Wie bekomme ich das Ding zum Fliegen? - HQ XL Delta

  • Hallo!

    Ich habe einen älteren HQ XL Delta Einleiner, den ich bei mehreren Versuchen in den letzten zwei Jahren nicht in die Luft bekommen habe. So auch gestern.


    Mein Lidl-Eddy und der Penta-Waschbär sind super geflogen, der HQ Delta nicht.

    Man muss dazu sagen, dass auf dem Sportplatz etwas Bebauung und Bäume drumrum sind. Es gibt Verwirbelungen und einen starken Unterschied bezüglich Wind in Bodenhöhe oder in 20m Höhe. Aber wie gesagt, die beiden anderen habe ich ja auch sehr schön fliegen können.


    Der HQ Delta dreht immer zur Seite ab und fliegt aus dem Wind. Vor dem Start achtenicj darauf, die Stäbe in den Leitkanten beide gleichmäßig nach unten zu schieben. Ich habe den Eindruck, dass unter Belastung die Stäbe ungleichmäßig verschoben werden und sich dadurch eine Unsymmetrie ergibt.

    Eine Anoassung der Waage ist nicht möglich, da die Waage durch ein dreieckiges Stück Stoff gebildet wird.


    Der Drache wird mit anderem Design immer noch von HQ verkauft. Das Ding muss doch in die Luft zu bekommen sein!


    Hat jemand Erfahrung mit diesem Drachen und kann mir einen Tipp geben?





    Anbei noch ein paar Bilder:







  • Die Bilder habe ich nach dem Startversuch aufgenommen. Vorher waren die Seitenstäbe schön bis unten geschoben.

  • Für mich sieht der Delta insgesamt viel zu stramm aus. Meine Deltas sind in der Regel eher wabbelig.


    Was man tun könnte:


    Stab ganz nach unten schieben, und dann entweder

    * Querverbinder beiseitig gleich ausrichten und mit Stopperclipsen fixieren. Das sollte die Stäbe am Rutschen hindern.

    * Querstab etwas kürzen, damit die Geschichte was wabbeliger wird

    * Leitkantentasche seitlich unten öffnen, so dass du den Stab von unten zuführen kannst und am oberen Ende die LK vernähen, so dass der Stab net rauf Richtung Nase rutschen kann

    * Mir den Delta schicken, ich freu mich 😜

    * An den beiden Flügelspitzen einen kurzen Fransenschwanz befestigen, damit der Flug stabilisiert wird

    Nur die Großen: Flaki 7.6, Colibri XL, nFinity 5.6, SPL5, Truxxal 5m, Big Dart (Uwe Lehsten Eigenbau), Topas 4.5, Matador, Thors Hammer, Mammut, Pure XXL

  • Hallo, Admiral.

    1. Es gibst einige (Einleiner Drachen), welche muss man erst mal richtig einstellen und danach fliegen sie gerade/richtig. CB Carsten Domanns Sky Shield mit Einstellung für wenig Wind fliegt nicht mehr stabil bei starken Wind.

    2. Oder die Drachen fliegen gerade mit einen Drachenschwanz. Wann Drachen dreht sich, macht kreise - es ist eine Zeichen für vie Wind. Mit dem Schwanz kann Drachen beruhigen und dann fliegt Drachen gerade, so was habe ich gemacht mit dem Urban Ninja.

    Gruß. Igor.

  • Heute Mittag war ich auf einer schönen, rundum freien und höher gelegenen Wiese. Ideale Bedingungen im Gegensatz zum Sportplatz. Der Wind war insgesamt stärker und vor allem auch in Bodennähe vorhanden. Gemessen habe ich ca. 15-20 km/h.


    Und da flog auch der HQ Delta. :thumbsup:


    D.h. ich habe doch 2 Jahre lang immer mal wieder unter den falschen Bedingungen getestet. Und außerdem ist, wie so oft, die Angabe des Windbereichs sehr optimistisch.


    Die Tendenz nach links aus dem Windfenster abzudrehen hat er aber trotzdem gehabt. Ich habe mit kleinen Klammern die Seitenstäbe fixiert, das hat aber keinen Unterschied gemacht. Wenn er genug Höhe hat, dann lässt das etwas nach.

    Ich teste demnächst noch Drachenschwänze an beiden Seiten.


    Igor. Es gibt da leider nichts einzustellen. Die Waage besteht aus einem keilförmigen Stoff. Ich habe aber auch schon überlegt, diesen durch eine richtige Waage zu ersetzen.


