Hallo,
ich appelliere mal an das Schwarmwissen:
Vor einiger Zeit wurde an mich die Bitte um Entwicklung einer Fransenschwanz-Schneidemaschine herangetragen.
Zuerst war meine Antwort: "Nimm halt eine Schere und schneide den Schwanz ein."
Oder macht euch ein gekebtes Brett, um das man den Schwanz wickelt und dann mehrer Lagen auf einmal mit den Cutter-Messer geschnitten werden können.
Das stieß leider auf taube Ohren.
Meine Drachenfreunde wollten eine Maschine in die man den Schwanz vorne einführt und durchkurbelt. Hinten sollte er dann gleichmäßig eingeschnitten wieder raus kommen.
Da war mein Ehrgeiz geweckt und hab mal was vorbereitet:
Da ich bei meinen Fransenschwanzen in der Mitte eine Schnur aufnähe und dann links und rechts einschneide, habe ich mich auf diese Variante konzentriert.
Das Band mit der aufgenähten Schnur läuft in einer W-Form durch die Maschine und zwei Zahnräder mit Skalpellklingen besetzt schneiden den Stoff von der Mitte her ein.
Das ist die Maschine von vorne, die Verkleidungen habe ich ausgeblendet.
Da die Maschine nur dann gerade Schneiden kann wenn sich das Stoffband nicht bewegt, habe ich mir einen diskontinuierlichen Transport überlegt. Das rote Element soll den Stoff mitsamt der aufgenähten Schnur fassen und nach hinten schieben. Kurbelt man weiter, lässt das rote Element den Stoff los und die Messer schneiden ihn ein, wärend er still in der Maschine liegt. Dreht man noch weiter, greift das rote Elemnt wieder den Stoff und schiebt ihn nach hinten. Und so weiter. Über die Länge des Bogens des roten Elements, kann man den Abstand der Einschnitte bestimmen.
So sieht die Maschine von hinten aus. an die grüne Welle kommt eine Kurbel, die alle Zahnräder antreibt.
Ich habe es ausgdruckt, mit Kugellagern versehen und alles zusammengeschraubt. Es hat alles gepasst, die Zahnräder greifen gut ineinander und der Takt von Schneiden und Transportieren passt auch.
Der Abstand der Gehäuseteile die das Band führen ist 1mm.
Das Einschneiden mit den Skalpellklingen funktioniert auch gut.
Nur das mit dem Transportieren geht gar nicht.
Um den Druck auf den Stoff zu erhöhen habe ich einen Gummi um den Transporter geschlungen. Das hat leider auch nichts gebracht.
Schon einfach nur den ungeschnitten Schwanz durch den w-förmigen Schlitz zu ziehen ist recht schwer.
Wenn ich allerdings eine Spule hinter den Schneideapparat schalte um den fertigen Schwanz aufzuwickeln, könnte ich locker genug Kraft erzeugen um den Schwanz durchzuziehen.
Dann habe ich aber keinen diskontinuierlichen Transport und somit keine Phase in der ich den Schwanz gerade schneiden kann.
Außerdem würden die Abstände der Einschnitte mit dem Zuwachs des Durchmesseres der Wickelspule (durch das Aufwickeln des Schwanzes) immer größer.
So jetzt seid ihr dran:
Wenn ihr ideen für die Umsetzung habt, dann immer her damit.
Grüße Carsten
