Ist ja überall so, auch beim Trickflig oder den Einleinern. Die goldenen Zeiten sind vorbei. Mir macht es trotzdem Spaß und ich bleibe dabei.
Was ist mit der Speedkite-Community passiert?
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Ein sehr interessanter Thread.... Popeye gibts nicht mehr.... LevelOne gibts nicht mehr.... Aetherkites -Andre ist leider schon sehr lange tot... KITE&Friends - gibts nicht mehr....Leinen mit 35 Metern... gibts fast nirgends mehr.... Speedkites-Event in Dornumersiel gibts sehr lange nicht mehr... Long Duong in Rennes... schon gefühlt ewig nichts mehr Reales von gehört.... es gibt hier ein paar Fanatiker der Marke, die selbst kleinste Lebenszeichen im Forum abfeiern... ist nicht schlimm...
Merkt Ihr was? Das Thema hat meines Erachtens nichts mit den doofen faulen Jugendlichen die nur am Handy daddeln zu tun sondern damit, dass die Drachenszene sich sehr verändert hat. Sie war meines Erachtens fast ganz tot vor 5 Jahren. Nun sagen mir die Shops z.B. in SPO das sie in 2025 wieder deutlich besser verkauft haben. Aber leider Mainstream-Kites...
Ich selbst werde jetzt auch bald 62 Jahre alt... wie furchtbar. Viele S-Kites und auch sehr viele Speedkites ruhen bei mir auf dem berühmten Drachen-Dachboden im Kölner Westen. Ich traue mir mittlerweile kaum noch zu, die meisten davon zu fliegen. Ich bin hier im Forum seit fast 20 (!!!!) Jahren (August 2006). Damals haben Annika und ich mit dem richtigen Drachenfliegen angefangen - dank Hansi Kay von der Drachenkiste SPO.... der ist leider nun auch schon mehr als 15 Jahren tot! Wir haben sehr viele Kites gekauft und dann auch gerne geflogen. Aber ich ertappe uns immer öfter dabei "bequem" zu werden. Die riesigen Flaki 9.0 und 6.0 ... nee... nehmen wir nich mehr mit nach SPO... die Schönflieger von Elliot (wir haben 2x Mystic, Mystify, Mirage XXL, Outback, Evoxx, usw...) nee lassen wir zu hause... die großen Figuren ... Alligator, Krake, Hunde und die fetten Lifter mit 6, 8und 12 qm... Nee... keine Lust mehr auf 600er Leinen... und Bodensäcke oder -anker... S-Kite 7,8 oder 5,6 ...oh Gott... die bringen uns um.
Ich befürchte, es geht vielen hier nun so... Ich fahre auch immer mehr den Suzuki Burgmann Roller und nicht mehr meine GSX-R1000 mit 185 PS...
Dabei ertappe ich mich dabei, einen Gang zurück zuschalten in Richtung Allround. Für mich war Space Kites echt 19 Jahre kein Thema: Allround-Kites... "All round kites"... iiih... kein Fisch... kein Fleisch... wie eine Ente... kann nicht richtig segeln und auch nicht gut schwimmen... Was ist eine Wilde Hilde gegen einen Neurozil 180 oder einen Scalpel von Andre Eibel? Technisch armselig! ABER: Was habe ich mir in den letzten zwei Jahren angeschafft: 2x X-Race und 2x Wilde Hilde.... Space Kites!! Aha.... Leinenwahl sehr großzügig.... keine Startrampe.... Kriege ich gut geflogen bei 5 Bft... macht mir nun Spaß... Das Alter eben... !!!
Wir haben das Drachenmagazin verschlungen und die Sport & Design-Drachen und dann die Kite&Friends.... gibts alles nicht mehr! Keine Inspiration.... keine Produkt-Neuvorstellungen... keine sogenannten "Tests" (ok - die waren immer sehr milde...). Trotzdem. Die Hefte haben wir immer geliebt... Papier in der Hand halten... bunte Bilder... Kontakt zu den Autoren...
Und auch hier im Forum leider immer weniger Neuheiten bei den Speedkites oder auch bei den Trickkites.... daher schaue ich noch regelmäßig ... aber nur noch vielleicht alle 4 Wochen mal hier rein... früher jeden Tag!
Ich mache gerne bei Initiativen für die Speedkites mit. Das wären mal ein positives Signal!
Guido
WOMBAT
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Hallo Guido,
mir geht es ähnlich. Auch ich gehe Ende des Jahres in Rente
und merke, dass ich meine schnellsten Speedkites inzwischen gegen moderate flotte Modelle tausche.
