Schön, dass ich da auf Deine Hilfe zurückgreifen darf.
Ich habe ja bisher nur eine Zeichnung erstellt, bei der ich mich in den Abmessungen davon leiten lasse, wie gut das mit dem Streifenmuster auskommt. Ich erhoffe mir durch die rautenförmige Anordnung der Löcher schon eine stabilisierende Wirkung. Erst einmal möchte ich ohne Stabtasche für den Mittelstab auskommen. Dann kann ich den Abstand vom oberen zum unteren Segel nötigenfalls noch einfach verändern. Auch habe ich noch nicht entschieden ob und wie ich die Segel einfassen soll. Da habe ich füroben mal 2 Variationen gezeichnet. Ich stelle mal ein Bild ein, wie ich mir das bisher so gedacht habe und bin für jeden Vorschlag offen.
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Guten Morgen Rüdiger
Ich habe am Donnerstag Frank getroffen - mit dem hast du wohl schon einiges auf Fanø besprochen
.Bei deinen Variationen tendiere ich eindeutig zur linken Version. Einen Rahmen würde ich den Segeln auf jeden Fall geben. Ich glaube nicht, dass es gut funktioniert, wenn du es wie rechts machst. Dafür sind meines Erachtens nach die Raster nicht stabil genug.
Der Rahmen lässt dir dann auch die Möglichkeit, alles nahezu a la Steiff zu machen.
Meine Lösung wäre ein 5cm breiter Rahmen. In Segeltuchfarbe, lso rot bzw. gelb.
Die Proportionen sehen gut aus. Ich nehme an, du hast einen 150/2er hoch- oder einen 180/2er runterskaliert?
Wenn du tatsächlich ohne Tunnel für den Kielstab arbeiten willst, macht es Sinn, den Kielstab hinter das Segel zu positionieren. Meine Empfehlung ist allerdings, einen Tunnel vor das Segel zu bauen. Darin kann sich der Kielstab schön ausformen, bleibt an der gewünschten Position und du kannst alle Bänder, Spann- und Waageleinen gut befestigen.
Soweit meine Gedanken am frühen Morgen.
Viel Erfolg und halte uns auf dem Laufenden.
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mit dem hast du wohl schon einiges auf Fanø besprochen
.stimmt und gesehen, dass man geduldig sein muss, um die Waage richtig einzustellen.

ich habe den Plan 150/2 von Werner Ahlgrimm als Vorbild genommen und skaliert. Meine Segel fallen aber etwas breiter und höher aus, weil ich so mit den Streifen gut auskomme.
Ich werde also die Segel mit einem Rahmen versehen und auch den Stabtunnel für den Kielstab umsetzen.
Die nötige Biegung lässt sich mit den Bambuspfeilschäften gut erreichen, das habe ich schon mal getestet.
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servus,
Ich habe das ja bei meinem Brogden auch gemacht. Zwar keine Rauten, sondern so Dreiecke. Habe dann den Rand mit 3cm breten Spinnakerstreifen gesäumt und als Verstärkung bzw Zugentlastung ein Kleiderband aufgenäht. Dieses dann unter einem Saumband versteckt...
Hier mein Link dazu:
Ein Brogden enstehtEin lang gehegter Wunsch nach einem Einleiner wird endlich wahr. Ein Brogden entsteht. Das Vorbild ist ein historischer Drachen mit dem der Engländer Charles…www.derindianer.orgDas funktionert ganz gut, die Segel verziehen sich nicht.
Gruß
Der Indianer
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Zitat von the_beowulf
(...)
Den Hinweis von Dennis-the-menace kann ich bestätigen: mach die Verbindungsbänder zwischen den Segeln so, dass die äußeren straff sind (also genau so lang wie der Abstand zwischen den Segeln am Kiel) und die inneren etwas länger, vielleicht einen Zentimeter. Dann kann der Wind besser abfließen.
(...)
"Dann kann der Wind besser abfließen." 
Hey, hey, Namensvetter, da hast du aber etwas Seltsames geschrieben!
Der Grund für die längeren inneren Bänder ist nicht das bessere "Abfließen" des Windes. Ganz im Gegenteil: Die Segel sollen durch die anströmende Luft aufgebauscht werden, der Wind soll sich im Segel fangen. Das und der entsprechende Anstellwinkel (erzielt durch die Kombination der Waageeinstellung und das "Ins-Kreuz-Ziehen" (Biegen) des Längsstabes) ist verantwortlich für guten Auftrieb (Lift).
Gruß,
Karsten -
Hm, lieber Karsten KitingTom , ich hatte das immer anders interpretiert.
Wir haben bei der Baumwollstoffauswahl immer drauf geachtet, möglichst luftdurchlässigen Stoff zu benutzen (weil das eine Eigenschaft des originalen Stoffes ist). Da Spinacker luftundurchlässig, ist erschien es mir sinnvoll, bei den Spi-Rolos dem Wind einen anderen Weg zu geben.
Aber ich bin kein Aerodynamiker.
Wenn das Ergebnis ein erfolgreicher Flug ist, habe ich das Ziel erreicht

Bei der Willi-Koch-Variante denke ich im Übrigen, dass die Bänder gleichlang sein können.
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Moin Karsten the_beowulf ,
du hast Recht, den richtigen (besten) Baumwollstoff für einen Roloplan zu finden, ist nicht einfach.
Die gravierenden Unterschiede zwischen Baumwolle und Spinnakernylon machen die Planung noch abenteuerlicher. Und ganz klar: Das Ergebnis zählt!
Auch wenn man inzwischen ja weiß, dass Segel im Willy-Koch-Design tatsächlich mehr Auftrieb erzeugen als vollflächig geschlossene Segel (dazu gab's hier im Forum vor langer, langer Zeit mal einen Thread, in dem das kurz thematisiert wurde), habe ich bei der relativ kleinen Segelfläche von Rüdigers Variante so meine Bedenken. Wir werden's ja wohl erfahren.
Gruß,
Karsten