    Einmal editiert, zuletzt von Admiral ()

  • Servus,

    du kannst mal die Steiffmethode versuchen. Er hat bei seinen Roloplanen eine Sicherheitsnadel angepinnt. mit der kann man das Segel etwas trimmen, wenn der Roloplan auf eine Seite zieht.
    Ein Versuch wäre es ja mal Wert.

    Gruß
    der Indianer


    - eigentlich bin ich gar kein Indianer, manchmal vielleicht im Herzen, aber nur manchmal -

    meine Webseite: www.derIndianer.org
    Gespanne.jpg

  • Die Sicherheitsnadel ist dafür da, den Stoff auf einer Seite des Drachens außen zusammenzuraffen. Das kann notwendig sein, wenn der Roloplan schief fliegt. Man verkleinert damit die eine Seite. Wenn er sich also nach rechts neigt, macht man die linke Tragflächenseite etwas kleiner. Dann richtet er sich auf. Das ist die einfachste Möglichkeit, ihn zum geraden Flug zu bekommen. So zumindest die Intention von Steiff.

    Bei den ganz alten Roloplanen gab es eine sog. Knopflochleiste links und rechts, mit der man das Gleiche erreichen konnte. War natürlich viel zu aufwändig in der Herstellung. Ich habe so einen alten Roloplan und kann bei Wunsch mal ein Foto davon einstellen.

    Diese Methode war und ist für den Ottonormalflieger gedacht, weil ein Verstellen der vielschenkligen Waage beim Roloplan seitens Steiff nicht vorgesehen war. Dazu muss man schon ein wenig Erfahrung haben.

    hier eine kurze Erklärung wie es gemacht wird.


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  • Ja, der Bereich oberhalb des Querstabs ist ziemlich gespannt. Den kürze ich als nächstes. Und wenn weniger Spannung auf dem Segel ist, gibt's auch Luft um mit einer Sicherheitsnadel ggf. Segel einseitig zu raffen.


    Danke!

  • Hi,

    Die Seitenstäbe bekommst Du fixiert mit dem Hinweis von Elchgeweih : Nähte an den LK-Taschen unten ca. 1 - 2 cm vom Nahtende ca. 4 -5 cm öffnen, darüber und am unteren Nahtende wieder gut vernähen. Dann oben wo der Lk-Stab enden soll quer über den LK-Tunnel nähen.

    Der Stab wird dann durch die neue Öffnung unten eingeführt, bis oben durchgeschoben und am unteren Ende gefühlvoll in die enstandene Tasche gezwängt.


    Zur "Waage" : hat Dein Delta nur einen Anknüpfpunkt an dem Waagedreieck ?

    Ich kenne das eigentlich nur mit mind. 3 Anknüpfpunkten ( hab allerdings auch Open-Keel-Deltas ).

    Müßte aber bei Deinem genau so gehen : einen Anknüpfpunkt ca. 2cm oberhalb der Spitze und einen 2 cm unterhalb der Spitze.

    Der Untere ist für schwachen Wind, der Obere für stärkeren Wind.

  • Ich habe heute den Querstab um ca. 3cm gekürzt. Das hat einiges gebracht, er fliegt jetzt wesentlich besser.


    Gerd1954 und Elchgeweih : Den Leitkanten-Tunnel bearbeite ich entsprechend (oben zunähen, unten seitliche Öffnung)


    Gerd1954: an dem Waagedreieck weitere Anknüpfpunkte anzubringen ist eine gute Idee! Dann kann ich den gelben Stoff erhalten und habe trotzdem eine Verstellmöglichkeit. Jetzt ist tatsächlich nur ein Anknüpfpunkt vorhanden.

  • Viel Erfolg!

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  • Hi,

    dasmit den Leitkanten kann ich bestätigen.

    Hab mal gelesen wie die Länge der Querspreize ( überschläglich) ermittelt werden kann:

    An de Waage den Kite halten, dann den Abstand von der Querspreize zum Segel messen.

    Der Abstand soltte dann ca. zwischen 8 und 15 % der Mittelstablänge betragen. Da muss mann ein bisl. probieren.

    Also Beispiel: Mittelstab 1m Länge - Abstand von der Mittelspreize zum Segel zwischen 8 und 15 cm.

    Vielleicht den Drachen noch mal auf Symmetrie prüfen und die Stäbe in den Leitkanten überprüfen Steifigkeit und Gewicht Auch mal Tauschen ob das seitliche Abdriften dann bleibt.

    So habe ich das immer gemacht.


    Viel Erfolg

    Wolfgang