Vor ein paar Jahren liebte ich es, mir das Arschleder umzubinden und mich abschleppen zu lassen.
Da konnten die Kites nicht groß genug sein.
Heute sagt mir mein Rücken: Besser nicht, nimm den Allrounder,

oder wenn es etwas flotter sein soll, genügt ca. 1m Leitkante.
Es kommen immer wieder mal jüngere Piloten nach.
Da habe ich Hoffnung. Aber der Hype wird im Binnenland
auch dadurch gebremst, dass ab April die Wiesen zugepuddelt sind,
oder zu hoch gewachsen, wenn man denn noch welche findet.

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Ja leider kann man durch die Grüne Pest hier bei mir so gut wie nicht mehr fliegen,alles verboten.An Speedkites ist nicht zu denken.
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Also das Thema greift ja eigentlich noch weiter... wenn ich da mal unsere Treffen am Grüner Heiner betrachte. Nach Corona entstanden, immer regelmäßiger mit immer mehr Zulauf - seit mind. einem halben Jahr nichts mehr.

Immerhin finden die Tricksertreffen in SPO und das Vierleiner-Meeting am Dam in schöner Regelmäßigkeit statt. Ganz tot ist die Drachenszene zum Glück noch nicht!
Mal ne konstruktive Frage bei all der Trauer um vergangene Zeiten: was brauchts denn für ein Speedkiter-Treffen /-Contest? Wo und wann könnte sowas stattfinden? Vielleicht einfach mal machen...
Nachdenkliche Grüße
Stephan
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Mal ne konstruktive Frage bei all der Trauer um vergangene Zeiten: was brauchts denn für ein Speedkiter-Treffen /-Contest? Wo und wann könnte sowas stattfinden? Vielleicht einfach mal machen...
Eine entsprechende Fläche, (Trainingsfeld und Wettbewerbsfeld für 35m Leinenlänge) relative Windsicherheit
, ein vernünftiges Radar, (keine Videoschätzeisen) ausreichend Leute die fliegen wollen ( ca. 15-20 Teilnehmer) mit entsprechendem Haftplichtnachweis, und solche die nur organisieren - also selbst nicht fliegen (nicht unter 3) darunter nen kundigen (erfahrenen) Schiedrichter und nen Techniker für das Brimborium, Dann eine wohlgesonnene Verwaltung, ein für die Meisten passendes Wochenende mit Unterkünften, Strom!!! genügend Zeit zur Vorbereitung, Startgeld, angemessene Pokale für die Sieger, am besten ein Sponsor, Lautsprecheranlage für Durchsagen, mindestens ein großes Zelt, ne Kaffeemaschine 
Alles andere ist kein Wettbewerb, sondern "mal so" an einem Radar vorbeifliegen....
Jeder der mal teilgenommen hat, kenn die (An-)Spannung vor dem Start, weiss auch um das Quentchen Glück, was man braucht ... Und das macht den Spaß aus!!
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Hallo
wie wird die Geschwindigkeit gemessen ? eigentlich kann man mit Händyvideo an Referenzstrecke z.b. 30m recht genau Zeit messen (videoanalyse) aber hier wird von km/h geschrieben.....üben kann man als Beifahrer im Auto Strassenpfostenabstand meist 50m Tacho zur Kontrolle nebenan , ......?
grüsse peter
Sorry - aber das haben schon die Franzosen sehr früh Eingesehen, das Filmaufnahmen absolut ungenau sind.
Und auch die Fototechnik (Bild bei exakt 1/60 und dann anhand der Unschärfe die Geschwindigkeit errechenen (alte Militärmethode) wurde ebenfalls widerlegt.
Dazu gibt es sicher noch Unterlagen in den Tiefen des Forums...

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Das aufwändigste ist die Software, die Abweichungspitzen herausrechnet.
Das mag damals so gewesen sein (ziemlich sicher sogar). Ich glaube heute, mehr als 20? Jahre nach dem ersten Wettkampf zu Zeiten von KI, dürfte das nur noch ein kleines Hindernis darstellen. Ein Freund von mir ist Software-Entwickler, der arbeitet sehr viel mit KI. Denke der hätte sowas innerhalb kürzester Zeit „entwickelt“.
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Immer weniger Leute lassen Drachen fliegen und es wird immer mehr eingeschränkt. Die Angst den Behörden vor Drachen nimmt paranoide Züge an 🤣
Ich habeoft mal Gefühl, Behörde sitzen nicht nur im Amt, sonder auch in Drachenforum.
