Hi Uli,
ich habe eine ganze Reihe von Phoenix-Varianten in der Tasche und mich intensiv mit den Drachen beschäftigt. Der Supreme stellt dabei IMO ziemlich das Optimum dar.
Um die ersten Schritte in Richtung Trickflug zu gehen bietet er jede Menge Potential und bei den derzeitigen Angeboten bekommt man sehr viel Drachen fürs Geld.
Der Vorteil beim Trickflugeinstieg liegt meiner Meinung nach beim Phoenix Supreme (oder vergleichbaren mehr auf "allround" getrimmten Drachen) darin, daß man bei den Basistricks wie Side-Slide, Axel und Flatspins usw. keine Kompromisse eingeht, aber auch "fortgeschrittene" Moves wie der Backspin und andere Drehungen auf dem Rücken wie die Lazy Susan vergleichsweise bereitwillig aufgeführt werden.
Für die brandneuen (und in der Regel nur für weit fortgeschrittene Piloten interessanten) Wickeltricks ist der Phoenix Supreme zwar gerüstet und ist durchaus in der Lage yoyos zu fliegen, aber hier sind einige der derzeitigen High-End Freestyler in Richtung der Wickeltricks optimiert, um dem erfahrenen Piloten neue Horizonte zu eröffnen. Meiner Erfahrung nach wurden bzw. mußten dazu ein Teil der Eleganz bei der Ausführung der Basistricks geopfert werden.
Die Flugeigenschaften vom Phönix Supreme würde ich als "ausgewogen" charakterisieren. Die Geschwindigkeit ist moderat, nicht flink wie ein Radikaltrickser aber auch nicht langsam wie ein Präzisions oder Teamdrachen.
Er fliegt absolut leise.
Von den Lenkbewegungen her benötigt er schon eindeutigen Input. Im Vergleich zum Phönix STD reagiert er jedoch um einiges direkter. Er ist kein Kite der nur aus dem Handgelenk geflogen werden kann und auf der anderen Seite verhält er sich jedoch auch nicht so störrisch wie einige Wettkampfmaschinen mit denen man richtig "arbeiten" muß. Ein entspanntes Fliegen ist schon möglich.
Auch das kommt dem Trickflugeinsteiger IMO zupass, weil bei sehr agilen Drachen, die schon auslösen, bevor man richtig nachdenken kann, es schwierig ist, daß richtige Timing zu finden und die arg störrischen Geräte sind im Wettkampf zwar sehr sicher und präzise zu bewegt, erfodern aber eben auch viel Einsatz bzw. Erfahrung vom Piloten.
Vom Windbereich her ist der Phönix Supreme auch im Binnenland gut einsetzbar. Er erstzt allerdings nicht eine richtige UL-Version für ausgesprochene Leichtwindtage (<6 km/h).