Wenn Wombat über Händy spricht, dann mit Handy hat man mehr Freicheit.
In Drachenforum kann man reden über Musick oder Witze erzählen, seine Haustiere zeigen
aber über Drachen diskutieren - geht es nicht(viel) - alles OT.
Wann über Drachen diskutieren ist zensiert - dann gibst immer weniger Interesse.
Und da wo gibst weniger Interesse am Endeffeckt wird weniger geflogen.
Ich sehe es so.
Gruß. Igor.
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Also das Thema greift ja eigentlich noch weiter... wenn ich da mal unsere Treffen am Grüner Heiner betrachte. Nach Corona entstanden, immer regelmäßiger mit immer mehr Zulauf - seit mind. einem halben Jahr nichts mehr.

Die Beobachtung, dass seit über 6 Monaten fast nichts los war, ist ja durchaus richtig.
Aber der Grund. weswegen es weniger Aktivität gab, als die Jahre davor, ist jetzt nicht einfach nur auf weniger Interesse zurückzuführen (zumindest nicht nur).
Nicht wenige konnten zu bestimmten Terminen einfach nicht, da sie schon anderweitig verplant waren.
Und wenn ich in den GH-Thread reinschaue, dann hat es in der zweiten Jahreshälfte eben auch mehrmals nicht mit dem Wetter oder dem Wind hingehauen.
Darum würde ich nach noch nicht einmal einem ganzen Jahr keine voreiligen Schlüsse ziehen.
Sollte es nach diesem Jahr wieder so sein, kann man man sich, unter Berücksichtigung der Gegebenheiten, mal Gedanken machen.
Aber bis dahin würde ich erstmal abwarten und beobachten.
Gruß
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Das mag damals so gewesen sein (ziemlich sicher sogar). Ich glaube heute, mehr als 20? Jahre nach dem ersten Wettkampf zu Zeiten von KI, dürfte das nur noch ein kleines Hindernis darstellen. Ein Freund von mir ist Software-Entwickler, der arbeitet sehr viel mit KI. Denke der hätte sowas innerhalb kürzester Zeit „entwickelt“.
Ne, Dominik, da widerspreche ich. Wir messen 33 Einheiten PRO SEKUNDE. Standart Radar macht da gerade 3. Da braucht es keine KI um Ausreisser zu sehen. Die hat es nur gegeben - und wurden dadurch sichtbar- wenn der Pilot über dem erlaubten hinaus nach hinten gesprungen ist, oder wenn eine Flügelspitze drastisch beschleunigt. Auch das siehr man sofort. Denke es ist kaum möglich das ein Vogel von 122 plötzlich auf 196 beschleunigt und eine Sekunde später wieder 120 hat.
Ich hab noch iwo die Protokolle aus der Zeit - Die Software die uns ein Forenmitlied uns damals geschrieben hat, war einsame Spitze.
Wir errechen also nix raus - sondern streichen die ungültigen einfach.
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Ich hatte nichts anderes behauptet sondern lediglich, dass die Software, die damals mühsam von Hand geschrieben wurde, heute Dank KI vermutlich ein Kinderspiel sein sollte.
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Wir nutzen einfach Excel...
Hier ein Beispiel....
Zeit [s] Max-Wert 0,00 95,00 0,02 0,04 83,5 0,07 82,6 0,09 82,6 0,11 89,6 0,13 95,0 0,15 94,8 0,17 93,8 0,20 93,8 0,22 91,9 0,24 82,3 0,26 81,9 0,28 81,7 0,30 81,2 0,33 80,5 0,35 79,7 0,37 79,0 0,39 78,8 0,41 78,4 0,43 77,6 0,46 77,9 0,48 78,4 0,50 79,0 0,52 80,0 0,54 80,0 0,57 80,1 0,59 79,9 0,61 79,0 0,63 78,1 0,65 81,1 0,67 77,0 0,70 68,4 0,72 68,8 0,74 67,2 0,76 64,0 0,78 61,6 0,80 59,8 0,83 57,8 0,85 55,8 0,87 53,7 0,89 51,9 0,91 50,7 0,93 49,7 0,96 49,6 0,98 51,2 1,00 53,0 1,02 54,3 1,04 51,1 1,07 51,1 1,09 48,7 1,11 46,5 1,13 45,9 1,15 45,6 1,17 45,3 1,20 42,6 1,22 40,2 1,24 39,2 1,26 37,2 1,28 34,8 1,30 32,4 1,33 27,4 1,35 25,9 1,37 24,7 1,39 24,1 1,41 23,6 1,43 21,0 1,46 19,2 1,48 19,2 -
Hallo,
ich hab lang überlegt in das Haifischbecken der "Speed und Powerkiter zu tauchen, als Binnenlandkiter (südl.M.ohje) hat man bei den vom Winde verwöhnten wohl weniger zu melden, allerdings fällt auf, daß die Waagen derselben meist auf 1 cm genau sind, bei wenig Wind sollten es eher 1-2mm sein.
Komisch finde ich auch die umständliche seltsame Art der Geschwindigkeitsmessung, die auf hohe Werte zielt, siehe obige Tabelle: unterschiedliche Intervalle, Messung scheinbar im 1/100 Bereich, Wert vermutlich Km/std, wenn das kein Rechenwert is weiß ich wahrscheinlich nicht wie Rechnen geht (normal gigt auch eine Legende das hat jetzt nix mit Märchen zu tun) halt dem Winde entwöhnt.... ich Kenne jetzt keine Sportart, in der es um Zeit geht, die so gemessen wird, Strecke 50m,100m.1000m usw. oder Start -Ziel fertig, was der Schwimmer Schiläufer Eisläufer Sprinter Skilangläufer dazwischen macht--egal hauptsache schnell......nachdem viele mit 30m fliegen eine Leine quer Stock rein und schon hat man eine Messstrecke, Zeit stoppen per Video ausreichend genau...... schwieriger wirds daenn über Winkelmessen, aber dank moderner Peilkompasse (1grd genau abzulesen, 60grd sind gut Leinenlänge =ca Flugstrecke) eigentlich auch kein Problem, üben kann man im Auto als Beifahrer. Strassenpfostenabstand meist 50m (an der Autobahn) Zeit mit H.messen => wert stimmt mit Tacho überein, ansonsten !Üben! oder alle 2 Pfosten (100m) messen usw. Apropo KI, anfallende Rechnungen schaff ich auch gerade noch mit dem Rechenstab....
Wenn ich gerade bei Schnur, Lenkschnüre bin, ich fliege meist eher längere, das Windfenster ist grösser, der Anstellwinkel kann länger beibehalten werden, das mit dem Widerstand ist Quasch, die oberen 10-15m sind relevant, der Rest fliegt zu langsam (da würden die Cinesischen indischen afganischen Kampfdrachen !aus Papier! garnicht fliegen), kann man übrigens mit Rechenschieber ohne Strom bei bis Windstärke 8 ausrechnen.......meine Schnüre sind so dünn da geht schon was, am Drachen immer gespleisst so 0,4 fast 70 kg....einer hat sich aufgeregt weil ich den little arrow an langer Leine bei Leichtwind fliege (macht richtig Spassss) und von Performens schreibt, stimme ich zu, der Kite bringt dieselbe!!!(Performens=Leistung ?) naja das wärs jetzt mal .....
Ps: heute fast Windstill Schneefall windlose grüsse peter
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Ok - habe den Text jetzt paar mal gelesen und weiß nicht so recht auf was Du hinaus willst. Also nur mal um etwas mehr Information dazu von damals weiterzugeben:
"Umständliche Messung" ?:
Bitte geh mal davon aus, dass wir damals im Orgateam und der "Community" uns wirklich EXTREM viele Gedanken gemacht und auch SEHR VIELE praktische Tests mit unterschiedlichen Ansätzen ausgeführt haben wie man die Geschwindigkeit(en) eines aus besonderen Materialien (Kunststoffen und Carbon) bestehenden, sich schnell bewegenden (und dazu noch drehenden) Objekts an Leinen, in einem nicht 100% fixen Kegel (Arme bewegen sich, Pilot wird nach vorne gezogen, korrigiert, Leinendehnung usw.) / Windfenster zuverlässig erfassen kann. Das Orgateam und Helfer bestanden nebenbei erwähnt aus Informatikern/Softwareentwickler, Physiker, Ingenieuren, Kaufläute, Handwerkern, Beamte, Eventveranstalter, Installateuren, Rettungshelfer(in) (alle erfahrene Drachen -Bauer, -Piloten und -Entwickler). Keiner von uns wohnte in der Nähe der See und alle waren/sind vom Binnenlandwind geprägt/geschädigt und jeder genießt den tollen Wind an der See WENN MÖGLICH...
Btw: Messungen zwischen auf Strecke mit feststehenden Objekten als Referenz haben sich als zu ungenau für unsern Zweck hier erwiesen. Weil wie erfasst Du das? Mit einer Stoppuhr?!, Optischem resp. Unterbrechungs- Sensor / Chronograph bzw. Lichtschranke (optoelektronisch)? etc. - alles schon getestet und für genau diesen Zweck als wenig praktikabel resp. ungenau festgestellt. Über den COSINE EFFECT musst dich dann auch mal einlesen. Das würde hier den Rahmen sprengen. Wir wollen ja die Geschwindigkeit über einen möglichst großen Bereich erfassen und nicht nur genau an diesem einen Punkt wo das Messgerät steht oder nur den Durchschnitt. Eine ausreichend schnelle Laserzielerfassung-Geschwindigkeitsmessung ist extrem schwierig und überfordert schnell wenn man das von Hand macht bei Kites die über 200 km/h fliegen können. Eine automatisierte Laser-Zielerfassung zu bauen ist zwar möglich, aber vom Aufwand und Budget extrem teuer und aufwändig (zumindest damals). Das Dingen einfach aufs Statif stellen und hoffen, dass der Pilot genau in den Messstrahl des Lasers fliegt kannst praktisch vergessen. Die Geschwindigkeitsmessung von Drachen wurde von den Kollegen aus Frankreich (die vor uns die Events aufrecht hielten) liefen über optische Auswertung einer Video-Kamera per Bilder pro Sekunde und Distanz dazwischen Fixpunkten. Getestet wurde auch die noch aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Methode zur Flugabwehr und von Peter Rieleit (siehe dazu sein Buch "Leistungsstarke Lenkdrachen zum Nachbauen") bekannte Geschwindkeitsmessung durch Fotoauswertung über die Verschlusszeiten und Skalierung. Nebenbei erwähnt hat sich da dann gezeigt, dass das sehr Situationsabhängig ist und es kann zu relativ großen Abweichungen bei der Messung führen und es sind vor allem nur wenige Messungen pro Durchgang möglich.
Pitot-Rohr Messung oder GPS am Kite bringen erhebliche Probleme mit der Gewichtsverteilung des Messgeräts/Sensors am Kite. Ja - selbst 10-38 Gramm sind da ein großes Problem.
Ein weiteres Problem ist auszuschließen, dass nur bestimmte Teile des sich mehr oder weniger stark rotierenden Kites erfasst werden. So kann es z.B. vorkommen, dass nur die Flügelspitze bei einer heftigen Lenkbewegung / Spinn kurz vorm Messgerät erfasst werden. Resultat ist dann eine Messung die bis zum Faktor x3 von der tatsächlichen Geschwindigkeit des eigentlichen gesamten Kites abweicht.
Bei ganz vielen Sportarten werden ja die Objekte gemessen um bessere Trainingsergebnisse / Performance zu erziehen z.B. Baseball -> Abschlaggeschwindigkeit, Tennis / -> Aufschlags, Bogenschießen, Waffen/Schützensport / Munitionstests, Golf, Handball, Fußball, etc. Natürlich ist der höchste Wert der Messung dabei interessant.
Wegen der Leinenlänge: Die 35 m haben sich, um besser vergleichen und bauen zu können, durchgesetzt. Die meisten "echten Speedkites" sind auf diese Leinenlänge gebaut und abgestimmt und erreichen ihre Höchstgeschwindigkeit genau damit (gibt natürlich Ausnahmen!). ABER wir haben in der Freien Klasse keine Leinenlängen Vorgaben gemacht damals (nur das Flugfeld resp. der Sicherheitsbereich waren das Limit). So haben wir auch bis zu 60 m Leinen gemessen damit und natürlich auch kürzere Leinen bis runter auf 20 m.
Abschließend -> nicht alles was schnell aussieht, sich schnell anfühlt oder sich schnell anhört ist auch wirklich "schnell"!
Zitat"einer hat sich aufgeregt weil ich den little arrow an langer Leine bei Leichtwind fliege (macht richtig Spassss) und von Performens schreibt, stimme ich zu, der Kite bringt dieselbe!!!(Performens=Leistung ?) naja das wärs jetzt mal .....
Etwas OT: Der wo Dir da geschrieben hatte war Matthias Franke - der Entwickler des Little Arrow für Invento HQ. Einer der besten und erfahrensten Drachenbauer/Entwickler den ich kenne. Er hat sich halt gewundert warum das jemand machen würde. Er hatte den Kite für was anderes entwickelt. Die ggf. überlangen Leinen bremsen den kleinen Flügel ein, sprich der Speedkite verliert an Performance aka Geschwindigkeit. Das lässt sich problemlos messen... Wobei wie gesagt ich auch sehr gerne die kleinen Dinger an langen Leinen fliege. Spaß am Fliegen kann / sollte auch Performance sein.

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Hallo,
ich bezweifle natürlich nicht, daß man sich damals viel Mühe gemacht hat, und finde das durchaus interessant...(Pitotrohr misst Staudruck) das mit der Photoauswertung kenn ich, stimmt alles, letztendlich soll ja nur die Geschwindigkeit des Drachen äh Kite gemessen werden, man bräuchte sich nur über die Länge der Messstrecke einigen, Geschwindigkeit ist nunmal Weg/Zeit. In Anbetracht des Zieles Vmax zu messen ...O.k., Das mit den langen Leinen ist auch nicht ganz so einfach: stimmt unbedingt Sicherheit....ich hab hier das Privileg auf Wiesen mit Platz ohne Leute...der nächste Kiter ist glaubich am Staffelsee Richtung W im O weiß ich nicht und M..keine Ahnung eher nix, das mit F. weiß ich ich dachte eher an, "oh das geht auch", foto hab ich leider keins, da wenns geht, fliegt, wurstle ich nicht mit fotographieren rum.(heute wind <0) die lange Leine hat den Vorteil, daß der kite im entsprechenden (für v) Anstellwinkel fliegen kann, kleine Kites sind da besonders empfindlich (druckpkt und so...)und als Brett kann man vieles in der Luft bewegen, die größeren sind da unempfindlicher, eigentlich logisch oder? Eigentlich hatte ich das als Lob gedacht, der Kite ist solide und genau...ist nicht immer so, aber ein Leckerli hab´ ich doch noch für F. die Leine war 0,2, als Griffe Mumm- und Henkeltrockensektkorken, Champusk. sind nicht so stabil und meist verformt, leider.Das Kreissegment auf dem der Kite fliegt (bei 35m L. 37mlang) ist bei kurzen L. "gebogener" gekrümmter als bei langer L. naja dabei belasse ichs mal ....
hofft auf Wind peter
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Hm flugfrosch
Ich hab deinen Post jetzt 2 mal gelesen.
Was genau möchtest du uns mitteilen?
Geht es noch um den little arrow an langen Leinen und den Platz und die Sicherheit auf deinem Flugfeld?
Oder geht es um die Geschwindigkeitsmessung bei Lenksrachen?
Insgesamt würde ich es begrüßen, wenn ein Speed-Drachen-Wettbewerb wieder stattfinden würde. Aber so wie es sich anhört, ist es wohl recht aufwändig sowas zu organisieren.
Grüße Carsten
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Das Gute an der Messmethode mit dem Radar ist das wir
a) den Höchstwert
UND
b) auch den Durchschnitt des gesammten Fluges präsentiert bekommen. (leider in der Tabelle oben nicht mit ausgeworfen)
Und: wir setzen auch eine gewisse Fähigkeit des Piloten voraus bzw auch die kann das Ergebniss positiv beeinflussen - da je besser er fliegt umso genauer ist das Ergebnis.
Das Radar zeigt nie "Zuviel" km/h an - allerdings zu wenig, wenn man den Winkel nicht optimal trifft. Auch das war der Wunsch der meisten Piloten.
Zitat: eine lange Gerade ist ein ziemlich schwerer Trick!
Es gibt Piloten die Bevorzugen den Sturzflug in der Windfenstermitte, um dann gerade auf das Radar zuzufliegen - Andere Vögel lässt man besser komplett gerade durch das gesammte windfenster anfliegen.
Was jeweils schneller ist, konnte man vorher in Testflügen ermitteln - und dann mit Start im Wettbewerb sich danach richten.
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Pitot-Rohr misst Staudruck.... Ja.
Muss aber kalibriert werden sonst stimmen die Werte nicht.
So ein Pitot-Rohr (oder noch besser eine 5-Loch-Sonde) muss weit vor dem Flugobjekt in der ungestörten Luft sein wenn der individuelle Kalibrierwert für das spezifische Vehikel noch nicht bekannt ist. Bei einem Flugzeug rechnet man mit dem 5-fachen Wert des vordersten Kabinenspants für die Länge des Booms nach vorne.
Deshalb war solch eine Lösung bei unserem DLR A320 ATRA unmöglich und auch Airbus misst die Geschwindigkeit mit einer anderen Methode...
WOMBAT
